Allgemeine Berichte | 04.07.2026

Eröffnung des Königsbacher Altstadtfest auf der Bühne an der Liebfrauenkirche

03.07.: Bürgermeisterin Kranz eröffnet feierlich das 51. Altstadtfest

Neue Bürgermeisterin der Stadt Koblenz Frau Dr. Dagmar Kranz

Koblenz. Pünktlich mit dem Glockenschlag der Liebfrauenkirche begann die feierliche Eröffnung des diesjährigen Königsbacher Altstadtfest 2026 auf der Bühne „unner dä Zwiwwelstärm“.

Die große Koblenzer Karnevalsgesellschaft GKKG hat wieder in Zusammenarbeit mit der Stadt Koblenz ein sehr gut durchorganisiertes Fest auf sieben Plätzen quer durch die Altstadt vorbereitet.

Nach der Begrüßung durch das Organisationsteam der GKKG hatte nach Ihren ersten drei Tagen im Amt die neue Bürgermeisterin Frau Dr. Dagmar Kranz die Ehre das traditionelle Fest rund um den Kern der historischen Altstadt zu eröffnen.

Sehr sympathisch sprach sie zu den Gästen vor der Bühne an der „Owerpfarrkerch“ und beschrieb die Altstadt in ihrer kurzen Ansprache als die Seele der Stadt Koblenz.Zusammen mit Detlev Port von der Bitburger Braugruppe eröffnete sie mit dem Fassanstich und zwei kräftigen Schlägen am Königsbacher Holzfass das 51. Altstadtfest. Nicht so ganz pünktlich wie eigentlich geplant ging es dann im Bühnenprogramm weiter als nach dem gemeinsamen Singen der Koblenzer Stadthymne „Dat Kowelenzer Schängelche“ eigentlich nahtlos der nächste Festakt zelebriert werden sollte. Der Laudator zur Verleihung des Moddersprochpreis wurde vermisst. Großes Lob an die beiden Brüder Christian und Daniel Ferber, die es schafften eine lange Wartezeit mit Altstadtgeschichten, Dialog mit dem Publikum und vor allem mit richtig gutem und schnell improvisierten Livegesang von Daniel zu überbrücken. Als dann Stephan Otto nach cirka 50 Minuten auf der Bühne eintraf, war der Grund zur Verspätung schnell erklärt. Nach seiner Aussage war der Stau auf der Autobahn, wo er feststeckte, alleine nur dadurch entstanden, dass viele tausend Besucher noch rechtzeitig zum Fest nach Koblenz kommen möchten. Die Entschuldigung wurde gerne mit Augenzwinkern angenommen! Nun kam es zur Laudatio durch ihn, welcher selbst im vergangenen Jahr 2025 mit dem ehrenden kleinen „Sprachrohr“ ausgezeichnet wurde und jetzt auch in seiner Rede etwas spannend machte wer es denn dieses Jahr sein wird. Er ehrte mit seinen Worten aber zuerst Manfred „Manni“ Gniffke, der über lange Jahrzehnte immer wieder das Altstadtfest mit seiner einmaligen Ausstrahlung formte und beeinflusste. In Reimform fuhr er fort: „Unsere Moddersprochpreisträger is in Kowelenz och schon wer, wor Prinz im Dahl un bei der Tuss och Funktionär!“ Spätestens bei der Aussage „Och et is dä Ed“ erkannten dann schon viele im Publikum wer der Preisträger ist. Eduard Casel, lange schon aktiv im Karneval und bei der TUS Koblenz, war Prinz Karneval 1993 und steht ganz und gar zu seiner Koblenzer Heimatsprache. Nach der feierlichen Überreichung des Preises durch die GKKG Christian Ferber bedankte sich Eduard Casel für den Moddersprochpreis und hielt eine sehr emotionale Rede in der er deutlich machte, dass er seit 75 Jahren nicht nur in Kowelenz lebt, sondern die Stadt auch tief in seinem Herzen trägt. “Unser Platt ist Heimat, ist Erinnerung und Kindheit, das ist Lebensart! Alles muss schneller werden, englischer und digitaler. Aber Heimat kann man nicht digitalisieren! Was wär Kowelenz ohne unser Moddersproch!“ Der auszeichnende Preis zeigt, dass die Muttersprache in Koblenz noch lebt und das es noch Menschen gibt, die diese schwätze und an die nächsten Generationen weitergeben möchten. Herzlichen Glückwunsch Eduard Casel zum Moddersprochpreis 2026! SCH

Preisträger des Moddersprochpreis 2026: Eduard Casel

Preisträger des Moddersprochpreis 2026: Eduard Casel Foto: SCH

Laudator Stephan Otto

Laudator Stephan Otto Foto: SCH

Neue Bürgermeisterin der Stadt Koblenz Frau Dr. Dagmar Kranz Foto: SCH

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Image Anzeige
Gläser
Blaulichtfest in Grafschaft-Ringen, 11. – 12.07.26
10 Jahre HSH Heizung Sanitär Herschbach in Bad Neuenahr-Ahrweiler
Anzeige Alles für die Schule
Anzeige KW 27
Empfohlene Artikel
Mitten in der Altstadt von Koblenz, dort wo Touristen und Einheimische gerne stehen bleiben, steht er: der Schängelbrunnen.
155

Koblenz. Seit 1941 plätschert er auf dem Willi-Hörter-Platz in der Altstadt vor sich hin. Oder besser gesagt: er spuckt sich tapfer durch die Jahrzehnte. Dieser Brunnen ist aber kein stilles Wasserspiel, sondern wie ein echter Koblenzer ein wahres Original. Original: frech, unbeeindruckt und leicht verschmitzt. Lesen Sie den kompletten Artikel im BLICK aktuell-RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Symbolbild.
177

Koblenz. Die Deutsche Bahn wird ab 10. Juli bis 12. Dezember auf der rechten Rheinseite an der Strecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden Gleise, Weichen sowie Signale erneuern. Zudem modernisiert sie außerdem 36 Bahnhöfe auf diesem Abschnitt im Rahmen der geplanten Totalsperrung. In diesem Zug wird unter anderem der Bahnhof im Koblenzer Stadtteil Ehrenbreitstein an heutige Bedürfnisse angepasst.

Weiterlesen

Foto: Ralph Künzel
206

Koblenz. Wenn Kikki Kichererbse, Willi Grünkohl und Pinki Ringelstrumpf durch die Flure eines Krankenhauses oder Seniorenheims ziehen, verändert sich die Atmosphäre oft innerhalb weniger Augenblicke. Wo eben noch Sorgen, Schmerzen oder Einsamkeit den Alltag bestimmten, erklingen plötzlich Lachen, Gesang oder ein leises Schmunzeln. Lesen Sie den kompletten Artikel im BLICK aktuell-RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Klassenlehrerin Vanessa Prezio begleitete die Präsentation.
423

Drei Kochbücher, zwei Tische und ein Kettcar

Erste Achtklassarbeiten an der Freien Waldorfschule Mayen präsentiert

Mayen. Drei Kochbücher, zwei Tische und ein Kettcar – der älteste Jahrgang der noch jungen Freien Waldorfschule Mayen hat in diesem Schuljahr einen besonderen Meilenstein erreicht. Erstmals präsentierten die Schüler der achten Klasse ihre sogenannten Achtklassarbeiten vor Familien und Lehrern in der gut besuchten Gemeindehalle in Mayen-Hausen.

Von Carsten Liersch

Weiterlesen