Im Bendorfer Klärwerk wurde auch die 2. Blockheizkraftanlage erneuert
Technik auf hohem Niveau Umwelt schonen – Kosten senken
Bendorf. Durch geringeren Gasverbrauch die Umweltverträglichkeit verbessern und durch die Eigenerzeugung von Energie Geld einsparen sind Ziele, die sich die Stadtwerke Bendorf selbst gesetzt haben. Mit Erfolg, wie nun festgestellt werden kann, denn mit der Erneuerung des Blockheizkraftwerks 2 in der Kläranlage wurde ein weiterer großer Schritt in diese Richtung getan. „Die Investition in Höhe von 120.000 Euro wird sich bereits innerhalb von zwei Jahren amortisiert haben und danach werden die laufenden Kosten deutlich sinken“, betonten der Erste städtische Beigeordnete Bernhard Wiemer und Stadtwerksleiter Klaus Kux. Das beim Abbauprozess im Faulturm der Anlage freiwerdende Methangas muss aufgrund seines hohen Treibhauseffekts aufgefangen und verbrannt werden. Ein Blockheizkraftwerk wandelt die dabei entstehende Wärme in elektrische Energie um. Im Bendorfer Klärwerk wurden bereits 1989 zwei solcher Blockheizkraftwerke in Betrieb genommen. Das Heizwerk 1 lief bis 2001, ehe es erneuert wurde. Als das gleiche 2013 für das Heizwerk 2 anstand, schlug die Stadtverwaltung dem Werksausschuss die Erneuerung des defekten Kraftwerks vor. Anfang 2014 wurde die Erneuerung an Angriff genommen und inzwischen fertiggestellt. Zwei sechszylindrige Gasmotoren erbringen nach Auskunft des Klärwerksleiters Wolfgang Nett jeweils eine Leistung von 100 KW/h, deren Stromenergie an Ort und Stelle genutzt wird – beispielsweise zum Beheizen des Verwaltungsgebäudes und der Biomasse im Faulturm. Optimal für die bakterielle Zersetzung und damit Reinigung der Abwässer sind 39 Grad. „Mit dieser Maßnahme können der Zukauf von Gas und Strom und die Betriebskosten wesentlich gesenkt, die Umwelt geschont werden, was letztlich auch den Bürgern zugutekommt“, freute sich Bernhard Wiemer. Die Steuerung der Anlage erfordert ein hohes technisches Knowhow, denn dem jeweiligen Bedarf entsprechend reicht der Betrieb eines Kraftwerks aus; das zweite kann aber jederzeit zugeschaltet werden. Wolfgang Nett ist allerdings froh, dass durch die technischen Neuerungen die Gesamtanlage nicht nur übersichtlicher und platzsparender geworden ist, sondern auch auf die örtlichen Bedürfnisse individuell zugeschnitten wurde. Zudem kommunizierten die beiden Blockheizkraftwerke automatisch miteinander.
Pressemitteilung der
Stadtwerke Bendorf