Feuerwehr Bendorf
Training der Einsatzfahrer
Bendorf/Koblenz.. Das Fahren eines Feuerwehrfahrzeuges unter Einsatzbedingungen stellt an seine Fahrer hohe Anforderungen. Stress, Hektik, Aufregung, unkalkulierbares Verhalten der weiteren Verkehrsteilnehmer, Verantwortung für Fahrzeug und Mannschaft, ungewohntes Fahrzeug bzw. wenig Fahrpraxis auf diesem Fahrzeug sind nur einige Punkte mit denen der Fahrer eines Feuerwehrfahrzeugs bei der Einsatzfahrt umgehen können muss. Deshalb ist es notwendig, dass die Fahrer ihr Fahrzeug sicher beherrscht. Neben regelmäßigen Übungs- und Geschicklichkeitsfahren mit langsamem Tempo, Bewusstseinsbildung auch in Form von theoretischen Unterweisungen ist auch das Fahrsicherheitstraining eine Möglichkeit, um mit dem Feuerwehrfahrzeug vertrauter zu werden. „Die Feuerwehr kann nur helfen, wenn sie selbst die Einsatzstelle sicher erreicht“, ist dabei oberster Parameter. Unter diesem Motto besuchten erstmals einige Maschinisten der Feuerwehr Bendorf ein Fahrsicherheitstraining für LKWs. Die Maßnahme fand auf dem Übungsgelände des ADAC im Koblenz Industriegebiet Wallersheim statt. Für die praktischen Übungen wurden die Original-Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Bendorf genutzt, welche die Maschinisten bereits kennen und bei Feuerwehreinsätzen auch fahren. Im Detail waren das die neuen Fahrzeuge aus Sayn mit dem Hilfeleistungslöschfahrzeug 10/10, aus Stromberg war das mittlere Löschfahrzeug dabei, sowie das kreiseigene Tanklöschfahrzeug TLF 24/48 mit dem Standort in Mülhofen. Zunächst wurde in einer Gesprächsrunde diskutiert, worauf es beim sicheren Fahren besonders ankommt. Die Teilnehmer konnten eigene Erfahrungen aus dem Alltag und Erwartungen an das Sicherheitstraining einbringen. Dann ging es auf die Übungsstrecke zum praktischen Teil. Hier konnten und sollten die Teilnehmer die Fahrzeuge und ihr fahrerisches Können gezielt an die Grenzen bringen. Unter Anleitung eines erfahrenen Trainers wurde beispielsweise das Bremsen und Ausweichen auf regennasser und glatter Fahrbahn geübt. Verschiedene Fahr- und Bremsmanöver, vor allem natürlich die Gefahrenbremsung, sowie deren Auswirkungen auf das Fahrverhalten, wurden probiert. Alle Teilnehmer waren von den unterschiedlichen Reaktionen der verschiedenen Fahrzeugtypen überrascht, bei der Nachbesprechung waren sich dann alle einig: Im Alltag, insbesondere bei brenzligen Situationen, sind die Maschinisten jetzt wieder etwas sicherer unterwegs. Das Fahrsicherheitstraining soll im nächsten Jahr weiteren Feuerwehrangehörigen angeboten werden. Die Teilnehmer aus den Bendorfer Feuerwehreinheiten waren Daniel Kahl und Maik Zumbusch aus Bendorf, Ingo Hahn, Tobias Hilgert und Jens Weber aus Mülhofen, Markus Kuhnen, Marc Metzler und Wolfgang Nett aus Sayn sowie Patrick Berg, Martin Nestmann und Alexander Tkatschenko aus Stromberg. -PS-
Auch das Einsatzfahrzeug wurde auf die Probe gestellt.