Deutsch-Türkische Begegnung in der Moschee
Unterschiede und Gemeinsamkeiten
Bendorf-Mülhofen. Bereits zum elften Mal in Folge besuchten die vierten Klassen der Bodelschwingh-Grundschule im Rahmen des Religionsunterrichts die türkische Moschee Yeni Cami in Bendorf-Mülhofen. Nach ihrer Ankunft in der Moschee besichtigten die Bodelinos zunächst den Gebetssaal der Moschee, in dem sie vom Hodscha und auch vom Gemeindevorsteher, Erol Zengin, begrüßt wurden. Dort angekommen erhielten die Kinder von Gül Kekec und Gülistan Serbest Informationen über die Bedeutung des Gebetsraums. So wurde erklärt, dass die Muslime kein Bild von Mohammed in der Moschee haben dürfen, dafür aber hübsche Kalligrafien, die an den Propheten erinnern sollen. Natürlich mussten alle Anwesenden vor dem Betreten des heiligen Raumes ihre Schuhe ausziehen. Bereits im Vorfeld hatten sich die Kinder innerhalb des Religionsunterrichts mit dem Thema Islam beschäftigt. Dabei wurden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen einer Kirche und einer Moschee herausgestellt. Außerdem wurde auf die fünf Säulen des Islam als grundsätzliche Glaubenshandlungen eingegangen. Der Besuch des Gebetsraums der Moschee sollte Gelegenheit geben, dass Gelernte zu vertiefen. Deswegen hatten die Kinder am Ende die Möglichkeit, Fragen an den Hodscha zu stellen. So wurde geklärt, warum Muslime immer in Richtung Mekka beten oder wie genau sich der Gebetsruf der Muslime anhört. Eine wirklich tolle Gelegenheit die Inhalte des Religionsunterricht im vierten Schuljahr auf anschauliche Weise zu vertiefen. Abschließend lobte der Hodscha die vielen wissbegierigen Kinder und bedankte sich für den Besuch. Danach waren alle Bodelinos und Lehrkräfte noch in den Speisesaal der Moschee eingeladen. Dort gab es eine leckere Erfrischung. Den Kontakt zu diesem Besuch vermittelte der Türkisch-Lehrer der Grundschule, Oguzhan Oguz. Der Schulleiter der Bodelschwinghschule, Michael Wetzlar, zeigte sich nach dem Besuch hocherfreut über den neuerlichen Kontakt: „Jeden Tag gehen viele Kinder auf ihrem Weg in die Schule an der Moschee vorbei, ohne zu wissen, was das Haus eigentlich für ihre Schulfreunde muslimischen Glaubens bedeutet. Durch diesen Besuch erreichen wir ein besseres Verständnis füreinander.“ Auch in der Zukunft sollen nach Meinung aller Beteiligten deutsch-türkische Begegnungen stattfinden. Einige Aktionen befinden sich für das Jahr 2015 bereits in der näheren Planung.
Zeigten sich wieder einmal sehr erfreut über den gelungenen deutsch-türkischen Kontakt:Türkischlehrer Oguzhan Oguz, Gemeindevorsteher Erol Zengin, Hodscha der muslimischen Gemeinde, Yeni Cami, Religionslehrerin Marita Stettler, Schulleiter Michael Wetzlar, Religionslehrerin Astrid Rennings, Mitglieder der Moscheegemeinde Gül Kekec und Gülistan Serbest. Foto: privat
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