Politik | 14.05.2013

CDU-Stadtverband Bendorf

Stadt soll prüfen lassen

Bendorfer Christdemokraten diskutierten weitere Verbesserungen im Rheinhafen

Die CDU Bendorf besichtigte mit dem Landtagsabgeordneten Josef Dötsch und dem Geschäftsführer der Rheinhafen GmbH, Klaus Kux, den Bendorfer Rheinhafen.  privat

Bendorf. Der Bau der neuen Kaimauer im Bendorfer Rheinhafen ist schon jetzt eine Erfolgsgeschichte. Der Umschlag an festen Gütern, der in anderen Häfen rückläufig war, hat in Bendorf zugelegt; und das sogar schon während der Bauarbeiten. Nun hoffen die im Hafen tätigen Unternehmer, dass auch noch der südliche Teilabschnitt so ausgebaut wird, dass Schiffe unmittelbar an einer senkrecht abfallenden Kaimauer anlanden können. CDU-Stadtverband und Ratsfraktion trafen sich mit Bürgermeister Michael Syré und dem CDU-Landtagsabgeordneten Josef Dötsch, um mit dem Leiter der Stadtwerke und Geschäftsführer der Rheinhafen GmbH, Klaus Kux, die Lage vor Ort zu diskutieren.

Syré betonte, dass die Ausgangslage eine völlig andere sei. „Während im bereits ausgebauten Teil die 100 Jahre alte Kaimauer absolut marode war, ist hier die allerdings schräg abfallende Mauer gerade mal 40 Jahre alt und intakt“. Dass die Rheinschiffer unter einem großen Zeit- und Kostendruck stünden und deshalb lange Anlande- und Liegezeiten vermeiden müssten, gab Stadtverbandsvorsitzender Bernhard Wiemer zu bedenken. An einer senkrechten Kaimauer brauchen die Schiffsleute weniger als die Hälfte der Zeit zum Anlanden und Beladen.

Dem stimmte Klaus Kux vorbehaltlos zu und teilte mit, dass die Bendorfer Umschlags- und Speditionsgesellschaft (BUS) bereits signalisiert habe, nach einem Ausbau auch an dieser Stelle in modernes Ladegerät zu investieren, um den Umschlag zu steigern, was auch die Ufergeldeinnahmen der Stadt verbessere. Dafür, dass er sich auch tatsächlich erhöhen werde, gebe es freilich keine Garantie.

Landtagsabgeordneter Dötsch betonte, wer - auch aus Lärmschutzgründen - wolle, dass mehr Güter auf dem Wasserweg und weniger auf der Straße und Schiene transportiert würden, müsse logischerweise für die entsprechenden Voraussetzungen in den Häfen sorgen. Gerade im durch viele Züge so lärmgeplagten Rheintal sei dies ein wichtiger Aspekt.

Ratsfraktionsvorsitzender Christoph Helling meinte, hier stelle sich natürlich auch die Frage nach den Kosten und der Möglichkeit von Zuschüssen seitens des Landes, des Kreises bzw. der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Mittelrhein. Klaus Kux schätzt da mal ganz grob gerechnet mit 1,5 bis 1,7 Millionen Euro. Zum Vergleich: Die Kosten der abgeschlossenen Maßnahme beliefen sich auf rund 6,5 Millionen Euro. Allerdings ging es dabei um eine Mauerlänge von 426 Metern, während es im weiteren Abschnitt nur 300 Meter sind. Zudem wären hier die Arbeiten durch die vorhandene intakte schräge Mauer weit weniger aufwendig.

Die Christdemokraten kamen überein, einen Antrag in den Stadtrat einzubringen, um die Stadt zu beauftragen, die Maßnahme nach allen Seiten hin zu prüfen. Vor allem sei zu klären, ob mit gleichen oder ähnlichen Zuschüssen zu rechnen sei wie bei der vorhergegangenen Maßnahme. Einig waren sich Christdemokraten mit dem Reinhafen-Gesellschafts-Geschäftsführer, dass durch ein erneutes Engagement der Gesellschaft die Gewinnausschüttung an die Stadt nicht beeinträchtigt werden dürfe.

- Pressemitteilung des CDU-Stadtverband Bendorf -

Die CDU Bendorf besichtigte mit dem Landtagsabgeordneten Josef Dötsch und dem Geschäftsführer der Rheinhafen GmbH, Klaus Kux, den Bendorfer Rheinhafen. Foto: privat

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