Initiative Südindien
Namasté - ein indischer Gruß an die Welt
In 13 Jahren wurde ein Gesamt- spendenaufkommen von über 150.000 Euro gesammelt.
Bendorf. Seit 2001 gibt es die „Initiative Südindien“ (ISI), die es sich zum Ziel gesetzt hat, armen südindischen Kindern eine gute Schulausbildung zu ermöglichen.
In den 13 Jahren seines Bestehens hat die Initiative unter Leitung von Karl-Heinz Brink in diesem Jahr das Gesamtspendenaufkommen von 150.000 Euro deutlich überschreiten können. Auf indischer Seite sorgt ein indischer Priester, Father Balashowry dafür, dass die Spendengelder auch wirklich Bedürftigen zugute kommen. Darüber hinaus garantieren regelmäßige E-mails und Briefe dafür, dass wechselseitig zahlreiche Informationen über Deutschland und Indien ausgetauscht werden.
So schreibt Bala u.a. über die Entwicklung in seinem Riesenland mit 1,2 Mrd. Einwohnern: Indien ist die größte Demokratie der Welt. Bei den letzten Parlamentswahlen haben die Hindu-Nationalisten unter ihrem Anführer Mody die lange Jahre herrschende Kongresspartei vor allem wegen Korruptionsaffairen abgelöst.
Damit reiht sich Indien in eine im Nahen Osten verbreitete Tendenz ein, wohl wegen der teilweise katastrophalen Lebensverhältnisse sein Heil in der Religion zu suchen, von der man das Heil erwartet. Gleichzeitig beklagt der Geistliche eine zunehmende religiöse Intoleranz, Fundamentalismus und Gewaltbereitschaft in seinem Land.
Demgegenüber ruft er die von Mahathma Gandhi propagierten Werte in Erinnerung: religiöse Gleichheit, Gleichwertigkeit aller Menschen, Gedankenfreiheit, Gewaltlosigkeit, Wohlfahrt der Gemeinden. Guter Wille, Offenheit und Verständnisbereitschaft sei das „Mantra“ Gandhis, das es wieder zu beleben gelte Mody versucht durch die Realisierung einer Anzahl von Großprojekten, Indien zu einer Industrienation zu machen. So entsteht in der Nähe von Jaipur das größte Atomkraftwerk der Welt, kürzlich schickte Indien aus eigenen geringen Mitteln eine Rakete zum Mars. Aufgelegt wurden weiterhin ein Arbeitsbeschaffungsprogramm (pro Jahr 100 Tage bezahlte Arbeit) sowie ein Grundnahrungsmittelprogramm mit subventionierten Preisen.
Weitere Einzelheiten über die Entwicklung in Indien und der Initiative enthält der jährliche Rundbrief, den zu Weihnachten die Mitglieder erhalten, in der Regel zusammen mit einem Brief und/oder Foto ihres Patenkindes.
Der Vorsitzende der Initiative stellt dieses Jahr die Arbeit der Mitglieder und Freunde unter das Motto von Hermann Gmeiner, dem Gründer der SOS-Kinderdörfer: „Alles Große in dieser Welt entsteht dort, wo jemand mehr tut, als er tun muss“. Wer sich angesprochen fühlt und ein Patenkind oder ein Projekt fördern möchte, setzt sich bitte mit dem Leiter der Initiative in Verbindung: Karl-Heinz Brink, Kirchhofsweg 9, Bendorf, Tel. (0 26 22) 1 39 58, E-mail: karl-heinz.brink@online.de Förderer erhalten am Jahresende eine Spendenbescheinigung. Das Spendenkonto lautet: Pfarrgemeinde St. Clemens, Mülhofen; IBAN: DE 5705 0120 0002 018521; Swift-Bic: MALADE 51KOB.