Allgemeine Berichte | 18.02.2013

14 Bilder - Zeichen der Passion

Beeindruckende Ausstellung in der Pfarrkirche St. Katharina

14 Bilder - Zeichen der Passion

Swisttal-Buschhoven. Dem Kreuzweg nachzuspüren, empfand er als eine persönliche künstlerische Herausforderung, erläuterte Ulrich Dohmen sein Herangehen an die Leidensgeschichte Jesu Christi. Aber wie ist so ein Leidensweg bildlich darzustellen, der seinerzeit zu der brutalsten Art der Todesstrafe führte? Mit seinen 14 abstrakten Bildern, alle in erdigen Tönen gehalten, überlässt der Künstler den Betrachter weitgehend sich selbst. Jeder, der vor diesen gleich großen Bildern steht und die 14 Stationen abschreitet, kann in sich gehen, sich in das Leiden Christi versetzen, vielleicht reflektieren, wie man selber sich in ganz besonders schwierigen Situationen verhalten, ja sich gehalten hätte. Im Leben selbst bereits erfahrene Ängste und Schmerzen werden vielleicht wieder in das Bewusstsein gerückt und neu bewertet.

Der 1956 in Wesel geborene Ulrich Dohmen studierte Freie Kunst in Köln, absolvierte Studienaufenthalte in Berlin und den USA und ist seit 1990 als freischaffender Künstler tätig.

Um mehr Struktur in den Bildern zu erreichen hat der Künstler Marmormehl in die Farben gemischt, rötlich-braune Farbe erinnert an geronnenes Blut, und schwarze Pfeile können als Hinweise gedeutet werden. Hilfreich ist es natürlich, wenn der Betrachter die einzelnen Stationen des Kreuzweges kennt. Dabei war in der Historie der Leidensweg nicht immer in 14 Stationen gegliedert. Laut Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg aus Münster, der die Einführung zur Ausstellungseröffnung in St. Katharina hielt, schwankten die Stationen zwischen fünf und mehr als zwanzig. Erst seit der Zeit um 1600 wurden Kreuzwege mit 14 bebilderten Stationen errichtet. Sie zeigen den Weg Christi von der Verurteilung durch Pontius Pilatus bis zur Kreuzigung und Grablegung. In Jerusalem selbst gab es lange Zeit nur zwei Stationen. Erst als immer mehr Pilger aus Europa kamen und „ihre“ 14 Stationen abschreiten wollten, wurden diese auch in Jerusalem eingerichtet.

Möglich gemacht hat diese Ausstellung der Pfarrausschuss St. Katharina. Adelheid Willers konnte rund 50 Besucher zur Eröffnungsveranstaltung begrüßen. Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung von Susanne und Dietmar Roehrig auf der Viola und der Violine mit einem Werk von Georg Friedrich Händel (1685-1759).

Die Bilder sind noch bis zum 27. Februar in der Pfarrkirche St. Katharina zu sehen. In dieser Zeit gibt es eine Reihe von Veranstaltungen. Auch die Schülerinnen und Schüler der Grundschule am Burgweiher werden sich zusammen mit dem Künstler die Bilder betrachten. Am Samstag, 23. Februar, wird die Kunsthistorikerin Dr. Martina Cencillo Ramirez die Ausstellung erläutern. Am Sonntag, 24. Februar, werden Ulrich Dohmen und die Kunsthistorikerin Margit ten Hoevel in der Zeit von 17.30 bis 19 Uhr ein „Künstlergespräch“ führen. Die Ausstellung endet am Mittwoch, 27. Februar, mit Texten und Musik zum Kreuzweg Jesu, auf der Orgel spielt Michael Balier. Beginn der Anschlussveranstaltung ist 19.30 Uhr.

Betrachter des Kreuzweges .

Der Künstler Ulrich Dohmen vor seinen Werken. Fotos: RFW

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