Politik | 16.03.2015

Biotonnenabfrage bei MYK-Bürgern im Gespräch - Verwaltung bittet um Geduld bei Anfragen

Wie groß soll die Biotonne sein?

Kreis MYK. Ununterbrochen klingeln die Telefone bei der Abfallwirtschaft des Landkreises Mayen-Koblenz. „Sobald die Gebührenbescheide in den Briefkästen der rund 65.000 Bürger landen, kommen viele Rückfragen. Das sind wir auch von den Vorjahren gewohnt“, erklärt Carsten König, Referatsleiter der Abfallwirtschaft im Kreishaus. „In diesem Jahr haben wir mit den Gebührenbescheiden ein gesondertes Formular versandt, auf dem der Bürger ankreuzen kann, welche Größe seine Biotonne ab 2016 haben soll. Das sorgt für zusätzlichen Klärungsbedarf.“

Hinter der Biotonnenabfrage steckt die Umstellung auf ein das neue Abfallwirtschaftskonzept. Dies bringt neben anderen Abfallbehältern auch eine Umstellung der Gebühren ab 2016 mit sich. Über die Gebührensatzung allerdings wird erst am Montag, 23. März, im Kreistag beratschlagt und beschlossen.

„Mit der frühzeitigen Abfrage zur Biotonne wollen wir den Bürgern die Möglichkeit geben, frühzeitig mitzubestimmen. Denn schließlich ist die Menge des Bioabfalls nicht an der Anzahl der Personen festzumachen. So kann ein Ein-Personen-Haushalt durchaus eine große Tonne benötigen, wenn er einen großen Garten hat. Wer sich nicht zurückmeldet, dem liefert die Verwaltung im Herbst ein Gefäß auf Grundlage der Personenanzahl aus“, weiß der Erste Kreisbeigeordnete Burkhard Nauroth. „Natürlich möchte der Bürger nun wissen, wie hoch seine gesamten Gebühren ab 2016 sind. Diese Frage können wir jedoch erst nach der Kreistagssitzung beantworten“, so Nauroth weiter.

Die Abfallwirtschaft ist bemüht, alle Fragen zu den neuen Biotonnen sachlich und schnell zu beantworten, bittet aber um Geduld. E-Mail-Postfächer quillen über, 150 Anrufe auf der Anrufliste pro Sachbearbeiter am Tag sind keine Seltenheit. „50 Telefonate pro Tag sind zu schaffen“, erklärt Diana Huth, Sachbearbeiterin im Kreishaus. „Wenn eine Nummer auf unserer Anruferliste erscheint, dann rufen wir selbstverständlich zurück.“ Das Problem: Das Telefonsystem im Kreishaus erfasst maximal 30 Nummern. Hier bitten die Mitarbeiter schlicht um Geduld: „Wenn wir uns nicht melden, dann bitte einfach nochmal anrufen.“

Bei acht Sachbearbeitern, die für die Gebührenveranlagung zuständig sind, plus vier Umweltberater, sind weit über 1000 Anrufe täglich zu bewältigen. Hinzu kommen Bürger, die den persönlichen Kontakt suchen und sich vor Ort beraten lassen.

Auch die vielen Kisten mit Antworten auf die Biotonnenabfrage müssen bearbeitet werden. Die Briefe müssen alle geöffnet und gesichtet werden. Die Verwaltung geht davon aus, dass rund 30.000 Bürger das Formular zur Biotonne zurückschicken.

Trotz vieler Rückfragen: Rückmeldungen reichen von „endlich ein verursachergerechtes Abfallsystem“ bis hin zu „ökologisch wertvoll“. „Wir haben noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten“, ergänzt König. „In den nächsten Wochen wird genau das passieren. So wird es bald beispielsweise einen Gebührenrechner auf der neuen Internetseite geben. Außerdem bitten wir, die Berichterstattung in den kommenden Wochen aufmerksam zu verfolgen.“

Wer zudem wissen will, wie die Gefäße aussehen, der kann zu den gewohnten Öffnungszeiten ins Kreishaus, 4. Stock, kommen und sich die Behälter anschauen. Ein Informationsblatt mit den Maßen der neuen Tonnen findet man auch auf der Internetseite unter www.mayen-koblenz/Unsere Themen/Abfall & Entsorgung.

Pressemitteilung der

Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

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