Ausstellung des Journalisten Klaus Ridder in der „Galerie auf der Kegelbahn“ in Remagen
-115 Jahre „Caratsch“ - 60 Jahre Motorsportfotografie
Remagen/Nürburgring. Der erste „Große Preis von Deutschland“: 1927 auf dem Nürburgring. Es war die Fortsetzung einer motorsportlichen Erfolgsstory. Sie hatte einen Namen: Rudolf Caracciola, Rennsportlegende, geboren 1901 in Remagen. Ihm zu Ehren treffen sich im 115. Geburtsjahr erneut Dutzende von Motorsportfans am 27. August an der Rheinpromenade in Remagen. 1957 war es Juan Manuel Fangio, der mit seinem Sieg auf dem Nürburgring beim Großen Preis von Deutschland in die Rennsportgeschichte eingehen sollte, und Michael Schumacher gewann in der „Grünen Hölle“ 1995 gar den „Großen Preis von Europa. Ein begeisterter Motorsportfan war seit 1956 auf dem Ring immer mit seiner Kamera dabei: Der heute 75-jährige Klaus Ridder aus Siegburg hat sie alle festgehalten, die großen Ereignisse der Motorsportgeschichte. Ihn konnte der Remagener „Rudolf-Caracciola-Club“ (RCC) mit seinem Vorsitzenden R. D. Meißner gewinnen, im 115. Geburtsjahr des legendären „Titan am Steuer“ seine Motorsportfotografien der Öffentlichkeit vorzustellen. Ab Samstag, 13. August, ist die großartige Motorsportausstellung des Journalisten in der „Galerie auf der Kegelbahn“ in der „Kulturwerkstatt“ zu sehen. Zuvor wird Klaus Ridder am 11. August um 18 Uhr einen Überblick über seine Sicht „60 Jahre Motorsport“ geben. Die Besucher können miterleben, wie in Amerika 1997 der „Indy-Porsche“ seine ‚Pole Position‘ herausfuhr und ein damals unbekannter Fahrer namens Gerhard Berger 1984 in Monza den ersten WM-Punkt für das deutsche ATS-Team holte. Ridder wird sich erinnern an den „Großen Preis von Monaco“ bei dem 1997 in der ersten Runde gleich drei Deutsche unter den ersten Vier lagen und Michael Schumacher dann das legendäre Regenrennen gewann. All diese Motorsportereignisse und viele mehr hat der Siegburger mit der Kamera festgehalten. Seine ersten Motorsportaufnahmen machte er übrigens 1954 beim Eilenriede-Rennen in Hannover als 13-Jähriger.
In seiner Ausstellung „60 Jahre Motorsportfotografie“ zeigt Klaus Ridder seine Bilder. Neben Porträts von M. Hawthorn, H. J. Stuck, Wolfgang Graf Berghe von Trips und anderen sowie Rennaufnahmen von Schumacher, Rosberg, Rindt und Vettel kann der Motorsportfreund auch alles über legendäre Motorradrennen erfahren. Ridder hat über den Nürburgring zwei Bücher geschrieben, hatte Ausstellungen in den Filialen der Kreissparkasse, im Bundesverkehrsministerium, natürlich im Museum am Nürburgring sowie im Rathaus der Stadt Siegburg. Ein weiteres Buch ‚90 Jahre Nürburgring – 60 Jahre live dabei‘ ist in Vorbereitung. Eine besondere Verbindung hat Klaus Ridder zu Rudolf Caracciola. Er sah ihn erstmals 1957 im Fahrerlager des Nürburgrings und später noch einmal während seiner Lehrzeit bei Mercedes Benz. In seiner Ausstellung zeigt Ridder auch Bilder des Mercedes SS aus dem Jahre 1929, mit dem Caracciola die Tourist Trophy in Belfast gewann.
Die Ausstellung in der „Galerie auf der Kegelbahn“ ist geöffnet vom 13. August bis 4. September, Samstag und Sonntag, 15 bis 17 Uhr.
Seit 60 Jahren verfolgt Klaus Ridder die Motorsportszene und ihre Protagonisten mit der Kamera.
