Allgemeine Berichte | 21.08.2013

Festspiele am Rheinblick Bendorf 2013

Sopranistin Camille Schnoor verzauberte das Publikum

Sopranistin Camille Schnoor verzauberte das Publikum

Bendorf. In seiner sommerlichen Kulturreihe „Festspiele am Rheinblick Bendorf 2013“ bot das Kulturforum der GGH Bendorf auf der Freilichtbühne an den historischen Eisenerzröstöfen am vergangenen Samstagabend ein musikalisches Schmankerl: "Mi chiamamo Mimi - Opern- und Operettenheldinnen stellen sich vor“, lautete der Titel des Abends. Die aus Frankreich stammende Sopranistin Camille Schnoor sang im ersten Teil ihres Solo-Konzerts ältere Arien aus Opern und Operetten, im zweiten Teil trug sie jüngere Lieder vor. Die junge, hübsche Frau mit der tragenden Sopranstimme verzauberte das Publikum gleich zu Beginn des Konzerts mit zwei bekannten Stücken aus Mozarts Oper „Figaros Hochzeit“ Die Titel waren „Non so piu cosa son“ und „Voi che sapete“. Italienisch gesungen wurde auch der nächste Titel: „Caro mio ben“ von Giordani. Aus Henry Purcells Oper „Dido und Aeneas“ trug Schnoor die tragische Arie „Thy hand Belinda When I am laid in earth“ vor, in der sich die sterbende Königin von ihrer Dienerin Belinda verabschiedet. Dabei legte die Sängerin viel Trauer und Schmerz in ihre Stimme. Ausdrucksstark setzte sie die Liedinhalte um. Meist geht es um Liebe, Leidenschaft und Verlust. Seien es Arien aus der Barockzeit wie Pergolesis „Se tu m’ami“, und Marcellos „Quella fiamma che m’accende“ oder die Arie der Kleopatra aus „Giulio Cesare“, die Händel auf Italienisch geschrieben hat.

Applaus und Bravo-Rufe

Die voluminöse Singstimme der mit vielen Preisen ausgezeichneten Sopranistin drängte die dumpfen Hintergrundgeräusche von Eisenbahn und Autobahn locker in die Nichtwahrnehmbarkeit. In der Pause konnte das Auditorium Sekt und die spektakuläre Aussicht auf der Terrasse über den vor einigen Jahren wieder aufgebauten Eisenerzröstöfen genießen. Nach der Pause, bei einbrechender Dunkelheit und milder Sommerabendluft, zwitscherten Singvögel und eine Grille mit: “Il vecchiotto cerca moglie“, aus dem „Barbier von Sevilla“, aus Rossinis Feder.

Die Arie des Prinzen Orlofsky aus der Operette „Die Fledermaus“ von Johann Strauss: “Ich lade gern mir Gäste ein“, im Sopran gesungen, war ebenso bezaubernd wie das „Vilja Lied“ aus Lehars „Lustigen Witwe“. In jeder Sprache artikulierte die Sängerin präzise, ihre Stimme blieb in jeder Höhe kraftvoll, so dass es ein Genuss war, ihr zuzuhören. Nach Arien von Puccini und Dvorak endete das Programm mit Bizets „Carmen“ und dem Lied „Habanera“.

Die Sängerin, die von der Pianistin Margita Linde einfühlsam am Klavier begleitet wurde, durfte nicht ohne Zugabe von der Bühne vor den Eisenerzröstöfen gehen. Camille Schnoor sang Händels „Lascia ch’io pianga“ und schmetterte anschließend noch: „Meine Lippen, sie küssen so heiß“ von Franz Lehar. Anhaltender Applaus und Bravo-Rufe drückten die Begeisterung der etwa 70 Besucher aus. Das Freilufttheater zwischen Schieferbruchsteinen war zu Recht wieder ausverkauft gewesen.

Die Eisenerzröstöfen bieten ein besonderes Ambiente für die Konzertbühne. Foto: WT

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Lampionfest KW25
Heimat aktiv AW
Grillsaison Filiale Dernbach
Innovatives rund um Andernach
Lampionfest Weißenthurm
Peter und Paul Kirmes
Kleinanzeige Heckenschnitt
Empfohlene Artikel
Die vulkanische Geschichte der Eifel lässt sich im Lava-Dome spielerisch entdecken. Foto: Dominik Ketz
269

Wer glaubt, Vulkane gäbe es nur auf Island oder in Italien, hat die Rechnung ohne die Eifel gemacht. Im Lava-Dome in Mendig wird schnell klar: Auch hier ging es einst verdammt heiß her! Das Deutsche Vulkanmuseum entführt seine Besucher auf 700 Quadratmetern und zwei Etagen in eine Welt voller Feuer, Lava und spannender Erdgeschichte. Klingt staubtrocken? Von wegen! 700 Quadratmetern und zwei Etagen in eine Welt voller Feuer, Lava und spannender Erdgeschichte.

Weiterlesen

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 11
163

Jede Woche präsentieren wir Euch einen neuen Schnappschuss aus dem BLICK aktuell-Land. Die Bilder zeigen bekannte Orte, besondere Details oder überraschende Perspektiven aus der Region – doch nicht immer ist auf den ersten Blick erkennbar, was genau zu sehen ist.

Weiterlesen

Daniel Robbel.  Foto: privat
1199

Sinzig. Die Krupp Verlags GmbH stellt die redaktionelle Spitze ihrer Wochenzeitung BLICK aktuell neu auf: Daniel Robbel übernimmt ab sofort die Position des Chefredakteurs. Damit geht eine wichtige Aufgabe innerhalb des Unternehmens an einen langjährigen und erfahrenen Mitarbeiter, der die Entwicklung des Mediums seit vielen Jahren maßgeblich mitgeprägt hat. Bislang wurde die Funktion der Chefredakteurin von Geschäftsführerin Susanne Tack in Personalunion ausgeübt.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.  Foto: pixabay.com
828

Die Lage hat sich verbessert, aber dennoch soll weiter Wasser gespart werden.

22.06.: Neue Informationen zur Trinkwasserversorgung in Remagen

Remagen. Am Sonntag, den 21. Juni 2026, wurde im Stadtgebiet Remagen ein außergewöhnlich hoher Wasserverbrauch festgestellt. Neben einer insgesamt deutlich erhöhten Wasserabnahme wurden in einzelnen Versorgungsbereichen extreme Entnahmespitzen registriert, die die üblichen Verbrauchswerte vergleichbarer Sommerperioden erheblich überschritten. Ein leichter Trend zeichnete sich bereits am 19. und 20....

Weiterlesen