Feierliche Vereidigung in Swisttal-Heimerzheim
163 Polizeianwärter leisten ihren Diensteid
Swisttal-Heimerzheim. Die feierlichen Bilder werden die 163 jungen Polizeianwärter sowie ihre Familien und Freunde, die der Zeremonie beiwohnten, nicht vergessen: Mit der schwarz-rot-goldenen Bundesfahne voran marschierten die 23 Frauen und 140 Männer auf den Sportplatz des Bundespolizeiaus- und Fortbildungszentrums Swisttal-Heimerzheim und nahmen dort Aufstellung, um gemeinsam ihren Diensteid abzulegen. Die 21-jährige Deborah Schneider aus Ratingen und ihr gleichaltriger Kollege aus Meckenheim trugen vor der Eidesformel ihre ganz persönlichen Ansichten zur Vereidigung auf die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland und zu den auf sie zukommenden Aufgaben vor.
Polizei ist Marke des Vertrauens
In seiner Begrüßungsansprache wies der Leiter des Aus- und Fortbildungszentrums, Polizeidirektor Rainer Mittmann, auf die besonderen Anforderungen des Polizeiberufes hin. „Die Polizei ist in der Bundesrepublik Deutschland eine Marke des Vertrauens“, so Mittmann. Die Ausbildung soll den Nachwuchs auf die verschiedensten Handlungsfelder der Polizei vorbereiten. „Wir wollen am Ende der Ausbildung keine Polizeischüler, sondern handlungsfähige Polizeibeamte in die Praxis entlassen“, so der Polizeidirektor.
Ausbildung in Theorie und Praxis
Auf die Fülle der Aufgaben und Zuständigkeiten wies in seiner Vereidigungsansprache Bernd Brämer hin, Präsident der Bundespolizeiakademie in Lübeck. „Es geht um die Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung und die Verfolgung von Straftaten. Dabei brauchen wir Leute, die nicht wegschauen, sondern aufmerksam hinschauen und erkennen, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Dann muss der Polizeibeamte auch in der Lage sein, eigenverantwortlich zu handeln.“ Den Diensteid zu leisten sei leicht, das Versprechen zu erfüllen aber dagegen ganz schön schwer. Im Schnitt sind die Anwärter 20 Jahre alt, 91 besitzen die Fachhochschulreife bzw. das Abitur, 46 besitzen bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung. Die Ausbildungsdauer zum mittleren Polizeivollzugsdienst des Bundes dauert 30 Monate. Bei ca. 980 Euro netto liegt das Gehalt der Auszubildenden.
Vielfalt der Aufgaben und Zuständigkeiten
Nach erfolgreicher Abschlussprüfung erfolgt zunächst eine Verwendung in einer Bereitschaftspolizeiabteilung oder einer Bundespolizeiinspektion. Das Aufgabenspektrum umfasst den polizeilichen Schutz des Bundesgebietes sowie speziell der Bahnanlagen (Bahnpolizei), aber auch die Sicherheit des Luftverkehrs und der Schutz der Verfassungsorgane. Vermehrt wird die Bundespolizei auch im Ausland unter der Verantwortung der Vereinten Nationen oder anderer multinationaler Organisationen eingesetzt. Auch der Schutz der deutschen Auslandsvertretungen obliegt der Bundespolizei. Im Innern wird sie zudem für die Unterstützung des Bundeskriminalamtes im Schutz- und Begleitdienst (Personenschutz) als auch zur Unterstützung der Polizeien der Länder, insbesondere bei Großeinsätzen, Katastrophen oder besonderen Unglücksfällen herangezogen.
Aufstellung zur Vereidigung.
