„Höhr-Grenzhausen frühstückt“ bringt 1.500 Menschen zusammen an den Tisch
2000 Brötchen für ein innovatives Event
Rund 60 Gruppen frühstückten mit
Höhr-Grenzhausen. Am vergangenen Sonntag war es wieder soweit. Höhr-Grenzhausen frühstückte. Und zwar mit rund 1.500 Teilnehmern in der ganzen Verbandsgemeinde. 60 Gruppen hatten sich im Vorfeld für dieses außergewöhnliche Ereignis angemeldet und bei bestem Frühstückswetter war es auch in diesem Jahr ein voller Erfolg. Schon früh morgens trafen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Quartiersmanagements bzw. des Jugendhauses „Zweite Heimat“, um in einer Bäckerei 2.000 Brötchen abzuholen, auf mehrere Fahrzeuge zu verteilen und dann zu den einzelnen Gruppen zu fahren. Lieferservice war also inbegriffen. Die Buffets wurden um halb zehn eröffnet und kurz vorher konnte man in der Verbandsgemeinde den ein oder anderen mit einem voll beladenen Korb mit Leckereien zum schön gedeckten Frühstückstisch eilen sehen. Dabei war die erste zentrale Veranstaltung auf dem Alexanderplatz vor einigen Jahren, die für alle Bürgerinnen und Bürger gedacht war, gar nicht so erfolgreich. Aber die Idee war klasse und so haben sich die Mitarbeiter des Quartiersmanagements noch einmal zusammengesetzt und das Konzept geändert. Frei nach dem Motto „Wenn die Bürger nicht zu uns kommen, dann fahren wir zu ihnen.“, war schnell die Idee zu „Höhr-Grenzhausen frühstückt“ in der jetzigen Version geboren und erfreut sich mit jedem Jahr einer zunehmenden Teilnehmerzahl. Inzwischen ist dieser Sonntagmorgen ein wiederkehrendes Event auf das sich die Menschen der Stadt und der Dörfer der Verbandsgemeinde schon freuen. Überall waren also an diesem Morgen Menschen mit Kind und Kegel auf dem Weg, um einen gemeinsamen, schönen und gemütlichen Sonntagmorgen mit Nachbarn und Freunden zu verbringen. Dabei konnte das Quartiersmanagement die Zahl der Frühstückenden im Vergleich zum Vorjahr um circa 300 Menschen steigern. Darüber freut sich Christian Heller sehr, der rückblickend auf die letzten vier Jahr seit Beginn der sich jährlich wiederholenden Veranstaltung feststellt, dass von Jahr zu Jahr auch mehr „Wiederholungstäter“ dazu kommen. „Schön, dass auch öffentliche Einrichtungen wie die Feuerwehr und das Rote Kreuz mitmachen.“, sagt Heller. Die Mitarbeiter des neuen Buchladens der Stadt hatten mitten auf dem Alexanderplatz den Tisch gedeckt und haben damit vielleicht den Grundstein dafür gelegt, sich künftig auch als Unternehmen an dieser Aktion zu beteiligen. Im letzten Jahr konnten in einer Straße sogar unfassbare 130 Menschen zusammengetrommelt werden. Ganz so viele hatte die Siegergruppe in diesem Jahr nicht, aber mit 80 Personen war das Zeltlager des Familienzentrums „Die Arche“ die größte Gruppe und erhielt einen gesponserten „Fresskorb“, der von den Mitarbeitern des Quartiersmanagements überbracht wurde. Doch worum geht es den Initiatoren eigentlich? Sie wollen Menschen zusammenbringen. Es geht darum die Anonymität, in der vielen Menschen leben, aufzulösen oder zum Beispiel neu zugezogene Bürgerinnen und Bürger als Nachbarn zu integrieren. Die Menschen sollen einfach mit einander reden. Und wo geht das besser als bei einer gemeinsamen Mahlzeit. Eine Gruppe im Hollersborn hatte da bereits große Eigeninitiative entwickelt und am Vorabend schon gegrillt. Bleibt an dieser Stelle zu hoffen und wünschen, dass dieses außergewöhnliche ortübergreifende Event in den nächsten Jahren weiter von Erfolg gekrönt ist und viele weitere Menschen erreicht, zum Mitmachen motiviert und vereint.
