Allgemeine Berichte | 02.12.2019

Vor 30 Jahren startete in Waldbreitbach das Event mit der riesigen Naturwurzelkrippe

200 Bürger eröffneten Weihnachtsdorf

Ortsbürgermeister führte Fackelzug durch den Ort und ließ Kinder die Attraktionen einschalten

Weil die Fassade des Fachwerkhauses renoviert wurde gibt es dort keinen Adventskalender mehr. Fotos: HEP

Waldbreitbach. Alle Jahre wieder verwandelt Waldbreitbach sich zum Advent in ein Weihnachtsdorf und das jetzt schon zum 30. Mal. Das eröffneten jetzt etwa 200 Wiedtaler und Gäste, die mit Fackeln, gespendet vom 65 Mitgliedsbetriebe zählenden Gewerbeverband um Vorsitzenden Klaus-Peter Paffhausen, die acht Attraktionen besuchten.

Schon zum Start auf dem zentralen Platz am Alten Kreuz spielte der Musikverein Wiedklang und Ortsbürgermeister Martin Lerbs erläuterte das Eröffnungsprogramm. Er stellte auch das Christkind (Annika Bittner aus Roßbach) vor, das während des Rundgangs ein attraktives Motiv für die Handykameras war.

Erst bat der Ortsbürgermeister die riesige Gruppe an die Alte Schmiede wo in das romantische Ambiente die Freiluftkrippe, sie musste einst wegen Bauarbeiten vom Kirchberg verlegt werden, integriert ist.

Advent und Weihnachten sind für Kinder die wohl größten Ereignisse und daher wurden die Kleinen auch von Martin Lerbs in die Weihnachtsdorferöffnung eingebunden: Kinder durften an jeder Attraktion das Licht einschalten.

So auch den Lichterbaum mit fast 10.000 LEDs, die den 18 Meter hohen Zunftmast illuminieren. Weiter ging es zu dem Weihnachtsbaum mit Geschenkpakten an der 8 Meter hohen metallenen Weihnachtspyramide, die ein Kind mit einem Schalter zum Leuchten und Drehen brachte.

Am Rathaus verwies Martin Lerbs auch auf das Glockenspiel mit traumhaften Melodien und zuvor auf die lebensgroßen Weihnachtsfiguren aus dem Erzgebirge auf der Kirchentreppe.

Apropos Kirche: In der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt ist wieder die große Naturwurzelkrippe mit 1000 von Hand gesammelten Wurzeln, die zusammen mit 40 Figuren, 85 Tieren und unzähligen echten Pflanzen eine prachtvolle Krippenlandschaft bilden, zu bewundern. Die Wurzelkrippe entstand 1989 zum ersten Mal und erhielt 1998 den Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde.

Auf dem Weg zum Marktplatz fragte der Ortsbürgermeister Kinder ob sie etwas vermissen: „Ja, den Adventskalender am Fachwerkhaus in der Neuwieder Straße“, war die Antwort.

„Das ist dieses Jahr nicht mehr möglich, weil die Fassade erneuert wurde, wir suchen aber einen neuen Standort und hoffen, dass wir im nächsten Jahr wieder einen Adventskalender präsentieren können“, klärte Martin Lerbs auf.

Vom Marktplatz aus schalteten Helfer den „Stern von Bethlehem“ im Wald über Waldbreitbach ein. Dies ist ein 2 km langer Wanderweg mit 3500 Glühbirnen und fast 40 Krippen zum Kloster der Waldbreitbacher Franziskanerinnen.

Und auf dem Marktplatz, der ein Parkplatz ist, installierten einige der insgesamt 30 ehrenamtlichen Kräfte, die seit etwa zwei Wochen Wurzelkrippe und die Attraktionen aufbauten, als Blickfang eine von Christbäumen umrahmte Vitrine. Darin steht eine Krippe mit wertvollen handgeschnitzten Holzfiguren aus Oberammergau, die Krippenbauer Gustel Hertling organisiert hatte.

An dem Weg entlang der Wied gibt es etwas Neues: Drei Vitrinen mit Krippen, gebaut von Stefan Girnstein: „Mit dem Bau der Schaukästen habe ich zu Hause im März begonnen und vor vier Wochen waren sie fertig“, erläuterte der Krippenbaumeister.

Wegen der Weihnachtsdorferöffnung leuchteten bei dem auf der Wied schwimmenden Adventskranz, er hat acht Meter Durchmesser, alle vier Kerzen. Dies wird allerdings erst wieder am 4. Adventssonntag der Fall sein.

Nachdem von der Brücke aus das farbige Licht für die flussaufwärts schwimmende Krippe eingeschaltet worden war, dankte der Ortsbürgermeister für die Teilnahme am Eröffnungsrundgang, besonders aber allen ehrenamtlichen Helfern, die Waldbreitbach in ein Weihnachtsdorf verwandelt hatten.

Zum Abschluss gab es zu adventlichen Klängen des Musikvereins Wiedtal an der Ölmühle leckeren Döppekooche und Glühwein.

Bis zum Abbau des Weihnachtsdorfs nach dem 26. Januar gibt es in Waldbreitbach ein großes Programm mit 35 Events.

Herausragend ist dabei der vom Gewerbeverband organisierte Christkindchenmarkt am 2. und 3. Adventswochenende an dem auch das Christkind von 15 bis 18 Uhr den Markt besucht, für Fotos bereitsteht und Geschenke an Kinder verteilt. Am 7. und 8. Dezember öffnet im Kolpinghaus auch der Selbermacher-Weihnachtsbasar mit Handarbeiten aus der Region. Am 15. Dezember beginnt um 18 Uhr eine große Verlosung.

Das internationale Krippen- und Bibelmuseum von Krippenbaumeister Gustel Hertling mit etwa 2500 Krippen aus aller Welt auf 800 m² Fläche ist außer Heiligabend täglich von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Die Wurzelkrippe in der Pfarrkirche und alle Attraktionen können täglich besichtigt werden. Weitere Infos auf Website des Touristikverbands Wiedtal wo unter  http://wiedtal.de/weihnachtsdorf/katalog/ die Weihnachtsbroschüre heruntergeladen werden kann.

HEP

Die Freilichtkrippe an der Alten Schmiede war die erste Attraktion für Christkind und die 200 Eröffnungsteilnehmer.

Die Freilichtkrippe an der Alten Schmiede war die erste Attraktion für Christkind und die 200 Eröffnungsteilnehmer.

Ortsbürgermeister Martin Lerbs ließ Kinder die Lichter der Attraktionen einschalten.

Ortsbürgermeister Martin Lerbs ließ Kinder die Lichter der Attraktionen einschalten.

Ein Lichterbaum mit etwa 10 000 LEDs illuminiert den 18 Meter hohen Zunftmast.

Ein Lichterbaum mit etwa 10 000 LEDs illuminiert den 18 Meter hohen Zunftmast.

200 Bürger eröffneten Weihnachtsdorf

Neu sind die Schaukästen mit Krippen am Weg entlang der Wied.

Neu sind die Schaukästen mit Krippen am Weg entlang der Wied.

Weil die Fassade des Fachwerkhauses renoviert wurde gibt es dort keinen Adventskalender mehr. Fotos: HEP

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