Beim „Lotto Cup“mussten im Freizeitbad Tauris zehn lustige Wettkampfarten absolviert werden
Wie ein Hamster im Rad übers Wasser
TV Urbar setzt sich als Siegerverein durch
Mülheim-Kärlich. „War das anstrengend“, keuchte Susanne Wolf vom TV Urbar und schnappte nach Luft, da sie vollkommen außer Atem war. Zuvor war sie mit einem riesigen, leicht aufgeblasenen Ball wie ein Hamster im Rad über das Wasser eines Schwimmbeckens gelaufen, gekrabbelt und auch gefallen. Und am Beckenrand standen die Wettbewerbsrichter, die die Zeit für den „Wassermarsch“ (einmal Schwimmbeckenwand und zurück) exakt notierten.
Dieser „Wassermarsch“ war eine der zehn Wettkampfarten, die beim „Lotto Cup der Vereine 2015“ im Mülheim-Kärlicher Freizeitbad „Tauris“ absolviert werden mussten. Sieben Vereine und Gruppen mit insgesamt 200 Mitgliedern waren der Einladung von Lotto Rheinland-Pfalz und dem Radiosender „Antenne Koblenz“ zu diesem Wettkampf gefolgt. Schließlich gab es als Hauptpreis für den siegreichen Verein 1.000 Euro, die die Volksbank Mittelrhein gestiftet hatte. Aber nicht nur das Geld, sondern vor allem den Spaßfaktor hatten sich die Organisatoren auf die Fahne geschrieben. Und sichtlich Spaß hatten die Teilnehmer dieses „Lotto Cups“.
So auch beim „Bullriding“, bei dem spätestens bei Stufe drei jeder mehr oder weniger elegant von dem künstlichen „Bullen“ flog. Gut gehalten hatte sich Christina Nickenig, Trainerin sowie Frauen- und Pressewartin bei der Box-Union Weißenthurm, die dafür von ihren Vereinskameraden gelobt wurde. Ziemlich nass wurden manche Teilnehmer beim sogenannten „Eimerrennen“. Hier mussten mit Wasser gefüllte Eimer in einer Schlange möglichst schnell weitergegeben werden, so wie einst bei der Brandbekämpfung in der Frühzeit der Feuerwehren. Schwierig war das „Stand Up Paddling“. Auf einem kippeligen Surfbrett musste stehend mit einem langen Paddel im Schwimmbecken ein Parcours bewältigt werden, was oft an den engen Wendepunkten scheiterte. Darüber hinaus gab es noch die Disziplinen „Wassernudelrennen“, „Schatztauchen“, „Torwandschießen“, „Tauziehen“, „Wettnageln“ und „Hau den Lukas“.
Nach Abschluss der Wettbewerbe gab es im Außengelände des Freizeitbads noch ein Grillfest und auf der eigens errichteten Bühne trat „Sidewalk“ auf. Die im Jahre 1998 im Raum Koblenz gegründete Cover-Band spielt noch immer in der Ur-Besetzung. „Sidewalk“, eine Marke unter den Top- 40 Bands im Südwesten Deutschlands, begeisterte auch auf dem Tauris-Gelände wieder zahlreiche Fans.
Bei der lustigen Wassereimerkette wurde mancher doch etwas nass. Fotos: HEP
Wie ein Hamster im Rad lief Susanne Wolf vom TV Urbar in einem Ball übers Wasser.
