Heimspieldebüt von Sayn II im Sayntal
Und sie spielen noch!
Sayn. Wer kennt sie nicht? Eberhard Berhausen, Klaus Splettstößer, Mike Helsper, Rüdiger Döll und viele andere mehr - das sind in Sayn bekannte Namen, wenn es um Fußball geht. Und seit diesem August spielen sie wieder in der Sayntal-Arena. Was ist geschehen? Nachdem der SV Blau-Weiß Sayn sich im Mai dieses Jahres entschlossen hatte, erstmals seit Jahren wieder eine eigene Herrenmannschaft zu melden, stieg das Interesse der Sayner am Herrenfußball sprunghaft an. Immer mehr wollten sich wieder ein Trikot überstreifen und aktiv für den SV Sayn auflaufen. Das ermunterte den Vereinsvorstand, kurzfristig eine zweite Herrenmannschaft (Sayn II) zu melden. In dieser Mannschaft gruppieren sich um Routinier Gerhard Heinz alias Lill begeisterte Fußballspieler aus Sayn, die nicht von ihrem Hobby lassen wollen, auch wenn das Geburtsdatum schon etwas zurückliegt. Die Jüngsten sind es in Sayn II nicht, aber sicher die Erfahrensten und Sportverrücktesten: „Wir bringen durchaus etliche Jahrzehnte an Lebensjahren auf den Platz und spielen daher oft gegen viel jüngere und körperlich fittere Teams, aber wir wollen zusammen Fußball spielen und eine Mannschaft entwickeln“, erläutert Trainer Lill. Für ihn und seine Mannen ist es aber auch wichtig, tatkräftig am Vereinsleben und an den Vereinsaktivitäten teilzunehmen. Zwei Spiele haben sie nun bereits hinter sich. Zum Saisonauftakt ging es nach Waldesch, wo man sich nur sehr knapp mit 1:2 geschlagen geben musste. Zum Heim-Debüt am vergangenen Samstagabend stand mit dem Team aus Spay ein konditionell sehr fitter und junger Gegner auf dem Platz. Unerwartet forsch eröffneten die Hausherren das Spiel und kamen nach einigen sehenswerten Angriffen zu einer frühen 1:0-Führung durch einen eleganten und platzierten Distanzschuss von Mike Helsper. Danach gaben die Sayner das Heft zu sehr aus der Hand und in der Folge erhöhten die Spayer kontinuierlich den Druck auf das Sayner Tor. Dies führte zu Treffern für die Gäste, die ihren Vorsprung Tor für Tor ausbauten, bis es am Ende 1:6 hieß. Dabei täuscht das auf dem Papier wenig erfreuliche Ergebnis darüber hinweg, dass die Sayner zu keiner Minute aufsteckten und munter mitspielten. Es gab auch noch etliche Chancen für die Gastgeber, aber der Ball wollte nicht mehr für die Blau-Weißen über die Spayrer Torlinie rollen. Für Team-Manager Stefan Köther stehen daher weniger die Gegentore als vielmehr die anhaltende Spielfreude und das spielerische Engagement im Vordergrund: „Klar hätten wir uns zum Heimspiel-Auftakt mehr eigene Tore gewünscht, aber wir müssen uns auch nicht verstecken: Der Mannschaftsgeist entwickelt sich prächtig und das spielerische Engagement hält unvermindert an. Wir schauen erhobenen Hauptes nach vorne.“ Recht so!
Bei der Begegnung gegen Spay spielten die Sayner munter mit.