Gute Botschaft für starke Kooperation mit der Handwerkerschaft
20 Millionen Euro für Schulen des Landkreises
Regelmäßige Gespräche sollen heimischen Betrieben Informationsvorschuss gewähren
Kreis Neuwied. Die insgesamt 25 Projekte im Landkreis Neuwied, die mit 11,2 Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm 3.0 plus bezuschusst werden, sind allesamt förderfähig. Diese erfreuliche Nachricht des rheinland-pfälzischen Finanzministers traf kürzlich im Neuwieder Kreishaus ein. Somit wird bis zum Jahr 2020 allein der Landkreis Neuwied durch die Förderung nach den beiden Kommunalen Investitionsprogrammen ca. 20 Mio. Euro in Baumaßnahmen an kreiseigenen Schulen investieren können. Für Michael Mahlert, 1. Beigeordneter des Landkreises Neuwied und zuständig für den Schulbau, ist dies die freudige Voraussetzung, um den Investitionsstau an kreiseigenen Schulen weiter zügig auflösen zu können. „Aber wir brauchen auch starke Partner in der Handwerkerschaft, um diese Mammutaufgabe leisten zu können“, zeigt sich der Kreisbeigeordnete bezüglich der Fülle der anstehenden Aufgaben beeindruckt. Wie diese Aufgabe gelöst werden kann, war Gesprächsgegenstand eines ersten Informationsgesprächs mit Vertretern der Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald. Mit Handwerkskammerpräsident Kurt Krautscheid, Fred Kutscher, Leiter der Prüfungsdurchführung und Dachdeckermeister Ralf Winn, Vorstandsmitglied der Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald nahmen seitens der Handwerkerschaft Praktiker teil, die über den jetzigen und zünftigen Facharbeiterstand informierten.
„Mit Landrat Achim Hallerbach bin ich einer Meinung, dass wir als Landkreis auf unsere heimische Handwerkerschaft zugehen müssen, um frühzeitig notwendige Informationen zu den anstehenden Projekten zu geben, damit unsere Handwerksbetriebe die Möglichkeit haben, sich auf dem anstehenden Bedarf qualifizierten Personals einstellen zu können“, so Mahlert und ergänzt: „Ich werde mindestens einmal jährlich die Handwerkskammer zu einem Fachgespräch einladen, in dem wir frühzeitig alle unsere Investitionsvorhaben vorstellen. Damit wird die Kommunikation zwischen unseren Handwerksbetrieben und uns aktuell und kontinuierlich stattfinden“, so Mahlert. Somit werde auch dem Wunsch der Handwerksvertreter entsprochen, dass der Kreis bemüht sein sollte, möglichst frühzeitig die Leistungen auszuschreiben, damit für die Handwerksbetriebe Planungssicherheit gegeben sei. Michael Mahlert sagte zu, hier eine verbesserte Zeitplanung prüfen zu wollen, zeigte sich aber auch verwundert darüber, dass die Handwerker im Landkreis Neuwied kaum Gebrauch von der elektronischen Vergabe machten, die der Kreis bereits seit mehreren Jahren praktiziert. In Absprache mit den Vertretern der Handwerkerschaft wurde vereinbart, dass diese unter ihren Mitgliedern nochmals Werbung für diese innovative Form der Ausschreibungsbeteiligung machen und der Landkreis, soweit entsprechender Bedarf seitens des Handwerks anmeldet wird, hier entsprechende Schulungen kostenlos anbietet.
In dem Gespräch stellte Rüdiger David, Leiter der Abteilung Immobilien und Schulen, die kommenden Projekte an kreiseigenen Schulen vor. Mahlert resümierte: „Durch unsere kooperative Vorgehensweise sehe ich auch Chancen für eine Verbesserung der Marktsituation des heimischen Handwerks. Durch rechtzeitige Information lässt sich sicherlich auch zuverlässiger planen und kalkulieren.“
Im Ergebnis des Gespräches waren sich alle Beteiligten einig, dass ein frühzeitiger, aber auch dauernder Kontakt der gemeinsamen Aufgabenerledigung nur zuträglich sein kann. Es wurde vereinbart, kontinuierlich im Gespräch zu bleiben.
Wie die Marktsituation des heimischen Handwerks verbessert werden kann, war u.a. Gesprächsgegenstand eines ersten Informationsgesprächs mit Vertretern der Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald. Auf dem Foto (v.l.n.r.): 1. Kreisbeigeordneter Michael Mahler, Handwerkskammerpräsident Kurt Krautscheid, Fred Kutscher, Leiter der Prüfungsdurchführung. Foto: Kreisverwaltung
