Allgemeine Berichte | 29.07.2014

Festspiele am Rheinblick

"Schwein gehabt!"

Premiere ausverkauft - weitere Aufführungen am 2., 8., 9., 10., 29. und 30. August

Bendorf. Am Freitag, 1. August, geht es los: Geschichte einmal anders heißt es dann wieder bei den „Festspielen am Rheinblick“. Das Kulturforum der GGH Bendorf e.V. hat sich ein Ziel besonders auf die Fahne geschrieben. Mittels historischer Begebenheiten und Anekdoten aus Bendorf, soll Geschichte lebendig bleiben und für die Nachfahren bewahrt werden. Dazu ist der Gang in das Archiv nicht zwingend nötig, denn das Kulturforum - hervorgegangen aus der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung e.V. (GGH) - pickt in jedem Jahr ein Thema heraus.

Die Ideen rund um das historische Zeitgeschehen geben sie an das Schauspielensemble „Die Findlinge“ weiter. Auf diese Weise verbindet sich Geschichte mit Schauspielkunst. Ein Konzept, das funktioniert.

Ab Freitag, 1. August, ist wieder Theaterzeit auf der Bühne mit Rheinblick. Die Premiere ist bereits ausverkauft. Sieben Schauspieler stehen in diesem Jahr auf der Bühne. Geschrieben wurde "Schwein gehabt!", das Sommerstück 2014 von Autorin Silke Dutz, die bereits mehrere Theaterstücke als Auftragswerk für „Die Findlinge“ schrieb. Dutz feiert als Autorin in Bendorf Premiere. Aus ihrer Feder stammt unter anderem das preisgekrönte Stück zum Demografischen Wandel, mit dem „Die Findlinge“ den bundesweiten Hochschulwettbewerb gewannen.

Die Story

Es war der Verdienst des Grafen Adolf von Sayn, der sich zu Beginn seiner Regentschaft 1560 beim kaiserlichen Hof in Wien um die Verleihung des Marktrechts für drei Ortschaften bemühte. Im selben Jahr noch wurde von Kaiser Ferdinand I. dieses Privileg mit der Verleihung des Marktrechts zugestanden. Bendorf ist geschichtlich belegt schon immer eine Stadt lebendiger Märkte gewesen. Heute tragen die Märkte klangvollere Namen - ihren eigentlichen Sinn haben sie nie verloren.

Das Theaterstück "Schwein gehabt!" blickt wie durch ein Kaleidoskop auf Bendorf in den 1950er-Jahren. Es ist Nachkriegszeit in Deutschland und der Beginn des Wirtschaftswunders. Auf dem Marktplatz floriert der Handel, um Preise wird gefeilscht und mitunter geht es turbulent zu. Doch nach getaner Arbeit tauschen sie die Schürzen gegen Petticoats ein, die dann gekonnt zur Musik dieser Zeit schwingen.

Bauer Konrad Schwerdtfeger und seine Frau Luise, Erzählerin Auguste Vogt, Nachbarin Marianne Poetschke, Knecht Hermann Schmitz, Magd Angelika Vetter und Wirt Pitter Rengsdorf „beackern“ die Bühne. In Aussehen und Sprachjargon wurden genaue Recherchen getroffen um das Gefühl jener Zeit nachzuempfinden. Facettenreiche Charaktere lassen das Stück zu einem gelungenen Theaterabend werden, bei dem sich nicht nur das Bühnenbild als lebendiger Marktplatz und als äußerst schmackhaft präsentiert.

Weitere Aufführungen

Weitere Aufführungen gibt es am 2., 8., 9., 10., 29. und 30. August - Beginn ist jeweils um 19:30 Uhr. Regie führt Stefan Bau. Karten im Vorverkauf gibt es im Bendorfer Buchladen am Kaufland; Berghotel „Rheinblick“, Remystraße 79, Tel. (0 26 22) 1 45 64; Email: kulturforum-bendorf@t-online.de; www.kulturforum-bendorf.de.

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