Allgemeine Berichte | 13.05.2014

Spendenziel seit 2001 sind 150.000 Euro

Südindieninitiative leistet tatkräftige Hilfe

Region. Trotz der Erkrankung des Leiters der Initiative leistete diese auch Anfang 2014 tatkräftige Hilfe: Im Mai konnten fast 4.000 Euro nach Südindien transferiert werden. Das Gesamtspendenaufkommen im vergangenen Jahr betrug mehr als 15.000 Euro, sodass seit Gründung der Initiative im Jahr 2001 der stolze Betrag von 143.518,86 Euro nach Indien überwiesen werden konnte.

Die Initiative, die sich bewusst nicht als Verein versteht, hat es sich bekanntermaßen zum Ziel gesetzt, armen und bedürftigen indischen Schulkindern, den Besuch einer weiterführenden Schule zu ermöglichen.

Die Förderung durch „ISI“ entfällt, sobald das Mädchen/der Junge die Schulausbildung erfolgreich abgeschlossen hat, in der Regel mit circa 16 Jahren. Vor Ort sorgt ein indischer Priester, Father Balashowrry, dafür, dass die Spendengelder zweckgerecht verwandt werden. Er wählt auch die Kinder aus, die der Förderung am meisten bedürfen. Gegenüber dem indischen Staat ist sichergestellt, dass aufgrund der karitativen Zielsetzung die Gelder ohne Abzüge in Südindien ankommen.

Einzelpersonen oder Familien, die bereit sind, eine Patenschaft zu übernehmen, erhalten zu Beginn ein Foto des von ihnen ausgewählten Patenkindes sowie in der Regel Infos über die Familie. Die Religionszugehörigkeit ist dabei zweitrangig.

Die meisten Inder sind Hindus (80Prozent), es folgen Moslems (11 Prozent) sowie Christen. Die meisten Christen gibt es in Südindien.

Indien ist ein riesiges Land mit einer Bevölkerung von 1,3 Milliarden Menschen. Allein bei den kürzlich stattgefundenen Kongresswahlen waren 815 Millionen Inder wahlberechtigt, darunter 150 Millionen Erstwähler. Dementsprechend sind die Probleme im Land vielfältig: Es gibt zweifellos Reiche und Superreiche, die der Hilfe nicht bedürfen. Viel Armut gibt es vor allem in Südindien und auf dem Lande.

Zahlreiche Bauern begingen dort in den letzten Jahren Selbstmord, weil sie nicht mehr in der Lage waren, die hohen Preise zu bezahlen. Dazu kommt eine auch bei uns zunehmende Trockenheit, die den Grundwasserspiegel zunehmend absinken lässt. Auch die Patenschule in Mothkur, nicht weit von Hydarabat entfernt, wird durch eine Flussleitung mit Wasser zusätzlich versorgt, die natürlich auch regelmäßig gewartet werden muss.

Die Initiative ISI hofft, noch in diesem Jahr das Spendenziel von 150.000 Euro zu erreichen oder übertreffen zu können.

Wer sich angesprochen fühlt und ein Patenkind oder ein Projekt fördern möchte, setzt sich mit dem Leiter der Initiative in Verbindung : K.H. Brink, Kirchhofsweg 9, in 56170 Bendorf, Tel. (0 26 22) 1 39 58, E-Mail an Karl-Heinz.Brink@online.de. Förderer erhalten am Ende des Jahres eine Spendenbescheinigung.

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