Allgemeine Berichte | 15.09.2025

1.000. Einsatz: First Responder des DRK OV Treis-Karden e.V. erreicht besonderen Meilenstein

„Die schnelle Erstversorgung kann im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden. Wir sind stolz, dass wir seit sieben Jahren so verlässlich Hilfe leisten können“, betonte der Arzt des Teams, Dr. Theodor Kastor. Foto: DRK Treis-Karden

Treis-Karden. In diesen Tagen erreichte die First-Responder-Gruppe des DRK-Ortsvereins Treis-Karden einen besonderen Meilenstein: den 1.000. Einsatz seit ihrer Gründung Ende Juli 2018. Damit zeigt diese ehrenamtliche Einheit eindrucksvoll, wie unverzichtbar sie für die schnelle medizinische Erstversorgung in der Region geworden ist.

Das Team besteht aktuell aus zehn aktiven Mitgliedern – einem Arzt, vier Rettungssanitätern, einem Rettungshelfer und vier Sanitätern. Gemeinsam stellen sie sicher, dass in Notfällen binnen kürzester Zeit qualifizierte Hilfe vor Ort ist, noch bevor der reguläre Rettungsdienst eintrifft.

„Die schnelle Erstversorgung kann im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden. Wir sind stolz, dass wir seit sieben Jahren so verlässlich Hilfe leisten können“, betonte der Arzt des Teams, Dr. Theodor Kastor.

Helfen, wenn jede Minute zählt

Inzwischen werden die Ehrenamtlichen circa 200 Mal pro Jahr in die Ortschaften Treis-Karden, Pommern, Müden, Moselkern, Lieg und Lütz alarmiert. Mit einer Abdeckungsquote von über 90 Prozent sind sie fast immer zur Stelle – und das, obwohl sie ihre Einsätze in der Freizeit leisten. Hinter jedem Alarm stehen Menschen, die ihre Familienaktivitäten, ihre Arbeit oder den wohlverdienten Schlaf unterbrechen, um anderen zu helfen.

„Es zeigt uns, wie wichtig unser ehrenamtliches Engagement für die Bevölkerung ist – und motiviert uns, auch weiterhin rund um die Uhr bereit zu stehen“, erklärte der Bereitschaftsleiter Jonas Büchel.

Der 1.000. Alarm am 12. September 2025 verlief glücklicherweise glimpflich, markierte für das Team aber einen Moment des Innehaltens. Hinter dieser Zahl stehen Schicksale, Familien, Leben – und das Vertrauen der Bevölkerung.

Blick in die Zukunft

Für die kommenden Jahre hat die Gruppe klare Pläne: Das Einsatzfahrzeug, welches bei nahezu jedem Notruf mit vor Ort ist und gerade bei Verkehrsunfällen ein entscheidendes Plus an Sicherheit bringt, wird mit weiterem Material ausgestattet. So können die Helfer auf die zunehmende Anzahl und Vielfalt der Einsätze noch besser reagieren.

„Wir wollen für alle Situationen bestmöglich vorbereitet sein – von der Reanimation bis zum schweren Unfall. Dafür investieren wir nicht nur Zeit und Herzblut, sondern auch in die richtige Ausstattung“, erläutert Kevin Schmitt.

Dabei ist vielen Bürgerinnen und Bürgern nicht bewusst, dass der Ortsverein durch die Einsätze keine Einnahmen erzielt. Ganz im Gegenteil: Die laufenden Kosten für Fahrzeug, Ausbildung, Ausrüstung und Material sind erheblich und müssen durch andere Tätigkeiten – wie etwa Sanitätsdienste bei Veranstaltungen – querfinanziert werden. Umso höher ist der Wert des ehrenamtlichen Engagements zu bewerten.

Auch von der Bevölkerung und den Kommunen gibt es viel Anerkennung. Denn ohne dieses Engagement, so sind sich viele einig, wäre die rettungsdienstliche Versorgung im ländlichen Raum deutlich schwächer.

Mit dem 1.000. Einsatz blickt die Einheit nicht nur stolz zurück, sondern vor allem nach vorne – auf viele weitere Momente, in denen schnelle Hilfe und menschliche Nähe das Leben von Menschen verändern können.

Worte des Kreisbereitschaftsleiters

Auch der Kreisbereitschaftsleiter Thomas Schlicht gratulierte der Gruppe zu diesem besonderen Meilenstein: „Ich spreche der First-Responder-Gruppe in Treis-Karden meine höchste Anerkennung aus. Wir sind stolz darauf, dass wir im DRK-Kreisverband inzwischen ein einheitliches Konzept für unsere First Responder erarbeiten konnten, welches Ausbildung und Abläufe auf eine gemeinsame Basis stellt. So können wir bestmöglich und vor allem einheitlich Hilfe leisten – zum Wohle aller Menschen in unserer Region.“ DRK Treis-Karden

„Die schnelle Erstversorgung kann im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden. Wir sind stolz, dass wir seit sieben Jahren so verlässlich Hilfe leisten können“, betonte der Arzt des Teams, Dr. Theodor Kastor. Foto: DRK Treis-Karden

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