Allgemeine Berichte | 27.04.2021, 08:45 Uhr

Online-Girls´Day am RheinAhrCampus Remagen

21 Schülerinnen nahmen an dem vierstündigen Online-Event teil

Die Schülerinnen bekamen vorab ein Päckchen mit Material zugeschickt, welche während der Online-Präsentation zusammen aufgebaut wurden. Hier die Leonardobrücke. Fotos: privat
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Remagen. Der Girls´Day am RheinAhrCampus Remagen der Hochschule Koblenz fand in diesem Jahr aufgrund der Pandemie als digitale Veranstaltung statt.

21 Schülerinnen der 7. bis 11. Klassen aus 19 Schulen ganz Deutschlands sind der Einladung des Ada-Lovelace-Projekts vom RheinAhrCampus Remagen gefolgt und nahmen an dem vierstündigen Online-Event teil.

Die Schülerinnen bekamen vorab ein Päckchen mit Material zugeschickt und konnten in vier Gruppen aufgeteilt in eigenen virtuellen Räumen online zusammen mit den Mentorinnen viele verschiedene Experimente aus der Mathematik und Technik live durchführen. Unter anderem bauten die Schülerinnen eine Zitronenbatterie und Kartoffeluhr oder einen Elektromotor. Darüber hinaus gab es viele Rätsel und Spiele aus der Mathematik, dazu gehörten zum Beispiel das Vier-Farben-Spiel mit Europakarte, binäre Bilder malen oder eine Leonardo-Brücke bauen.

Die Workshops waren in ein gemeinsames Rahmenprogramm eingebettet, an dem alle Teilnehmerinnen zusammenkamen. Nach der Begrüßung durch Prof. Babette Dellen und Christiana Hoerster konnten alle Teilnehmerinnen den Grußworten von Prof. Dr. Konrad Wolf, Minister vom rheinlandpfälzischen Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur und der Vorstellung des Ada-Lovelace-Projekts folgen.

Mentorinnen ermutigten die Mädchen zu einem Studium

Nach der zweistündigen praktischen Phase mit Workshops stand in der letzten Stunde für alle Teilnehmerinnen gemeinsam die Präsentation der Hochschule, insbesondere des Fachbereichs Mathematik und Technik am RheinAhrCampus Remagen auf dem Programm. Die Mentorinnen des Ada-Lovelace-Projekts berichteten von ihren Studiengängen und ermutigten die interessierten Mädchen, ein Studium in den MINT-Fächern in Betracht zu ziehen. Jennifer gab den Schülerinnen einen Einblick, welchen Beitrag die Biomathematik in der Corona-Pandemie leisten kann. Migena, Melina und Laura, Studentinnen der Medizintechnik, zeigten auf, wie ihr Studium der medizinischen Forschung helfen kann, neue Behandlungen und Methoden mit Robotik oder Strahlentherapie umzusetzen. Robotik ist auch Thema in der Technomathematik, ein Studium, das für all diejenigen geeignet ist, die sich für technische Zusammenhänge interessieren und Spaß an Mathematik haben, so Julia.

Keine Vorkenntnisse beim Programmieren erforderlich

In allen Studiengängen lernen die Studierenden programmieren, sogar mehrere moderne Programmiersprachen kommen zum Einsatz. Damit sind die Absolventinnen der MINT-Studiengänge vom RheinAhrCampus Remagen für die Arbeitswelt gut ausgebildet und haben beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Von den Studierenden werden keine Vorkenntnisse im Coden zu Beginn des Studiums erwartet, „das Programmieren lernen wir hier von der Pike auf“, berichteten die Mentorinnen vom Ada-Lovelace-Projekt.

Jennifer führte die Schülerinnen am Ende virtuell durch die Hochschule und öffnete ihnen dabei einige Labore.

Nach dem offiziellen Teil und der Verabschiedung nutzten einige Schülerinnen die Möglichkeit, sich in Breakouträumen in 1:1-Gesprächen mit den Mentorinnen über ihre Studiengänge intensiv auszutauschen.

„Der virtuelle Girls´Day kann als Erfolg verbucht werden, auch wenn die Corona-Pandemie ein persönliches Treffen mit den Schülerinnen unmöglich machte und die Mädchen nicht vor Ort sein konnten“, meint Christiana Hoerster, Projektleiterin des Ada-Lovelace-Projekts am RheinAhrCampus Remagen. „Dennoch freue ich mich im nächsten Jahr wieder auf eine Veranstaltung in Präsenz, damit die Schülerinnen die Vielfalt der Labore, die Ausstattung und die Atmosphäre an der Hochschule erleben können.“

Das rheinland-pfälzische Ada-Lovelace-Projekt am RheinAhrCampus in Remagen unterstützt seit langem die bundesweite Girls´Day-Initiative, setzt damit ein Zeichen gegen den Einfluss von Geschlechterstereotypen und erweitert das Berufs- und Studienwahlspektrum der Mädchen. Die Studentinnen der Mathematik und Technik informieren als Mentorinnen die Schülerinnen über Studienmöglichkeiten und bieten nicht nur am Girls´Day, sondern das ganze Jahr über praxisorientierte Workshops und AGs in den MINT-Fächern an.

Das Ada-Lovelace-Projekt wird durch den Europäischen Sozialfonds, das rheinland-pfälzische Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz und das rheinland-pfälzische Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur gefördert.

Weitere Informationen zum Ada-Lovelace-Projekt und zum RheinAhrCampus Remagen stehen unter www.ada-lovelace.com oder unter www.hs-koblenz.de.

Hier wurde eine Zitronenbatterie aufgebaut.

Hier wurde eine Zitronenbatterie aufgebaut.

Die Schülerinnen bekamen vorab ein Päckchen mit Material zugeschickt, welche während der Online-Präsentation zusammen aufgebaut wurden. Hier die Leonardobrücke. Fotos: privat

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