Elf neue Atemschutzträger erfolgreich im Einsatz
Sicherheit erhöht
Bendorf. Elf neue Atemschutzgeräteträger wurden kürzlich in Bendorf im Rahmen der Kreisausbildung für die Feuerwehren der Stadt Bendorf und der Nachbarverbandsgemeinde Vallendar ausgebildet. Jan Freimuth, Kai Schneider (Stromberg), Stefan Zimmermann (Mülhofen), Andrè Hammes, Marc Metzler (Sayn), Andrzej Plewko (Bendorf), Andreas Müßener (VG Dierdorf - Mitglieder der Tagesalarmgruppe Bendorf), Fabian Kessler, Christian Wagner (Weitersburg), Tobias Stein, Jonas Willmes (Niederwerth) haben die Ausbildung mit Erfolg bestanden.
Bei Brandeinsätzen haben die Feuerwehren nicht nur das Problem mit extremen Wärmestrahlungen, sondern haben auch mit Rauch und Qualm zu kämpfen. Seit der Erfindung erster Atemschutzgeräte hat sich in technischer sowie taktischer Entwicklung viel getan, nur eines ist geblieben: Die Möglichkeit, maximal 3 Minuten ohne Sauerstoff auszukommen. Daher ist es wichtig, dass sich immer wieder aktive Feuerwehrfrauen und -männer der Aufgabe stellen, sich zum Atemschutzgeräteträger ausbilden zu lassen. Diese Ausbildung ist intensiv in Zeit und natürlich auch in körperlicher Hinsicht.
Grundvoraussetzung für die Teilnahme an der Ausbildung ist eine arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung mit einem Tauglichkeitsnachweis. Der richtige und sichere Umgang mit einem Atemschutzgerät, sowie das korrekte Anlegen der Maske wird in der Praxis gelehrt.
Theoretische Unterrichtseinheiten
Zusätzlich werden die Teilnehmer auch in theoretischen Unterrichtseinheiten ausgebildet. Hier werden Kenntnisse über die Grundlagen der Atmung, der Wirkung von Atemgiften auf den menschlichen Körper sowie den Aufbau der Geräte und die Sicherheitsvorschriften vermittelt. Der Lehrgang zum Atemschutzgeräteträger wird mit einem Belastungstraining auf der Atemschutzübungsanlage der Berufsfeuerwehr Koblenz und einer schriftlichen Prüfung im Schulungsraum in Bendorf nach vierwöchiger Ausbildung abgeschlossen.
„Die Feuerwehrdienstvorschrift sieht jedoch vor, dass nach der Ausbildung jeder Atemschutzgeräteträger mindestens einmal im Jahr eine Wiederholungsübung auf einer Atemschutzübungsanlage absolviert, um seine Einsatztauglichkeit zu erhalten“, berichtet Frank Lohrum. Der aktuelle Lehrgang wurde von Kreisausbilder Alfons Schuster (Leiter des Atemschutzes Gesamtfeuerwehr Bendorf) geleitet. Unterstützt wurde er dabei von den Ausbildern Rene Geißler, Marcel Holler und Frank Lohrum (Atemschutzgerätewarte Gesamtfeuerwehr Bendorf). Nach Ende der schriftlichen Prüfung bedankte sich der Stellvertretende Kreisfeuerwehrinspekteur Stefan Voigt bei allen Teilnehmern. „Bei der Prüfung konnten maximal 125 Punkte erreicht werden. Der Durchschnitt war mit 115 Punkten außerordentlich gut“, betonte Voigt.
Wichtige Lehrgänge
Lehrgänge dieser Art sind für die Feuerwehren sehr wichtig, da heutzutage schon bei einem PKW-Brand unter Atemschutz gearbeitet werden muss.
Die Ausbildung wurde erstmals über die geforderte Mindeststundenzahl erweitert, um dem Lehrgangsteilnehmer so viel Praxis wie möglich mit auf den Weg zu geben und die Grundtätigkeiten im Atemschutzeinsatz zu verinnerlichen. Marcel Holler und Renè Geißler haben hier sehr praxisbezogene Inhalte vermittelt.
PS
Der Lehrgang zum Atemschutzgeräteträger wird unter anderem mit einem Belastungstraining abgeschlossen.