Politik | 19.03.2013

„Problemfall B 413“

Rücksicht auf den Tourismus

Die FDP Bendorf setzt sich für eine Öffnung der Bundesstraße an Ostern ein

Die B 413 soll an Ostern befahrbar sein.privat

Bendorf. Da wird eine wichtige Verkehrsader, eine Bundesstraße, für sage und schreibe zweieinhalb Wochen wegen Rodungsarbeiten gesperrt. Bis zum 6. April, also während der gesamten Osterferien hinweg, obwohl davon ausgegangen werden kann, dass die Arbeiten ab Karfreitag, dem 28. März, bis Ostermontag, dem 1. April, ruhen werden. Mit Rücksicht auf die in Sayn zahlreich beheimateten Sehenswürdigkeiten, welche gerade in Ferienzeiten und langen Wochenenden verstärkt besucht werden, wie Sayner Hütte, Sayner Schloss, Eisenkunstguss-Museum, Burg Sayn, Schmetterlingsgarten, Schlosspark etc. und nicht zuletzt den Kletterwald, hätte man zumindest an diesen Tagen die B 413 für den Verkehr, speziell für den Tourismus in Sayn, öffnen können, der für stets zahlreiche Besucher aus dem Westerwald und aus NRW (BAB A 3) als Anreiseroute dient. Vielleicht hätte auch eine rechtzeitige Einbindung der dadurch in Sayn Betroffenen zu einer einvernehmlichen Lösung geführt, die jedoch erst aus den Medien hiervon erfuhren, als das Kind offensichtlich schon „in den Brunnen gefallen ist.“ Der FDP Stadtverband Bendorf wird mit deren Beigeordneten Plank-Dietz - zuständig für den Tourismus - versuchen, über die Feiertage eine Freigabe der B413 zu bewirken. Es ist zu begrüßen, dass nunmehr auch die SPD Bendorf sich den lärmgeplagten Anwohnern der B 413 in Sayn annimmt. Bereits im Oktober 2012 hat die FDP Bendorf die Stadtverwaltung auf den ständig zunehmenden Verkehr und die daraus sich ergebende Lärmbelastung hingewiesen und gebeten, bei der zuständigen Bundesbehörde (LBM) zu intervenieren. Die Stadtverwaltung Bendorf folgte der Anregung und erhielt mit Schreiben vom 30. Oktober 2012 vom „Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz“ folgende Antwort: „ In die Lärmaktionsplanung Stufe II werden erst Strecken aufgenommen mit einem DTV-Wert oberhalb 8.200 Kfz/24h. Der DTV-Wert der B 413 läge jedoch um einiges unter diesem Wert, sodass sie nicht bei der Lärmaktionsplanung Stufe II einzuordnen ist. Umso erfreulicher nunmehr die Kehrtwende des „LBM“ im Februar 2013, gerade mal vier Monate später, dass man die Anlieger an stark belasteten Bundesstraßen bei der Durchführung von Lärmschutzmaßnahmen an ihren Häusern, sofern ein bestimmter Lärmpegel überschritten wird, mit 75 Prozent aus Bundesmitteln fördern will,“ Die Beratungen/Gutachten etc. werden vom LBM von einem qualifizierten Ingenieurbüro unverbindlich und kostenfrei angeboten. Die noch offenen Fragen der Anlieger in einer Informationsveranstaltung mit dem LBM, dem Ingenieurbüro, möglichen Kreditgeber sowie dem Bauamt der Stadt Bendorf zu klären, hält auch die FDP Bendorf für sinnvoll.Pressemitteilung des

FDP-Stadtverbands Bendorf

Die B 413 soll an Ostern befahrbar sein.Foto: privat

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