Allgemeine Berichte | 14.08.2026, 09:28 Uhr

Aktion an der Medardus-Grundschule

Viertklässler setzen sich für mehr Verkehrssicherheit ein

Gelungene Gemeinschaftsaktion an der Medardus-Schule.
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Bendorf. Es ist viertel vor acht am Donnerstagmorgen. Vor der Medardus-Grundschule herrscht reger Verkehr. Autos fahren vor, Kinder steigen aus, andere Fahrzeuge suchen nach einem Parkplatz. Mittendrin: die Schülerinnen und Schüler der Klasse 4a. Gemeinsam mit der Polizei Bendorf und dem Ordnungsamt Bendorf nehmen sie an der Verkehrssicherheitsaktion „Rücksicht macht Schule“ teil – und haben dabei eine klare Botschaft: Weniger Verkehr und mehr Rücksicht vor der Schule sorgen für mehr Sicherheit für alle Kinder.

Ausgestattet mit gelben Warnwesten und sogenannten „Denkzetteln“ sprechen die Viertklässlerinnen und Viertklässler Autofahrerinnen und Autofahrer an. Sie machen auf problematische Verkehrssituationen aufmerksam und erklären, warum falsch abgestellte Fahrzeuge gerade vor der Schule gefährlich sein können. Die Kinder wissen aus eigener Erfahrung, worauf es ankommt: Parkende Autos können die Sicht versperren, ein hohes Verkehrsaufkommen macht das Überqueren der Straße schwieriger und unübersichtliche Situationen bergen insbesondere für jüngere Schülerinnen und Schüler Gefahren.

Die Aktion wurde im Vorfeld gemeinsam mit der Klassenlehrerin Katharina Hahn und Verkehrssicherheitsberaterin Nicole Heinrich von der Polizeiinspektion Bendorf vorbereitet. Dabei wurde die Verkehrssituation rund um die Medardus-Schule besprochen und das Vorgehen der Kinder abgestimmt, die voller Vorfreude auf die ersten „Elterntaxis“ erwarteten, um ihren Standpunkt zu verdeutlichen.

Durch Eltern, die ihre Kinder möglichst nah am Schuleingang absetzen möchten, kommt es zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen und damit zu unübersichtlichen Situationen. Auch vor der Medardus-Schule ist die Verkehrslage insbesondere zu Schulbeginn angespannt.

Dabei könnten viele Kinder ihren Schulweg gut zu Fuß bewältigen. Wer etwas weiter von der Schule entfernt aussteigt und den letzten Teil des Weges zu Fuß zurücklegt, entlastet den unmittelbaren Bereich vor dem Schulgebäude. Für die Kinder bedeutet der Schulweg zu Fuß zudem Bewegung an der frischen Luft und die Möglichkeit, wichtige Erfahrungen für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr zu sammeln.

Dass die Botschaft bei der Aktion von Kindern selbst vermittelt wird, ist dabei ganz bewusst gewählt. Ein „Denkzettel“ aus Kinderhand kann eine andere Wirkung entfalten als ein erhobener Zeigefinger von Polizei oder Ordnungsamt.

Die Kinder machten gemeinsam mit Polizei und Ordnungsamt auf problematische Verkehrssituationen aufmerksam.

Die Kinder machten gemeinsam mit Polizei und Ordnungsamt auf problematische Verkehrssituationen aufmerksam. Foto: Medardus-Grundschule

Gelungene Gemeinschaftsaktion an der Medardus-Schule. Foto: Medardus-Grundschule

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