Winterwanderung des MGV 1873 Stromberg und Frauenchor Stromberg
Strahlender Sonnenschein bescherte tolle Aussichten
Bendorf-Sayn. Das Wandern ist nicht nur des Müllers Lust, sondern auch Erholung für Seele und Kehle der Stromberger Chöre. Und so stand die jährliche Winterwanderung auf dem Programm. Bei strahlendem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel starteten die Sängerinnen und Sänger wohlgemut zu ihrer diesjährigen Winterwanderung. Ob des traumhaften Wetters hätte dieser Wandertag eher den Namen „Frühjahrswanderung“ verdient. Gestärkt mit „Westerwälder Kümmel“ machte sich so die Wandergruppe auf den Weg.
Ziel war in diesem Jahr die Sayner Hütte. Der Weg führte durch den sonnendurchfluteten Wald-Wanderweg von Stromberg nach Sayn. Vogelgezwitscher und das Plätschern des glitzernden Saynbaches vereinten sich mit dem Stimmengewirr der Wanderer zu einem fast spontan klingenden „Sprechgesang“. An dem weltbekannten Industriedenkmal angekommen, wurde die Gruppe bereits von Dietrich Schabow erwartet und begrüßt. Wie schon bei früheren MGV-Winterwanderungen hat er auch dieses Mal die neugierigen Wanderer mit seiner kompetenten und liebevollen Art die Geschichte der Sayner Hütte von der Entstehung bis zum heute angestrebten Weltkulturerbe erläutert. Besonders beeindruckend waren als Zeitzeugen die Maschinenbau-Zeichnungen des Stromberger Ingenieurs Jakob Freisberg. Filigran und bis ins kleinste Detail veranschaulichten diese Zeichnungen die Maschineneinrichtungen und die Vielfalt des Maschinenbaus.
Dieses heutige Industriedenkmal „Sayner Hütte“ war Teil einer Reihe von Bendorfer Hütten und im 19. Jahrhundert neben Berlin und Gleiwitz eines der bedeutendsten Eisengießereien in Preußen.
Hätte nicht die Zeit „im Nacken“ gesessen, hätte man ihm noch gerne länger zugehört. Auf dem anschließenden weiteren Wanderweg zum Café Kleudgen kam bei allen nochmals die Bewunderung für dieses nach der Haager Konvention geschützte Denkmal auf. Nach der süßen und wohlverdienten Stärkung führte die Wanderung weiter über den Kirchpfad mit dem tollen Blick ins Brexbachtal und den Rheingraben, bergan Richtung Heimat.
Zum geselligen Abschluss kehrte man dann in Stromberg in der Gaststätte „Zum Dorfglöckchen“ ein, um beim gemeinsamen Abendessen diesen schönen „Sängerwandertag“ ausklingen zu lassen. Noch lange saß man in froher Runde beisammen und ging auseinander mit dem Wunsch, dass im kommenden Jahr wieder alle mitgehen können, wenn es am Samstag nach Karneval (21. Februar 2015) wieder heißt: MGV 1873 Stromberg und Frauenchor Stromberg gehen auf Wanderschaft.