36. Burgen- und Parkfest in Bendorf-Sayn erfreute sich spätsommerlicher Temperaturen
Prinz Louis Sayn-Wittgenstein ist nun neuer Protektor
Sayner Racedays mit Seifenkisten- und Entenrennen und das Höhenfeuerwerk waren die Höhepunkte
Bendorf-Sayn. Den Spätsommer hatten sich die Sääner für das erste Septemberwochenende aufgehoben. Dann fand nämlich, wie jedes Jahr, traditionell das Burgen- und Parkfest im fürstlichen Schlosspark zu Sayn statt.
Zum 36. Mal war es den verantwortlichen Ortsvereinen gelungen, ein tolles Festwochenende auf die Beine zu stellen. Ohne die Zusammenarbeit der KG 1937 Sayn, den Sayner Möhnen „Ewig Jung“, der Schützengesellschaft Sayn, dem THW-Helferverein Bendorf, der Werbegemeinschaft „Aktiv Sayn“, dem SV Blau-Weiß Sayn, dem Schiffsmodellbau-Club Sayn, der Freiwilligen Feuerwehr Bendorf - Löschzug Sayn, der Gesellschaft zur Förderung Beruflicher Integration (GFBI) und der fürstlichen Familie wäre das Burgen-und Parkfest nicht das, was es heute ist. Rolf Barthel eröffnete am Samstagnachmittag das Fest und bedankte sich herzlich bei Dr. Alexander Saftig, Landrat des Landkreises Mayen-Koblenz, der mit einer großzügigen Spende ermöglichte, dass eine neue Elektroinstallation im Schlosspark angeschlossen werden konnte.
Fürst Alexander Sayn-Wittgenstein vererbte das Amt des Protektors an seinen Sohn Prinz Louis Sayn-Wittgenstein und wünschte ihm bei der Übergabe des großen Hammers viel Erfolg und ein ruhiges Händchen für den Fassanschlag. Die Sayner hätten ihm in den letzten Jahren immer wieder einen Streich gespielt und das Fass manipuliert, denn jedes Mal wäre er dabei nass geworden, so Fürst Alexander Sayn-Wittgenstein. Sein Sohn Prinz Louis zeigte seinem Vater dann, dass die Geschichte mit der Manipulation nicht stimmen konnte und wie man einen Fassanstich richtig macht. Er schlug den Hahn gekonnt ins Fass, ohne dabei auch nur einen Tropfen neben den Bierkrug laufen zu lassen. Die Feuertaufe hatte er damit bestanden.
Heiratsantrag auf der Bühne
Bevor Rolf Barthel die zweiten Sayner Racedays einläuten durfte, gab es auf der Bühne im Schlosspark eine Premiere. Nadine Kring nutzte die Gelegenheit und machte ihrem Freund Björn Spudig vor allen Gästen einen Heiratsantrag, den der bislang Unentschlossene dann endlich mit „Ja“ beantwortete.
Danach konnte auch das zweite Sayner Seifenkistenrennen beginnen, dass dieses Jahr von der „Unnerstrooß“ (Brexstraße) in den Park umgezogen war. Die Sponsoren durften im ersten Durchgang die beste Zeit gegeneinander ausfahren. Der Abend wurde musikalisch begleitet vom Musikverein Rahms e.V., der mit Bigband-Sound und Sängern für gute Stimmung auf der großen Wiese sorgte. Um 22 Uhr wurde es dann richtig voll vor der traumhaften Schlosskulisse, denn alle erwarteten gespannt das Höhenfeuerwerk „Sayn in Flammen“, das schon weit über die Grenzen von Bendorf hinaus bekannt geworden ist. Der Sonntagmorgen begann mit dem katholischen Gottesdienst im Park und dem Frühschoppen, der musikalisch vom Männergesangverein 1862 Sayn e.V. untermalt wurde. Im Anschluss kamen alle Gäste auf ihre Kosten, die schon immer einmal eine Seifenkiste fahren wollten. Beim Fun-Race konnte nämlich jeder einmal hinters Steuer.
Wie auch in den vergangenen Jahren durfte eines nicht fehlen: das 14. Sayner Entenrennen auf dem Brexbach. Gestartet an der Abteikirche in Sayn, schwammen die gelben Plastikenten bis zum Ziel im Park. Die 100 schnellsten Enten gewinnen dabei immer tolle Preise, wie zum Beispiel zwei Tage im Europapark Rust mit Übernachtung. In diesem Jahr wurde sogar die langsamste Ente prämiert. Die glückliche Gewinnerin hatte sogar doppelt Glück, ihre beiden Enten gewannen den ersten und den letzten Preis. Der Erlös des Entenrennens geht in diesem Jahr an den Förderkreis Bad Sayn e.V., mit dem Geld können Spielgeräte und Strandkörbe finanziert werden. Schmetterlingskönigin Katharina I. gratulierte den Besitzern aller schnellsten und auch schönsten Enten, denn auch in diesem Jahr fand wieder der Design-Wettbewerb statt. Dabei gewinnen die Enten, die am schönsten und kreativsten dekoriert wurden. Die Siegerin des Jugendwettbewerbs repräsentierte mit ihrer Ente das Wilhelm-Remy-Gymnasium in Bendorf, im Kinderwettbewerb gewannen die „schlüpfenden Enten“ und einen Sonderpreis gab es für das Enten-WM-Finale „Deutschland gegen Argentinien“ im Stadion.
Erster Preis für den WM-Pokal, der eine goldene Ente trug
Den ersten Preis für die schönste Ente unter den Erwachsenen bekam der goldene WM-Pokal, der zur Krönung eine goldene Ente trug. Die Kinder bekamen beim Ponyreiten, Wonnegauer Puppentheater, Baumklettern mit der Baumpflege Wirges, der Hüpfburg oder dem Kinderkarussell auch eine ganze Menge geboten. Ein schönes Festwochenende bei strahlendem Sonnenschein ging mit Musik des Musikvereins Stromberg e.V. vorbei.
Hoch hinaus ging es für die Kinder beim Baumklettern.