Stärke zeigen: „Wir sind alle Bendorf“
Solidarität formte Menschenkette
Bendorf. Ein herrlicher Sommertag, der Kirchplatz voller Menschen: Ein großer Zuspruch für die Organisatoren der Solidaritätsveranstaltung. Gerne nahmen die Bendorfer fast fünfhundert bunte Luftballons als sichtbares Zeichen in die Hand und zeigten mit ihrem „Dabeisein“ Stärke für Bendorf. Sie folgten einem Aufruf, um ein Signal zu setzen für mehr Toleranz zwischen Kulturen und Religionen, zwischen Nachbarn und Vereinen.
m Großen funktioniert das in Bendorf, wie der Tag zeigte. Die überzeugten Bendorfer folgten dem Aufruf zu einem Gruppenfoto auf dem Kirchplatz und formierten sich dann - Hand in Hand und schließlich in einem großen gespendeten Beifall endend - vom alten zum neuen Gebetsraum der Moschee in Bendorf.
An dieser Kette beteiligten sich über 150 Personen vieler Nationalitäten. „Für uns ist es selbstverständlich, dabei zu sein, erzählten zwei junge Teilnehmerinnen, die extra mit dem Fahrrad über Stadtteilgrenzen hinweg gekommen waren. Es ist ein gutes Gefühl, in Bendorf für Bendorf stark zu sein“, betonten sie. Das Interesse an der Aktion war sehr groß, viele wichtige Gespräche konnten geführt werden. Und die türkische Gemeinde lud im Anschluss zu einem Imbiss und zu einer Fragerunde in den Gebetsraum an. Auch dieses Angebot wurde rege genutzt. „Toll, wenn man auf einmal auf Du und Du mit seinen Nachbarn ist, wir wussten bisher gar nicht, dass hier ein Gebetsraum war“, hörte man. „Wann gibt es weitere Veranstaltungen, um das Miteinander zu fördern?“, fragte ein Teilnehmer der Menschenkette schließlich, als sich die gelungene Aktion dem Ende neigte. Wer mit dabei war, nahm etwas für sich selbst mit: ein gutes Gefühl.
Die Kette reichte vom alten zum neuen Gebetsraum der Moschee.