Drei Bands begeisterten beim 29. Bendorfer Weihnachtsrockfestival in der Stadthalle
Vor dem Fest ging rockig die Post ab
Bendorf. Etwa 600 Besucher waren begeistert vom 29. Weihnachtsrockfestival in der Bendorfer Stadthalle. Organisiert hatte das Event die Arbeitsgemeinschaft Bendorfer Rockfestival mit Michael Enchelmaier an der Spitze. Der gemeinnützige Verein, der auch für andere Rockfestivals in Bendorf verantwortlich ist, hat zwischen 16 und 25 Mitglieder und organisiert ausschließlich non-profit-Veranstaltungen.
Damit die Kosten für das Weihnachtsrockfestival, schließlich traten die drei Bands „Big Dig2, „Music Monks“ und „667 The Neighbour of the Beast“ auf, gedeckt waren, sorgten knapp 40 freiwillige Helfer für Organisation, Bewirtung und die Cocktailbar im Eingangsbereich. „Da sind viele freiwillige Helfer beteiligt, die die Sache gut finden und das Festival unterstützen“, erklärte Michael Enchelmaier. So hatte man auch in Eigenleistung die Stadthalle weihnachtlich dekoriert und eine aufwendige Technik installiert.
Kein Wunder, dass sich die Gäste so richtig wohl fühlten, vor allem bei „Big Dig“. Das sind sieben Cowboys aus dem Raum Koblenz/Mayen, die mit außergewöhnlichen Coverversionen im Cowrock-Style begeisterten. Mit Kühen hat Cowrock nichts zu tun, denn diese Musiker im speziellen Outfit verwandelten angesagte Hits in trashige Cowboy-Songs und erhielten am Ende ihres tollen Auftritts tosenden Beifall vom Publikum.
„Music Monks“ heißt das zweite Studioalbum der Berliner Reggae/Dancehall-Gruppe „Seeed“, das im Juni 2003 veröffentlich wurde. Und 2009 gab sich eine Seeed-Tribute-Band aus dem Raum Aschaffenburg den Namen „Music Monks“. Diese elf Musiker verwandelten die Bendorfer Stadthalle wegen der tanzenden Menge in eine verschwitzte Dancehall, während die Bassattacken der Band über die riesigen Lautsprecher die Magengruben massierten mit Reggae, Dub, Ska, Funk und Hip-Hop.
Eine weitere Tribute-Band ist „667 – The Neighbour of the Beast“, angelehnt an das dritte Studioalbum der 1975 gegründeten britischen Heavy-Metal-Band Iron Maiden „The Number of the Beast“ (engl. für: „Die Zahl des Biestes“). Da mit eiserner Jungfrau (Iron Maiden) auch ein Folterinstrument bezeichnet wird, wollten die fünf Musiker aus Fulda, sie gründeten ihre Band 1998, ihrem Namen entsprechendes hinzufügen. 666 bezeichnet den Satan und 667 ist also noch böser. Das war die Gruppe in Bendorf aber keineswegs, denn man merkte ihnen den Spaß am Spielen und der Musik an, die größtenteils aus den im Heavy Metal üblichen rhythmischen Modellen, Riffs und Powerchords aufgebaut ist.
Jedenfalls gab es wieder großes Lob für die Organisatoren des Bendorfer Weihnachtsrockfestivals, denn hier ging rockig die Post ab, und viele Besucher freuen sich schon auf die 30. Auflage in diesem Jahr.