Aktion des Streuobstverein „Eifel/Ahr e.V.“ in Dümpelfeld-Niederadenau
170 Obstbäume an Streuobstfreunde verteilt
Seit 2010 über 1500 Obstbäumchen mehr in der Eifel
Dümpelfeld. Traktoren mit großem Anhänger, Großraumtransporter, Kombis, kleine Pkw mit Anhänger und gar ein kleiner Pkw mit schließlich halb offener Heckklappe! Alle wollten nur eines an der Gemeindehalle in Dümpelfeld-Niederadenau: Obstbäumchen abholen, die über den Streuobstverein „Eifel/Ahr e.V. bestellt waren. Wie alle Jahre zuvor lieferte die Baumschule Wolfgang Neuenfels aus Königswinter die dreijährigen Bäumchen. Die gegenwärtige Marktlage in Zeiten des Klimawandels mit Trockenheit, Corona und ein Großauftrag für die Baumschule hatte die Lieferung um 14 Tage verzögert – und leider auch zu einem ausgedünnten Angebot geführt. Immerhin etwa 170 Obstbäume verschiedener Obstbaumarten und Sorten kamen an einem Freitagvormittag vor Ort an.
Der Streuobstverein „Eifel/Ahr e.V.“ mit Claudia Schmitz aus Antweiler, Christine Hirsekorn aus Nürburg und Winfried Sander aus Leimbach als Interims-Vorsitzender waren bestens vorbereitet.
Die Bestelllisten in der Hand kontrollierten sie die Eingänge. Gut 35 Streuobstfreunde nahmen gelassen und mit gebührendem Corona-Abstand sowie Mundschutz ihre Bäumchen in Empfang. Dankbar waren sie für einige Erklärungen zum Anschneiden der dickeren Standwurzeln vor der Pflanzung, zum vorsichtigen Einkürzen von zu langen Baumtrieben und für Hinweise zur weiteren Pflege der Bäumchen. Die Aktion zog sich für die Aktiven vom Verein bis in die anbrechende Dunkelheit hinein. Koordinator Sander war sehr zufrieden: „Jetzt müssen die Bäumchen nur noch in die Erde und angehen.“
Insgesamt hat der Bestand an jungen Obstbäumchen im Ahr-Eifel-Raum in den letzten 10 Jahren auf diese Weise um gut 1.500 Obstbäumchen zugenommen. Peter Richrath aus Antweiler hatte die Aktion 2011 ins Leben gerufen und hat sie bis heute begleitet. „Ein weiterer und wirklicher Erfolg“, freut sich Sander für den Verein, „besteht darin, dass es so viele Menschen im Umfeld gibt, die die Kulturform ‚Streuobstwiese‘ wiederbeleben wollen“. Ob sie mit einem Baum beginnen oder ihre bestehende Streuobstwiese mit weiteren Bäumchen erweitern, das ist nur eine Frage der zur Verfügung stehenden Fläche! Weitere Unterstützung sagt der „Ahr/Eifelverein e.V.“ allen Streuobstfreunden zu.
Pressemitteilung
Streuobstverein „Eifel/Ahr e.V.“
Die Laderampe wurde vollgeladen mit Obstbäumchen.
Organisator Winfried Sander. Foto: Christine Hirsekorn
