Allgemeine Berichte | 05.04.2013

Kreis schulte Jäger in Vorschriften der Lebensmittelkontrolle

Vom heimischen Wald auf den Teller

Heimisches Wildbret hat Top-Qualität

Kreis MYK. . Ob Wildschwein, Hirsch oder Reh: Jährlich bringen die Jäger in Deutschland mehr als 20.000 Tonnen Wildbret von heimischen Tieren auf den Markt. Wie mittlerweile fast überall im Bundesgebiet, so belegt auch im Landkreis Mayen-Koblenz das Wildschwein den ersten Platz beim Wildfleisch. Die Kreisverwaltung schulte erneut Jäger in wichtigen Hygiene- und Fleischkont-rollvorschriften.

Nicht nur zu Weihnachten: Wildschweinfleisch erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Es ist arm an Fett und reich an Eiweißen, Mineralstoffen und Vitaminen. Gerade in Zeiten von Lebensmittel- und Futtermittelskandalen kommt noch hinzu, dass Verbraucher ein Konsumverhalten entwickeln, welches bewusst auf Nahrungsmittel ausgerichtet ist, die qualitativ hervorragend sind sowie unter ökologisch und ethisch einwandfreien Bedingungen erzeugt werden. Dr. Rudolf Schneider, Leiter der Mayen-Koblenzer Veterinärbehörde, bringt es auf den Punkt: „Mehr Bio geht nicht. Heimische Wildtiere führen ein artgerechtes Leben, wachsen stressfrei in ihrem natürlichen Lebensraum auf, sie fressen nur, was ihnen schmeckt und werden nicht mit Antibiotika oder Hormonen behandelt.“ Sobald ein Wildschwein vom Jäger erlegt wird, handelt es sich um ein hochwertiges Lebensmittel, welches strengen Anforderungen an Hygiene- und Lebensmittelvorschriften unterliegt, die sich nicht von denen in einem Schlachtbetrieb für andere Nutztiere unterscheiden. „Wie beim Hausschwein ist neben der Untersuchung der inneren Organe oder dem Einhalten der Kühlkette bei jedem einzelnen Wildschwein eine amtliche Trichinenüberprüfung Pflicht“, so Schneider. Das Wildschweinfleisch wird von einem Untersu-chungsinstitut in einem aufwendigen Verfahren anhand von Proben aus dem Muskelgewebe untersucht. Mussten früher die Wildschweine zur Probenentnahme zu einem amtlich bestellten Fleischbeschauer gebracht werden, so dürfen mittlerweile speziell ge-schulte Jäger die Proben selbst entnehmen. „Das hat den Vorteil, dass unnötig lange Transportwege unter nicht optimalen Bedin-gungen entfallen“, erklärt der Veterinär. In der gut besuchten Schulung im Kreishaus wurde den Jägern unter anderem vermittelt, was sie bei der Abgabe von Wildfleischprodukten an den Verbraucher beachten müssen und wie die Trichinenproben zu entnehmen sind. Nach der Veranstaltung waren sich die Teilnehmer einig: „Wir müssen und wollen gut ausgebildet sein, denn unser Wildbret ist ein wertvolles Produkt, das gesund ist und lecker schmeckt!“

Weitere Infos zu lebensmittelrechtlichen Fragen bei Rudolf Schneider, Tel. (02 61) 1 08-4 59 oder per Mail: ru-dolf.schneider@kvmyk.de . Bezugsquellen von Fleisch aus heimischen Wäldern finden Interessierte im Internet unter www.wild-aus-der-region.de, auf vielen Wochenmärkten oder auch bei Jägern in der Nachbarschaft.Pressemitteilung

Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

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