Eröffnung des Königsbacher Altstadtfest auf der Bühne an der Liebfrauenkirche
03.07.: Bürgermeisterin Kranz eröffnet feierlich das 51. Altstadtfest
Koblenz. Pünktlich mit dem Glockenschlag der Liebfrauenkirche begann die feierliche Eröffnung des diesjährigen Königsbacher Altstadtfest 2026 auf der Bühne „unner dä Zwiwwelstärm“.
Die große Koblenzer Karnevalsgesellschaft GKKG hat wieder in Zusammenarbeit mit der Stadt Koblenz ein sehr gut durchorganisiertes Fest auf sieben Plätzen quer durch die Altstadt vorbereitet.
Nach der Begrüßung durch das Organisationsteam der GKKG hatte nach Ihren ersten drei Tagen im Amt die neue Bürgermeisterin Frau Dr. Dagmar Kranz die Ehre das traditionelle Fest rund um den Kern der historischen Altstadt zu eröffnen.
Sehr sympathisch sprach sie zu den Gästen vor der Bühne an der „Owerpfarrkerch“ und beschrieb die Altstadt in ihrer kurzen Ansprache als die Seele der Stadt Koblenz.Zusammen mit Detlev Port von der Bitburger Braugruppe eröffnete sie mit dem Fassanstich und zwei kräftigen Schlägen am Königsbacher Holzfass das 51. Altstadtfest. Nicht so ganz pünktlich wie eigentlich geplant ging es dann im Bühnenprogramm weiter als nach dem gemeinsamen Singen der Koblenzer Stadthymne „Dat Kowelenzer Schängelche“ eigentlich nahtlos der nächste Festakt zelebriert werden sollte. Der Laudator zur Verleihung des Moddersprochpreis wurde vermisst. Großes Lob an die beiden Brüder Christian und Daniel Ferber, die es schafften eine lange Wartezeit mit Altstadtgeschichten, Dialog mit dem Publikum und vor allem mit richtig gutem und schnell improvisierten Livegesang von Daniel zu überbrücken. Als dann Stephan Otto nach cirka 50 Minuten auf der Bühne eintraf, war der Grund zur Verspätung schnell erklärt. Nach seiner Aussage war der Stau auf der Autobahn, wo er feststeckte, alleine nur dadurch entstanden, dass viele tausend Besucher noch rechtzeitig zum Fest nach Koblenz kommen möchten. Die Entschuldigung wurde gerne mit Augenzwinkern angenommen! Nun kam es zur Laudatio durch ihn, welcher selbst im vergangenen Jahr 2025 mit dem ehrenden kleinen „Sprachrohr“ ausgezeichnet wurde und jetzt auch in seiner Rede etwas spannend machte wer es denn dieses Jahr sein wird. Er ehrte mit seinen Worten aber zuerst Manfred „Manni“ Gniffke, der über lange Jahrzehnte immer wieder das Altstadtfest mit seiner einmaligen Ausstrahlung formte und beeinflusste. In Reimform fuhr er fort: „Unsere Moddersprochpreisträger is in Kowelenz och schon wer, wor Prinz im Dahl un bei der Tuss och Funktionär!“ Spätestens bei der Aussage „Och et is dä Ed“ erkannten dann schon viele im Publikum wer der Preisträger ist. Eduard Casel, lange schon aktiv im Karneval und bei der TUS Koblenz, war Prinz Karneval 1993 und steht ganz und gar zu seiner Koblenzer Heimatsprache. Nach der feierlichen Überreichung des Preises durch die GKKG Christian Ferber bedankte sich Eduard Casel für den Moddersprochpreis und hielt eine sehr emotionale Rede in der er deutlich machte, dass er seit 75 Jahren nicht nur in Kowelenz lebt, sondern die Stadt auch tief in seinem Herzen trägt. “Unser Platt ist Heimat, ist Erinnerung und Kindheit, das ist Lebensart! Alles muss schneller werden, englischer und digitaler. Aber Heimat kann man nicht digitalisieren! Was wär Kowelenz ohne unser Moddersproch!“ Der auszeichnende Preis zeigt, dass die Muttersprache in Koblenz noch lebt und das es noch Menschen gibt, die diese schwätze und an die nächsten Generationen weitergeben möchten. Herzlichen Glückwunsch Eduard Casel zum Moddersprochpreis 2026! SCH
Preisträger des Moddersprochpreis 2026: Eduard Casel Foto: SCH
Laudator Stephan Otto Foto: SCH
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Neue Bürgermeisterin der Stadt Koblenz Frau Dr. Dagmar Kranz Foto: SCH