Stadtjugendring Bendorf e.V.
Teilnahme am Hearing des 2. Kinder-/Jugendberichts
Bendorf. Der zweite Kinder- und Jugendbericht Rheinland-Pfalz befindet sich aktuell in Arbeit. Die inhaltliche Entwicklung hierfür leistet die Universität Koblenz-Landau. Um die Schwerpunktthemen „Jugend“ und „Jugendarbeit“ möglichst breit zu beleuchten, wurden und werden Expertenanhörungen, sogenannte Hearings, organisiert. Zum Themenkomplex „Jugendverbandsarbeit/ehrenamtliches und bürgerschaftliches Engagement“ wurde jüngst der Stadtjugendring Bendorf e.V. eingeladen, Stellung zu beziehen.
Geschäftsführerin Ines Lindemann-Günther nutze diese Chance und berichtete in Mainz über die Arbeit des Stadtjugendrings und den Herausforderungen und Konflikten in der Jugendverbandsarbeit. So hat der Dachverband zwar steigende Mitgliederzahlen und kann auf viele erfolgreiche Aktionen verweisen, aber auch hier machen sich die wahrnehmbaren Veränderungen wie demografische Entwicklung, Veränderung gesellschaftlicher Strukturen und das allgemeine Zerfasern der Lebensbereiche bemerkbar.
Eine zentrale Frage hieraus ist, ob das Ehrenamt heute noch attraktiv ist. „Nach Meinung des Stadtjugendringes ist dies so, wenn weiterhin gewährleistet ist, das Ehrenamt selbstbestimmt, partizipativ und demokratisch geschieht und nicht rein kompensatorischen Nützlichkeitsdenkens unterworfen ist“, so Ines Lindemann-Günther.
Die Geschäftsführerin unterstrich abschließend, dass jugendliches ehrenamtliches Engagement mehr Anerkennung und Unterstützung benötigt. Das Ehrenamt hat einerseits einen großen volkswirtschaftlichen Wert, ermöglicht aber insbesondere das Erlernen und Verfeinern wichtiger Schlüsselqualifikationen, insofern muss gesellschaftlich daran festgehalten und gegebenenfalls Unterstützungsarbeit geleistet werden. Hier wurden im Rahmen des Hearings konkrete Lösungsvorschläge unterbreitet.
Der Stadtjugendring hofft nun, dass die vorgestellten und diskutierten Inhalte Berücksichtigung bei der Erstellung des zweiten Kinder- und Jugendberichts Rheinland-Pfalz finden.
Pressemitteilung des
Stadtjugendrings Bendorf