Stadtverwaltung Bendorf
Waldausschuss unterwegs im Bendorfer Wald
Bendorf. Nicht nur trockenes Zahlenwerk beim einstimmigen Beschluss der Forstwirtschaftspläne stand auf der Tagesordnung einer Sitzung des Waldausschusses. Bei einer sehr informativen Waldbegehung zeigte Johannes Biwer, seit Dezember 2013 Leiter des Forstreviers, die Vielfalt der Baumarten des Bendorfer Waldes. Beträgt bundesweit der Anteil an Nadelholz 56 Prozent, in Rheinland-Pfalz 40 Prozent des Baumbestandes, sjnd dies in Bendorf 35 Prozent. Fast zwei Drittel der Bäume im Stadtwald sind gesunde Laubbäume, über die Hälfte hiervon Buche. Auf rund 80 ha Fläche, auf denen in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts Bims ausgebeutet wurde, stehen heute zahlreiche Edellaubholzbestände wie Bergahorn, Kirsche, Linde, Eiche, Roteiche, Rotbuche. Hier wird in der nächsten Zeit durchforstet werden, damit die dann verbleibenden Bäume gegenüber möglichen Windwürfen stabiler sind und zu Qualitätsholz wachsen können. Durch das fortgeschrittene Alter der Bestände lässt sich bereits gewinnbringendes Energieholz gewinnen. Um dieses Holz zu schlagen, ist es jedoch erforderlich, die in die Jahre gekommenen Trassen aus der Zeit der Bimsausbeute, die für die Forstmaschinen erforderlich sind, mit einer Planierraupe wieder befahrbar zu machen. Der Waldausschuss beauftragte einstimmig die Verwaltung, diese „Bermen“ als Maschinenwege auszubauen.
Ebenso einstimmig erfolgte der Beschluss, dass das Nauorter Floss, ein Gewässer 3. Ordnung, das durch Starkregenereignisse im August sehr stark erodiert ist, verbessert werden soll. Weil hier auch zu weiten Teilen die Gemarkungsgrenze zwischen Nauort und Bendorf betroffen ist, wurde der Förster Johannes Biwer beauftragt, mit der Gemeinde Nauort Gespräche aufzunehmen.
Pressemitteilung
der Stadtverwaltung Bendorf