Allgemeine Berichte | 17.06.2014

21. Auflage von „Jedem sayn Tal“ fand bei strahlendem Sonnenschein statt

Tausende freuten sich über das traditionelle Radevent im Sayntal

Tausende freuten sich über das traditionelle Radevent im Sayntal

Sayntal. Es war einfach traumhaft: Radeln bei idealem Wetter von Ort zu Ort durch die wunderschöne Natur entlang des Saynbachs. Die 21. Auflage von „Jedem sayn Tal“ konnte wohl besser kaum sein. Das sahen tausende Bürger auch so und machten sich oft mit Kind und Hund auf die 25 Kilometer lange, für Motorfahrzeuge gesperrte B 413 zwischen Selters und Bendorf.  Und viele Vereine und Gruppen entlang des Saynbachs sorgten mit Aktionen für ein wirklich tolles Event.

Nach Radfahrergottesdienst in Selters und Startschuss durch die Bürgermeister der Verbandsgemeinden Selters, Dierdorf, Ransbach-Baumbach und der Stadt Bendorf als Veranstalter war die auto- und motorradfreie Strecke dann für Radfahrer, Inlineskater und Fußgänger acht Stunden lang reserviert. Schon in Selters sorgten Bands, Tanzgruppen und ein verkaufsoffener Sonntag für das richtige Umfeld.

B 413 war durch den großen Andrang teilweise blockiert

Im Großmaischeider Ortsteil Kausen hatten sich die Ortsvereine einiges einfallen lassen. Die Frauen hatten nicht nur Kaffee und Kuchen, sondern auch 360 Portionen Döppekooche zubereitet, der reißenden Absatz fand und schon kurz nach Mittag komplett an die Frau bzw. den Mann gebracht worden war.

Da die Sitzgelegenheiten auf den vielen Festzeltbänken (Es gab untern anderem auch noch Bratwurst, Pommes und natürlich Getränke) nicht ausreichten, nahmen viele Radler einfach auf dem Gras am Straßenrand Platz. Schließlich begeisterte noch die Bläserklasse der Nelson-Mandela-Schule aus Dierdorf mit ihrer Musik und Kinder hatten Spaß auf der Hüpfburg. Dadurch und den großen Andrang war die B 413 fast blockiert. Radfahrer mussten absteigen und ihr Gefährt mühsam durch die Menschen und Zweiräder schieben. An der sieben Kilometer langen Strecke bis Isenburg machten einige Erlebnistag-Teilnehmer einfach Picknick am Straßenrand oder hatten für Kind und Hund vor einer Schutzhütte Decken zum Sonnen und Faulenzen ausgebreitet. Mancher stoppte auch auf einer Brücke über den Saynbach und ließ die Seele baumeln, in dem er einfach nur aufs Wasser schaute. 

In Isenburg gab es keine verstopfte Bundesstraße, denn die Angebote standen auf dem großen Platz. Dort bot der Verschönerungsverein heiße Fleischwurst aus einer Gulaschkanone, nato-olive-farben mit der Aufschrift US-Army, an.

„Die gehört uns“, betonte der Mann am Fleischwurstkessel, „die kam 1964 von der NVA aus der DDR nach Deutschland und wurde dann umgespritzt.“ Auch in Isenburg gab es die üblichen Speisen, Kaffee und Kuchen und natürlich einen Bierbrunnen, an dem auch alkoholfreie Getränke im Angebot waren.  In Isenburg freuten sich Kinder auf einer veritablen Hüpfburg, während die Erwachsenen sich an den Ständen des Naturparks Rhein-Westerwald oder des Dierdorfer Hallenbads „Aqua Fit“ informieren konnten.

Auf der etwa zehn Kilometer langen Strecke bis Bendorf  kamen einem oft so viele Radfahrer entgegen, dass man nur überholen konnte, wenn kein Gegenverkehr herrschte. Für das Fernhalten der Motorfahrzeuge hatten an den Einmündungen Feuerwehrleute durch Sperrungen gesorgt. An einigen Stellen standen Sanitäter von DRK und Malteser-Hilfsdienst mit Fahrzeugen oder Zelt, um im Ernstfall sofort helfen zu können. Bis Mittag hatten die Helfer nichts zu tun, doch nachmittags waren sie elf Mal im Einsatz. Eine Frau war mit ihrem Fahrrad so schwer gestürzt, dass sie sogar ins Krankenhaus gebracht werden musste.

In Bendorf-Sayn, je nach Betrachtung Ende oder Anfang von „Jedem sayn Tal“, spielte im Biergarten die Jazzcombo der Kreismusikschule Mayen-Koblenz, während gegenüber Kinder in der Verkehrsschule der Polizei richtiges Verhalten beim Radfahren lernten. Es war also für jeden etwas dabei, denn schließlich heißt dieses Event ja auch „Jedem sayn Tal“.

     

Nahezu blockiert war die B413 in Kausen durch Radfahrer und deren Zweiräder.

Wer in Kausen etwas zu Essen haben wollte musste anstehen Der Andrang war einfach zu groß.

Pause auf einer Brücke über den Saynbach. Fotos: HEP

Mit Picknick am Straßenrad steigerten einige Radler ihren Erlebnistag.

Tausende freuten sich über das traditionelle Radevent im Sayntal
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