Guter Brauch in Buschhoven: Nikolausbesuche
14 Nikoläuse waren bei über 600 Senioren
Swisttal-Buschhoven. Es ist längst keine Überraschung mehr, wenn am 6. Dezember, sobald die Dämmerung einsetzt, es an den Haus- und Wohnungstüren der Ü-70 Generationen klingelt. Es kommt der Nikolaus, im roten Gewand mit Mitra und Bischofsstab, und überbringt die Grüße der Dorfgemeinschaft zusammen mit einer Tüte voller Kleinigkeiten. Dieter Ramershoven, Vorsitzender des Ortsausschusses, dem Zusammenschluss der Ortsvereine: „Es ist in Buschhoven kaum jemand auf unsere Nikolaustüte angewiesen, darum geht es auch gar nicht. Die bereits seit vielen Jahren gelebte Tradition des Nikolausbesuches soll einfach der älteren Generation zeigen, ihr gehört immer noch zu unserer Dorfgemeinschaft. Nicht das Präsent ist das Wichtige, es ist nur der Anlass zu einem Besuch.“ Am Vortag haben Mitglieder der KG Buschhoven, sowie der evangelischen und katholischen Frauengemeinschaften die Tüten gepackt. 686 Männer und Frauen in Buschhoven haben das siebente Lebensjahrzehnt bereits erreicht, 603 Tüten überbrachten die Nikoläuse, unter denen sich auch zwei Frauen befinden. Manch ein Senior oder eine Seniorin erwartet den Nikolaus mit einem gedeckten Tisch, mit Kaffee und Plätzchen, oder auch einem Schnaps – natürlich nur gegen die Kälte. Und manche Nachbarn tun sich auch zusammen und erwarten gemeinsam „ihren“ Nikolaus. Der Heimat- und Verschönerungsverein hat 50 Schoko-Nikoläuse gespendet, die von den Nikoläusen in die vier Buschhovener Flüchtlingsunterkünfte gebracht wurden, um auch dort eine besinnliche und friedliche Weihnachtzeit zu wünschen. „Die Menschen dort haben sich wahnsinnig gefreut, dass wir auch an sie gedacht haben“, erzählte Guido Wolbring vom HVV. Nachdem alle Tüten überbracht worden waren, trafen sich die Nikoläuse in der Gaststätte „Zum Römerkanal“ beim „Rolf“ zu einem gemütlichen Abschluss.
