Allgemeine Berichte | 18.11.2019

Rheinschiene-Möhnen-Treffen feiert in Kripp Premiere

200 jecke Weiber feiern gemeinsam Sessionseröffnung

Der Saal des Gasthauses „Rhein Ahr“ war bis zum letzten Platz gefüllt

Blau, rot, lila- die bunte Möhnenschar stimmte sich in allen möglichen Farben auf die neue Session ein. Fotos: LFR

Kripp. Für die Kripper-Wasserturm-Möhnen galt es zur Sessionseröffnung, 200 Möhnen aus 13 umliegenden Vereinen im Zaum zu halten. Dass das für einen Verein mit 20 Mitgliedern eine Herausforderung darstellt, war schon in der Vorbereitung klar. Die Kripper Jecken wollten sich dieser Bärenaufgabe, die diesjährige Sessionseröffnung der Rheinschiene-Möhnen auszurichten, aber auf jeden Fall stellen. Damit waren sie zum ersten Mal Veranstalter des Treffens.

Fleißige Helfer aus Sportverein, Tanzgarde und Feuerwehr standen ihnen tatkräftig zur Seite, sodass Obermöhn Sabine Mostert und Ortsvorsteher Axel Blumenstein pünktlich um 11:11 Uhr die Möhnenschar in der Ortsmitte willkommen heißen konnten. Hier wurde dann gegrüßt, gelacht und getanzt, um sich auf den Tag einzustimmen. Für manche Neuzugänge war es das erste traditionelle Treffen, für andere ist dieser Tag ein fester Bestandteil des Kalenders. Gertrud Herter von den Sinziger-Stadtmaure-Möhnen feierte als solche zum 50. Mal den Beginn der Karnevalszeit.

Dabei fand das Möhnentreffen früher punktgenau am 11. November statt. Da heute aber viele Frauen berufstätig sind, musste auch dieses Brauchtum angepasst und auf das Wochenende verlegt werden. Somit war auch jeder Möhnenverein vertreten und konnte sich mit seinen farbenprächtigen Kostümen präsentieren. Auch hierbei gehen die Möhnen mit der Zeit. Der traditionell lange, schwarze Rock ist noch Bestandteil der meisten Outfits. Doch Form, Farbe und Material der Blazer, Hüte und Tücher ist inzwischen fast bei jeder Möhn verschieden, wodurch eine schöne bunte Mischung entsteht.

Ungeduld und niedrige Temperaturen trieben die meisten Jecken schon früh in den Saal des Gasthauses „Rhein Ahr“. Dort tischten die Kripper Möhnen ordentlich auf und luden zum Schunkeln, Tanzen und Singen ein, bevor es zum geplanten Programm überging. Hierbei wurden Tänze aufgeführt, Reden gehalten und Sketche vorgetragen, die den anderen Vereinen Inspiration für ihre eigenen Sitzungen gaben. Denn auch dafür steht die Sessionseröffnung der Möhnen. Neben der Freude auf die jecke Zeit ist das Treffen ein Austausch von Ideen und Auftritten, um dem eigenen Ort immer wieder etwas Neues vorführen zu können.

Die Sitzungen der Möhnen aus Oberwinter, Sinzig, Koisdorf, Bad Bodendorf, Waldorf, Gönnersdorf, Westum und Remagen finden am Weiberdonnerstag statt. Wohingegen Löhndorfer und Kripper Möhnen sich auf den Samstag, 25. Januar verlegt haben und die Bad Breisiger auf den Samstag, 8. Februar. Glees und Schalkenbach-Vinxt haben ihre Sitzung auf den Dienstag, 21. Januar gelegt. Dann geht es für alle Möhnen noch mal rund, bevor die nun eingeläutete Session 2019/20 wieder endet.

Getrud Herter (Mitte) ist seit nunmehr 50 Jahren als Sinziger Stadtmaure Möhne bei der Sessionseröffnung am Start. Auf dem Dorfplatz trotzen die jecken Frauen der kalten Witterung.

Getrud Herter (Mitte) ist seit nunmehr 50 Jahren als Sinziger Stadtmaure Möhne bei der Sessionseröffnung am Start. Auf dem Dorfplatz trotzen die jecken Frauen der kalten Witterung.

Die Stimmung auf dem Dorfplatz wurde mit Sekt und karnevalistischer Musik angeheizt, sodass auch ein paar Tänzchen gewagt wurden. Bereits zur Begrüßung war die Stimmung ausgelassen.

Die Stimmung auf dem Dorfplatz wurde mit Sekt und karnevalistischer Musik angeheizt, sodass auch ein paar Tänzchen gewagt wurden. Bereits zur Begrüßung war die Stimmung ausgelassen.

Blau, rot, lila- die bunte Möhnenschar stimmte sich in allen möglichen Farben auf die neue Session ein. Fotos: LFR

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