Bendorfer Karl-Fries-Schüler nutzten Assessment-Center
Wie Eierflugmaschinen einen Job sichern könnten
Bendorf/Neuwied. „Assessment-Center“ als Instrument zur Personalauswahl innerhalb eines Bewerbungsverfahrens sind in der heutigen Zeit normal. In Prüfungssituationen theoretischer Wissenstests und praktisch gestellten Aufgaben soll man sich gegen ihre Mitbewerber stellen. Neben der Bewältigung der gestellten Aufgaben geht es dabei auch um die Herangehensweise zur Lösung der Herausforderungen. Teamfähigkeit der Bewerber und Umsetzung eigener Interessen werden dabei trainiert. Stimmen diese Aspekte mit der Unternehmensphilosophie einer Firma überein, hat ein Kandidat gute Chancen, eine vakante Stelle zu besetzen. Für viele - vor allem jüngere - Teilnehmer, ist das Assessment-Center jedoch verbunden mit Prüfungsängsten und innerem Druck. Nicht zuletzt durch die ständige Überwachung ihrer Person und Begutachtung ihres Tuns mit der anschließenden scharfen Kritik. Dies setzt ihnen natürlich zu. Daher ist es empfehlenswert, mit einer solchen Situation testweise vorher in Kontakt zu kommen. An einem solchen Test konnten über siebzig Schülerinnen und Schüler der Karl-Fries Realschule in Bendorf an der food akademie Neuwied GmbH teilnehmen. Thematisch ging es natürlich dabei rund um den Handel besonderer Waren. Ausrichter der Veranstaltung war die Handelsbetriebswirtsklasse der food akademie, die im Rahmen ihres Studiums die eigenständige Planung, Organisation und Durchführung der Veranstaltung zu leisten hatte. Neben den Vorbereitungen und der Gastgeberrolle hatten sie auch die Rolle der Prüfer zu übernehmen. Sechs Gruppen wurden gebildet. Diese hatten neben einem Wissensquiz und dem NASA-Spiel einen Parcours durch den Lehr-Supermarkt der food akademie zu meistern. Dabei mussten die Aspiranten Produktkennzeichnungen auf ihre Richtigkeit überprüfen, einen Bestell- und Liefervorgang nachstellen und eine Handelsmarke für einen Energy-Drink entwerfen. Die Teamaufgabe war der Bau einer „Eierflugmaschine“. Hierbei muss das Ei unbeschadet den Boden erreichen, und nur wenige Hilfsmittel dürfen dafür benutzt werden. Erschwerend kam hinzu, dass dieser gebaute Apparat in Konstruktion und Funktion vor den Prüfern gerechtfertigt werden musste. Nachdem der Prüfungsteil abgeschlossen war, wurden in Feedbackgesprächen die Ergebnisse bekannt gegeben. Im Namen der Handelsbetriebswirte verabschiedete Sebastian Jacob die begeisterte Schülergruppe. Es war ein durchaus positiver Tag für beide Seiten. -PS-
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