SV Sayn - Vereinsjugendfest aller Jugendteams
Saisonabschlussfeier zwischen Orient und Okzident
Entspannte Abschlussfeier in der idyllischen Umgebung des Sayntal
Sayn. Nunmehr zum vierten Mal in Folge beendete der SV Sayn die Fußballsaison mit einem großen Vereinsjugendfest aller Jugendteams. Die Saisonabschlussfeier der Sayner Vereinsjugend steht immer für entspannte Unterhaltung, Freizeitturniere, Ehrungen und Würdigungen sowie natürlich leckere Verpflegung mit Grillware und Salaten - und das alles in der idyllischen Umgebung des Sayntals.
Auch Migrantinnen und Migranten waren eingeladen
Erstmalig lud der Sayner Fußballverein dazu in Zusammenarbeit mit dem „Beirat für Migration und Integration des Landkreises Mayen-Koblenz“ auch die im Stadtgebiet Bendorfs lebenden Migrantinnen und Migranten ein. Beiratsvorsitzende Zeynep Begen und Vereinsvorsitzender Frank Matthies haben diese Initiative ergriffen, um die Neuankömmlinge in Bendorf aufzunehmen. „Aktionen wie unser integratives Vereinsfest können leider die Probleme, die zu Flucht und Migration führen, nicht lösen, aber sie können ein Mosaikstein für die Willkommenskultur in unserer Stadt sein. Dafür ist Sport besonders geeignet, weil er weltweit die Menschen anspricht und begeistert - besonders der Fußball“, erläutert Frank Matthies. Zum Fußballspielen - das weiß jedes Kind - braucht es weder ausgefeilte Sprachkenntnisse noch teure Ausstattung. In erster Linie gefordert sind Spielfreude und zwei Beine. Von den gut 30 Gästen gesellten sich die jüngeren gerne zu den Turnierteams und kickten unbeschwert mit. Auch dem Bürgermeister Michael Kessler ist die gelingende Integration ein wichtiges Anliegen. Trotz vollen Terminkalenders besuchte er das Jugendfest des SV Sayn, auf dem er sich einen Eindruck von der Integrationswirkung des Sports verschaffte, die der SV mit seiner aktiven Jugendarbeit beispielhaft demonstrierte. Nach dem Fußballturnier richtete sich die Aufmerksamkeit auf das beeindruckende Demo-Training der neu gegründeten Kung-Fu-Abteilung des SV Sayn. Etliche Gruppen- und Einzeldarbietungen unter der Leitung des Sportbund-Integrationstrainers Jörg Müller konnten dem begeisterten Publikum einen Eindruck davon vermitteln, was Kung-Fu-Training heißt. Und was hat Kung-Fu mit Fußball zu tun? „Sehr viel,“ weiß Trainer Müller. „Die äußeren Bewegungsabläufe, Regeln und Ziele der jeweiligen Sportart sind natürlich sehr verschieden, aber in Fragen der inneren Haltung zählen in beiden Sportarten Konzentration, Koordination und Präzision gepaart mit sehr viel Disziplin.“
Die leibliche Versorgung ist traditionell das Aufgabengebiet von Alexandra Splettstößer, die das reichhaltige Essens- und Getränkeangebot rund um das Vereinsheim koordinierte. Passend zum Integrationscharakter des Festes bot der Verein auf zwei getrennten Grillstätten Schweinefleisch und Rindfleisch an. Den Rindfleischgrill bestückten die Grillmeister Hakan Sahin und Yasin Aybar mit Fleisch von der türkischen Metzgerei Etman Fleischmarkt in Neuwied. „Ein rundherum gelungenes Fest“, bilanzierte Zeynep Begen, die sich darüber freute, dass so viele Migranten an dem Fest teilnahmen und sich ein Stück weit gut auf- und angenommen fühlten. „Ich danke dem SV Sayn im Namen des Beirats und der Menschen, die neu zu uns nach Bendorf gekommen sind, für dieses schöne Fest und die Bereitschaft, an der Willkommenskultur in Bendorf mitzuwirken.“