CDU Stadtverband Bendorf
Winterwanderung mit vielen Infos
Hafen, Wasserwerk und das idyllische Großbachtal wurden besucht
Bendorf. Die Winterwanderung des CDU-Stadtverbands Bendorf war in diesem Jahr besonders intensiv mit kommunalpolitischen Informationen verbunden. Stadtverbandsvorsitzender Bernhard Wiemer konnte überraschend viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßen, darunter auch den Landtagsabgeordneten Josef Dötsch und Alt-Bürgermeister Hajo Stuhlträger, und etliche interessierte Gäste. Beim ersten Haltepunkt im Bendorfer Rheinhafen erläuterte Wiemer, dass der Hafen, der sich zu 100% Prozent im Besitz der städtischen Rheinhafen GmbH befindet, für die Stadt und die heimische Wirtschaft von größter Bedeutung ist. An der Rheinhafen GmbH ist die Stadt Bendorf mit 90% und die Firma Kann mit 10% beteiligt. Die Rheinhafen GmbH erwirtschafte jährlich einen Reingewinn von 350 000 bis 400 000 Euro, der in die Rücklage fließe oder an die beiden Gesellschafter ausgeschüttet werde. Natürlich habe man in den zurückliegenden Jahren mit großer Unterstützung des Landes, des Landkreises und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Mittelrhein hohe Investitionen tätigen müssen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Hafens zu erhalten bzw. noch zu erhöhen, aber diese Investitionen hätten sich gelohnt, betonte Wiemer. Und für die nahe Zukunft sei eine Erneuerung der Kaimauer auch in ihrem letzten noch ausstehenden Drittel geplant. Das letzte hat Wort über den weiteren Ausbau habe der Stadtrat. Beim zweiten Stopp am Bendorfer Wasserwerk in der Rheinau ging es um die städtische Trinkwassergewinnung in der Höhe von jährlich rund 890 000 Kubikmetern. Fakt ist, dass dieses Wasser zu fast zwei Dritteln in der Bendorfer Rheinau und zu einem Drittel aus den Quellen im Groß- und Wenigerbachtal geschöpft wird. Doch das Recht der Wassergewinnung in der Rheinau war bereits im Jahr 2000 ausgelaufen. Obwohl die Stadt Bendorf bereits 1999 einen Antrag auf Erlaubnis der weiteren Wasserförderung in der Rheinau gestellt hatte, dauerte es bis 2010, ehe es zu ersten Gesprächen mit der zuständigen Struktur- und Genehmigungsdirektion kam. Diese ergaben 2015, dass die Struktur- und Genehmigungsdirektion zu der Einschätzung kam, dass wegen der vorhandenen Vielzahl an störenden Anlagen (Tanklager, Bundesstraße, Bahnlinie sowie weiteren Objekten im Bendorfer Hafen) mit einem sehr hohen Gefährdungspotential in unmittelbarer Nachbarschaft zur Wassergewinnung Rheinau, auch unter erhöhten Anstrengungen für Schutz- und Abwehrmaßnahmen, die verbleibenden Risiken auf Dauer immer noch oberhalb dem Maß zu erwarten wären, wie es für ein nachhaltiges Schutzniveau wünschenswert und in der wasserwirtschaftlichen Daseinsvorsorge auch geboten sei. Um eine grundsätzliche, langfristige, ausreichende, qualitativ sichere und möglichst preiswerte Sicherstellung der Versorgung der Bendorfer Bevölkerung mit Trinkwasser zu erreichen, habe der Stadtrat entschieden, das benötigte Wasser künftig beim günstigsten Anbieter - das waren die Stadtwerke Neuwied - einzukaufen. Die Wassergewinnung aus den Quellen im Großbachtal und Wenigerbachtal soll weiterhin erhalten bleiben, betonte Bernhard Wiemer. Nach den Informationen kam das Vergnügen. Per Bus fuhren die Teilnehmer zur alten Ziegelei auf dem Langenberg und wanderten von dort aus durch das Großbachtal. Unterwegs verwöhnte Werner Dietz die Wanderer mit Schmalzbroten und Getränken, ehe es zur Einkehr im „Bendorfer Brauhaus“ kam.
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