Jubiläum des Meckenheimer Stadtmuseum und Kulturforum e.V.
20 Jahre für Geschichte und Kultur
Jedes Jahr lockt das vom Verein betriebene Stadtmuseum etwa 1000 Besucher an
Meckenheim. Seit nunmehr 20 Jahren besteht der Verein Meckenheimer Stadtmuseum und Kulturforum e.V.. Mit seinen vielfältigen Aktivitäten und Angeboten ist er mittlerweile ein selbstverständlicher und anerkannter Teil des Meckenheimer Kulturlebens. Das Stadtmuseum lockt jährlich ca. 1000 Besucherinnen und Besucher in seine Ausstellungsräume im Herrenhaus der Burg Altendorf.
Gegründet wurde der Verein am 26. April 2001 unter der Leitung der damaligen Bürgermeisterin Dr. Yvonne Kempen und sechs weitere Bürgerinnen und Bürger zu dem Zweck, das kulturelle und historische Erbe von Meckenheim zu wahren und die Pflege von Kunst und Kultur zu fördern. Ferner sollte die Gründung eines ersten Meckenheimer Stadtmuseums und Kulturforums unterstützt werden.
Am 28. Mai 2001 hielten zehn stimmberechtigte Mitglieder des Vereins eine erste Mitgliederversammlung ab und wählten Dr. Yvonne Kempen zur Ersten Vorsitzenden sowie Rolf Menne zum Zweiten Vorsitzenden. Von den Mitgliedern der ersten Stunde sind heute noch Doris Leistner, Meckenheims Ehrenbürgerin Erika Meyer zu Drewer, Inka Zimmer und Dr. Gottfried Dietzel Mitglieder des Vereins.
Am 22. Februar 2002 wurde das Museum in einem von der Stadt Meckenheim angemieteten Gebäude in der Bahnhofstraße 4 mit einer Bilderausstellung eröffnet. Es folgten zahlreiche weitere Ausstellungen, Vorträge und Lesungen.
Leider konnte das Gebäude aus Sicherheitsgründen nicht dauerhaft als Museum genutzt werden, und so bemühte sich der Verein einerseits, weiterhin regelmäßig Ausstellungen über Kunst und Geschichte im Museum und an anderen Orten anzubieten und sich gleichzeitig andererseits um eine neue und dauerhafte Unterkunft zu bemühen. Dies führte die Mitglieder des Vereins an ihre Leistungsgrenze und den Verein an den Rand seiner Auflösung.
Erst Ende 2011 konnte der Verein dem Ausschuss für Schule, Sport und Kultur des Meckenheimer Stadtrats ein erstes Konzept für eine Begegnungsstätte für Meckenheimer Geschichte und Kultur und eine Dauerausstellung im denkmalgeschützten Herrenhaus der Burg Altendorf vorlegen. Nach weiteren vorbereitenden Arbeiten billigte der Rat der Stadt das Projekt.
Am 29. März 2012 unterschrieb der damalige Erste Vorsitzende des Vereins, Dr. Jörg Köpke, den Pachtvertrag für das Herrenhaus. Seitdem kann der Verein kostenfrei über das Haus verfügen. Die Stadt behält sich jedoch die Nutzung des Trauzimmers im Erdgeschoss und die Vermietung des Hauses oder einzelner Räume zur zeitweiligen Nutzung durch Dritte vor. Unter diesen Bedingungen wurde in fünf Räumen auf zwei Etagen eine Dauerausstellung geschaffen, die die 6.000-jährige Geschichte der Stadt Meckenheim anschaulich darstellt, und die gleichzeitig so flexibel gestaltet ist, dass alle Räume des Hauses bei Vermietung durch die Stadt von Ausstellungsstücken freigeräumt werden können.
Mit der Eröffnung der Dauerausstellung im Stadtmuseum am 15. Juni 2013 durch Bürgermeister Bert Spilles war die Aufbauphase beendet und das Museum kann seitdem regelmäßig an Sonntagen zwischen 11:00 und 17:00 Uhr besucht werden.
Gezeigt wird die Geschichte des Siedlungsraums und der Stadt von der Jungsteinzeit, als die Bandkeramiker hier siedelten, über die Römer- und Frankenzeit, das Mittelalter und die Entwicklung Meckenheims von einem kleinen Ackerbaustädtchen zur heutigen Stadt mit ca. 25.000 Einwohnern. Es wird umfänglich über die Geschichte der Juden in der Stadt informiert, ebenso über aktuelle Daten und Fakten zur Einwohnerschaft. Für Kinder gibt es ein auf die Ausstellung bezogenes Quiz und in einer gemütlichen Ecke läuft der Film: Annäherung an eine Stadt – Meckenheim zwischen Wald und Obstgärten in einer Dauerschleife.
Das kleine Café Meckenem, gleichzeitig Ausstellungsraum für einheimische Künstler, lädt die Besucherinnen und Besucher zum Verweilen und den Genuss von selbstgebackenem Kuchen, Kaffee und heimischer Kunst.
Zusätzlich zur Dauerausstellung werden regelmäßig Sonderausstellungen, z.B. zu den Ortsteilen und Vereinen Meckenheims und geschichtliche Themen, gezeigt und Vorträge organisiert. Der Verein hat mittlerweile fünf gebundene Bücher zur Geschichte Meckenheims herausgegeben, die im Buchhandel und direkt im Museum erwerbbar sind:
• „Die Ur-Meckenheimer – Vom Steinzeitmenschen zum Stadtbürger“ - Meckenheim von 6000 v. Chr. Bis 1636 n. Chr.
• „Vom Kurfürsten zum Kaiser“ – Meckenheim von 1636 bis 1871
• „Wechselhafte Zeiten“ – Meckenheim von 1871 bis 1945
• „Vom Städtchen zur Stadt“ – Meckenheim von 1945 bis heute (2010)
• „Alte und Neue Heimat“– Wie sich Meckenheim nach dem Krieg entwickelte – ein Blick aus dem Jahr 2018
Interessierten Bürgern, Schulklassen und Projektgruppen werden zudem Sonderführungen, auch unter der Woche, angeboten. Darüber hinaus begleiten Vereinsmitglieder auf Anfrage den Unterricht an Schulen und halten Vorträge bei anderen Vereinen und Organisationen.
Aktuell hat der Verein mehr als 60 Mitglieder. Er ist als gemeinnützig anerkannt.
Seine aktiven Mitglieder möchten durch ihre Einsatzbereitschaft und ihr Engagement das Geschichtsbewusstsein und Heimatgefühl der Bürgerinnen und Bürger fördern und damit zur Identifikation mit unserer Stadt beitragen. Dies gilt insbesondere für die jungen Menschen und die neuen Bürger Meckenheims.
Zurzeit ist das Museum allerdings coronabedingt geschlossen. Es ist beabsichtigt, wenn die Lage es zulässt, im Mai wieder zu öffnen.
Aktuelle Informationen gibt es in den Schaukästen am Neuen Markt (KSK) und vor dem Herrenhaus in Meckenheim – Altendorf, Burgstraße 5 sowie unter www.stadtmuseum-meckenheim.de
Meckenheimer Kulturtage: Töpfern wie die Bandkeramiker.
Ein beeindruckender Vortrag über die Hexenverfolgung im Ambiente des Gewölbekellers.
