Allgemeine Berichte | 23.06.2018

KURT-PAULI-STIFTUNG in Nürnberg

1.500 Stiftungsvertreter trafen sich zur Jahrestagung

Die KURT-PAULI-STIFTUNG bei ihrem Besuch in Nürnberg: (v.l.) Dr. Manuel Lauterbach, Dr. Kurt Pauli, Pastor Manfred Häuser und Wolfgang Marx. privat

Remagen/Nürnberg. Mit rund 1.500 Vertretern von Stiftungen diskutierten der Vorstand und Kuratoriumsmitglieder der KURT-PAULI-STIFTUNG in der fränkischen Metropole anlässlich der Jahrestagung des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen nach dem Motto: „Update ! – Stiftungen und die Digitalisierung“.

Derzeit gibt es in der Bundesrepublik knapp 23.000 Stiftungen und die Zahl der Neugründungen wächst rasch an. Milliardenbeträge in zweistelliger Höhe geben Stiftungen jedes Jahr für gemeinnützige Zwecke aus, tragen so zur Vielfalt der Gesellschaft bei und erfüllen wichtige gesellschaftspolitische und kulturelle Aufgaben.

Das Stiftungswesen erfährt einen starken Aufschwung. Das Wachstum liegt derzeit bei 2,1 Prozent und demnach sind allein in den letzten fünf Jahren mehr Stiftungen errichtet worden, als in den gesamten neunziger Jahren. Der größte Teil dieser Stiftungen ist gemeinnützig.

„Aus Stiftungserlösen fließt Geld für kulturelle, wissenschaftliche und soziale Zwecke. Das ist besonders wichtig in Zeiten, in denen Bund, Länder und vor allem Gemeinden sich mit Verweis auf klamme Kassen aus vielen Aufgaben zurückziehen. Allein im vergangenen Jahr sind über 500 neue Stiftungen hinzugekommen“, so der stellv. Vorstandsvorsitzende der KURT-PAULI-STIFTUNG Wolfgang Marx, „und dies ist in der Tat eine sehr erfreuliche Entwicklung“.

„Stiftungen übernehmen nicht nur gesellschaftliche Aufgaben, sondern regen als „Motoren des Wandels“ zunehmend Innovationen an. Mittels unkonventioneller und mutiger Projekte fördern Stiftungen Neuerungen und begünstigen so den gesellschaftlichen Fortschritt „, so Marx weiter.

Kurt Pauli, Gründer seiner Stiftung, denkt derweil mit vielen Stiftungskollegen über den Tellerrand hinaus: „Stifter sind Vorbilder, und Stiftungen sind Denkfabriken mit Fantasie und Ideenreichtum. Sie sind Ausdruck von Verantwortung und Eigeninitiative, Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und Gemeinsinn. Die Stiftung ist ein besonders interessantes Instrument für Menschen, die sich mit Vermögen und Zeit für das Gemeinwohl engagieren. Der Stiftungszweck wird vom Stifter bestimmt und sein Name wird im besten Fall über viele hundert Jahre fortbestehen“.

Die KURT-PAULI-STIFTUNG wurde im Jahre 2002 von Kurt Pauli mit Sitz in Remagen-Rolandseck gegründet. Stiftungszweck ist u.a. die Förderung begabter und motivierter junger Menschen im Bereich der Informationstechnologie. Das Lebenswerk von Konrad Zuse und des Stifters haben dabei Vorbildcharakter. Zuse baute den ersten funktionsfähigen, programmgesteuerten Rechner (Z3, 1941) der Welt nach dem Dual-Prinzip als noch niemand anders von der Digitalisierung sprach.

Der Deutsche StiftungsTag 2018 befasste sich mit einem Thema, das die Arbeit- und Lebensrealität von Stiftungen grundsätzlich auf den Kopf stellt. Treffen Algorithmen zukünftig Förderentscheidungen? Werden Projektbeteiligungen von Stiftungen auf dem Gebiet digitaler Innovationen bald die Regel statt die Ausnahme sein? Wie alle gesellschaftlichen Akteure stellt diese Entwicklung Stiftungen vor herausfordernde Entscheidungen. Man muss sich einmal mehr fragen, wie sie angesichts des voranschreitenden digitalen Wandels ihre Rolle in der Zivilgesellschaft behaupten können.

Die nächste Generation des Stiftens und der Stiftenden

Der Deutsche Stifterverband stellt sich auf für die nächste Generation des Stiftens und der Stiftenden. Beispielhaft dafür war die Verleihung des Deutschen Stifterpreises an die Philanthropin Ise Bosch, Erbin des Robert-Bosch-Vermögens. Zum Höhepunkt des Deutschen StiftungsTages wurde sie geehrt, die neben der klassischen Stiftung viele weitere Formen der Philanthropie für ihre Anliegen nutzt. Ise Bosch versteht sich als Spendenaktivistin, weniger als Mäzenin. Mit ihrer Organisation „Dreilinden“ stärkt sie weltweit die sozialen Bewegungen von Lesben, Schwulen, bisexuellen, trans, inter und queeren Menschen. Sie ist überzeugt, dass Gesellschaften stärker und menschlicher sind, je mehr geschlechtliche und sexuelle Vielfalt gelebt werden kann.

Ise Bosch: „Meine Förderungen sollen nachhaltigen sozialen Wandel anstoßen. Sozialer Wandel bewirkt sowohl eine qualitative Verbesserung für die Arbeit vor Ort als auch für die Gebenden. Wir müssen als Gebende lernbereit sein und uns selbst weniger wichtig nehmen.“

Pressemitteilung

KURT-PAULI-STIFTUNG

Die KURT-PAULI-STIFTUNG bei ihrem Besuch in Nürnberg: (v.l.) Dr. Manuel Lauterbach, Dr. Kurt Pauli, Pastor Manfred Häuser und Wolfgang Marx. Foto: privat

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