Rheinisches Eisenkunstguss-Museum
Zarte Wunderwerke aus Eisen
Inszenierter Vortrag und Kinderprogramm
Bendorf.Das Rheinische Eisenkunstguss-Museum ist am 25. Februar in die Saison 2015 gestartet. Die Dauerausstellung ist ab sofort wieder täglich zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet und rückt 2015 bei der Auswahl der Ausstellungsstücke besonders das Jubiläum 200 Jahre Preußen am Rhein in den Fokus, - auch im Rahmen seiner Sonderveranstaltungen. Den Veranstaltungsreigen beginnt das Museum mit dem Kinderprogramm Tausendschön und Eisenkrönchen am Mittwoch, 8. April und Donnerstag, 9. April, jeweils von 14.30 bis 16.30 Uhr. Hier erleben die Kinder zwischen fünf und zehn Jahren zuerst das Erzähltheater und gehen im Anschluss auf Entdeckungsreise durch das Eisen-Museum im Schloss Sayn und den Garten der Schmetterlinge. Es wird um Anmeldung in der Tourist-Info bis zum 7. April unter Telefon (02622) 90 29 13 gebeten. Unter dem Titel „Fer de Berlin - Berliner Eisen aus Sayn“: „...so als träte man aus einem turbulenten Faschingsfest in die Stille eines Wintermorgens“ präsentiert das Rheinische Eisenkunstguss-Museum nicht nur für die Damenwelt einen inszenierten Vortrag der besonderen Art mit Stephanie Geifes und Gloria Otthoff am Donnerstag, dem 16. April, ab 19 Uhr (Eintritt Museum und Vortrag 5 Euro): „Preußen vor 200 Jahren. Die Damenwelt war aufgerüttelt. Mutig befreiten sie sich aus ihren engen Korsetts und trugen stattdessen selbstbewusst die erotischste Kleiderform der Modegeschichte: Das hauchdünne und hochgegürtete Empirekleid. Dazu legten die modernen und modebewussten Frauen demonstrativ filigranen Eisenschmuck an, der als „Fer de Berlin“ oder „Berlin Iron“, ganz Europa und sogar Übersee eroberte. Aber was hat die preußischen Damen dazu bewogen, den Eisenschmuck dem glänzenden Goldschmuck vorzuziehen und sogar ihren emotionalsten Schatz, den Ehering, gegen einen wertlosen Eisenring einzutauschen? Lag es an dem missverstandenen Aufruf von Prinzessin Marianne von Preußen oder doch an der „Fashion Queen“ Königin Luise? Eines ist sicher: Eisenschmuck hat bis heute an Faszination nichts verloren und „…es ist als träte man aus einem turbulenten Faschingsfest in die Stille eines Wintermorgens“ (Martin Sperich).