Elf Gesellen der Schreiner-Innung Koblenz-Rhein-Mosel der HwK freigesprochen
"Willkommen bei den Profis"
Koblenz. Stolz präsentierte Lena Arens im Atrium des Zentrums für Ernährung und Gesundheit (ZEG) der Handwerkskammer (HwK) Koblenz einem interessierten Publikum ihr Gesellenstück, ein Board aus Eiche und Glas mit zwei Schubfächern. Lena, die ihr Handwerk in der Schreinerei Hammes in Morshausen gelernt hat, zählt zu den elf Tischlergesellen, die jetzt im BUGA-Pavillon der HwK Koblenz ihre Gesellenbriefe erhielten. Ihre Zukunftspläne möchte Lena, die das drittbeste Prüfungsergebnis erreichte, nicht verraten. Nur so viel: „Die abgeschlossene Handwerkslehre eröffnet zahlreiche berufliche Chancen im Handwerk und ist eine solide Basis, darauf aufzubauen.“
„Der Tischler braucht technisches Verständnis, geschickte Hände, clevere Ideen und viel Fantasie. Jetzt gilt es für Sie, die in der Lehrzeit vermittelten Fertigkeiten und Kenntnisse täglich anzuwenden“, so Obermeister Rolf Hendgen zur Freisprechungsfeier der Schreiner-Innung Koblenz-Rhein-Mosel. „Willkommen bei den Profis. Sie sind jetzt Teil des deutschen Handwerks und haben bundesweit fünf Millionen Berufskollegen“, begrüßte Bernd Hammes, Leiter des ZEG, die jungen Tischler. Er übermittelte auch die Glückwünsche von Präsident Werner Wittlich, Hauptgeschäftsführer Alexander Baden und des Vorstands der HwK. „Sie haben die erste Stufe in Ihrem Handwerk erfolgreich bestiegen“, betonte Hammes. Er forderte die frisch gebackenen Tischlergesellen auf, sich „nicht auf Erreichtem auszuruhen“, sondern „ständig am Ball zu bleiben“. Die Handwerkskammer biete dazu individuelle Weiterbildungskonzepte an. Dem schloss sich Karlheinz Gaschler, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft (KHS) Mittelrhein, in seinem Grußwort an. „Lernen ist ein lebenslanger Prozess. Wer damit aufhört, bleibt stehen.“ Hammes und Gaschler dankten den Ausbildungsbetrieben, den Ausbildern in den überbetrieblichen Lehrgängen, der Berufsschule und den Mitgliedern der Gesellenprüfungsausschüsse für ihr Engagement und die Begleitung der jungen Leute auf ihrem beruflichen, „manchmal auch steinigen“ Weg. Das duale Ausbildungssystem, das Zusammenspiel von Ausbildungsbetrieb, Schule und überbetrieblicher Ausbildung sei ein wichtiger Garant gegen Jugendarbeitslosigkeit, unterstrich Jürg Zerwas, Bereichsleiter der Berufsbildenden Schule Technik, in Koblenz. Die Freisprechung im passenden Ambiente des HwK-BUGA-Pavillons wurde dann von Lehrlingswart Frank Nollen, dem Vorsitzenden des Gesellenprüfungsausschusses Stefan Kobiela sowie Obermeister Rolf Hendgen durchgeführt. Als Innungsbeste wurden ausgezeichnet: Sascha Koch, Ausbildungsbetrieb Volker Hinteregger, Mülheim-Kärlich; Tamara Schirra, Ausbildungsbetrieb Holzwerkstätten Frensch GmbH, Koblenz; Lena Arens, Ausbildungsbetrieb Schreinerei Hammes GmbH, Morshausen.
Zum Gruppenfoto stellten sich die drei Innungsbesten Lena Arens, Tamara Schirra und Sebastian Koch (v.v.l.) mit Karlheinz Gaschler von der KHS Mittelrhein, Obermeister Rolf Hendgen, mit dem Prüfungsausschussvorsitzendem Stefan Kobiela, Lehrlingswart Frank Nollen, Berufsschullehrer Rüdiger Linde, ZEG-Leiter Bernd Hammes und dem Leiter des HwK-Bauzentrums Rudolf Müller.Foto: HwK Koblenz
