Lokalsport | 05.11.2013

TS Bendorf - Handball B-Junioren

Spannendes Duell der Tabellennachbarn in der Oberliga

TS Bendorf - TuS 04 Dansenberg-Kaiserslautern 34:29 (20:15)

Torben Waldgenbach konnte sich mit viel Kampfkraft durch die Defensivreihe der Gäste aus der Pfalz tanken. privat

Bendorf. Dass in der Pfalz nicht nur Fußball gespielt wird, zeigten die Handballer vom TuS 04 Dansenberg-Kaiserslautern. Mit der TSB auf dem dritten und Dansenberg auf dem vierten Platz war die Grundlage für eine spannende Auseinandersetzung geschaffen.

Nachdem die TSB ihr zweites Heimspiel der Saison bestreiten durfte, hatten die Pfälzer das Nachsehen der langen Anreise. Aber es erwischt schließlich jeden einmal, auch die TSB-Jungs dürfen ja noch in die Pfalz. Heimvorteil hieß in diesem Fall wieder, dass die Reihen der TSB-Arena gut gefüllt waren.

Der dezimierten Tribüne geschuldet, saß das Publikum Schulter an Schulter mit dem Gegner, Eingeborene saßen Arm in Arm mit Zugereisten, was der Stimmung jedoch keinen Abbruch tat.

In Ballbesitz ging die Turnerschaft bereits nach wenigen Sekunden in Führung und wollte hierdurch ein Zeichen setzen. Doch dadurch ließ sich die TuS nicht einschüchtern und konterte direkt mit einem Gegentreffer, wie halt auch in jeder guten Ehe: ein Geben und ein Nehmen. Was folgte, durften die Außenstehenden in dieser Saison schon öfters erleben: mit einem hauchdünnen Vorsprung von einem Tor, ständig gefolgt vom Ausgleich des Gegners hangelte die TSB sich zum 8:8 in der elften Minute.

Doch die Mannschaft wäre nicht an dem Tabellenplatz, wenn sie sich nicht in heiklen Spielphasen am Riemen reißen könnte. Mit einer Abwehrumstellung - hier lag der heutige Schwachpunkt - platzte schließlich der Knoten und das Team erkämpfte sich einen komfortablen Fünftorevorsprung und verließ nach dem Pausenpfiff mit 20:15 das Schlachtfeld. Alle waren sich einig: nichts für herzinfarktgefährdete und bluthochdruckgeschädigte Zuschauer, halt eben ein hochklassiges Handballspiel.

Zweiminutenstrafen sorgten für Unverständnis

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit konnte die TSB den Heimvorteil weiter nutzen und hielt den Gast auf der nötigen Distanz, baute die Führung sogar auf ein komfortables 30:22 aus. Doch genau zu diesem Zeitpunkt entdeckten die bis dato sehr gut agierenden Unparteiischen die Zweiminutenstrafe.

Was darauf folgte, war erschreckend: Ein Bendorfer nach dem Anderen verließ den Platz und schließlich standen die kopfschüttelnden TSB-Recken beim Spielstand von 30:23 in der 38. Minute mit einer Trippel-Unterzahl und nur drei Feldspielern kurzzeitig auf dem Spielfeld. Fantastisch mit anzusehen, wie die Abwehr plötzlich noch flinkere Füße bekam.

Da war er wieder, der nicht zu brechende Kampfgeist.

Aber auch der Gegner musste Federn lassen und mancher Spieler musste eine zweiminütige Verschnaufpause einlegen. Verwunderlich und bemerkenswert zugleich: Trotz der durch die Zeitstrafen aufkommenden Spielhektik wurde es im gesamten Spielverlauf nie unfair, und sportliche Fairness stand trotz alledem an oberster Stelle des Spielgeschehens.

Völlig verdient und hart erkämpft kam die erlösende Schlusströte. Die Anzeigetafel gab allen Bendorfern die Gewissheit: Mit dem 34:29 hatte das TSB-Team die nächste Hürde im RPS-Oberliga-Hindernis-Hürdenlauf genommen.

Fazit der zweiten Halbzeit: Man stand besser in der Abwehr, doch leider vergab das Team durch zu viele technische Fehler noch weitere Chancen. Standing Ovations für beide Mannschaften rundeten einen gelungenen Handballabend ab. Unter solch einem guten Stern stehend freut sich doch jeder auf die Rückrunde, die Fans dürfen gespannt sein.

Nachdem es nun im November zu einer langen Oberliga-Pause für die B1 der TSB kommt, bietet sich für die Eltern und Großeltern, aber auch für alle anderen Handballbegeisterten eine super Gelegenheit für ein Nikolausgeschenk: eine Eintrittskarte für das nächste Heimspiel der TSB B1 gegen die JSG aus Saarbrücken, das am 7. Dezember in heimischen Gefilden stattfindet, auf dass die Halle wieder unter dem Jubel der Fans beben soll.

Für die Turnerschaft im Einsatz waren: Dominik Knoll und Marcel Schenk im Tor. Lars Dreidoppel (5), Manuel Staudt, Jonas Strüder (4/1), Moritz Gutfrucht (9), Fabian Flöck, Torben Waldgenbach (4), Christian Schaub (7/1), Fabian Schmitt (2), Janik Ockenfeld (1), Benjamin Oster (2).

Es fehlten Dominik Hofmann und Benedikt Prügel.

Torben Waldgenbach konnte sich mit viel Kampfkraft durch die Defensivreihe der Gäste aus der Pfalz tanken. Foto: privat

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