Allgemeine Berichte | 03.12.2015

Jugendfeuerwehren der Löschgruppen Ludendorf und Miel

24 Stunden und sieben Einsätze

Proben für den Ernstfall

Die Mitglieder der Jugendfeuerwehren hatten viele Alarmierungen zu meistern.privat

Miel. Morgens, nachdem die Angehörigen der Jugendfeuerwehren aus Ludendorf und Miel am Feuerhaus in Miel eingetroffen waren, wurden nach der Begrüßung zunächst die Einsatzfahrzeuge übernommen. Nach der Überprüfung der Einsatzmittel wurden die Fahrzeugbesatzungen für die nun folgenden 24 Stunden festgelegt. Bereits während des gemeinsamen Frühstücks traf über die Meldeempfänger der erste Alarm ein. Die Alarmierung erfolgte zu einer Brandmeldeanlage. Noch während die Fahrzeuge besetzt wurden, kam die Meldung: Einsatz Abbruch, Fehlalarm. Das Frühstück konnte in Ruhe beendet werden. Wenig später kam jedoch der erste richtige Einsatz: Alarmierung zu einem Flächenbrand zwischen den Ortslagen Ollheim und Miel. Höchste Eile war geboten, denn die Rauchentwicklung war weithin sichtbar. Mit drei C-Rohren konnte der Brand von den Jungfeuerwehrleuten innerhalb kurzer Zeit erfolgreich bekämpft werden. Nach Rückkehr ins Feuerwehrhaus mussten die Ausrüstung überprüft und gereinigt sowie die Löschwassertanks aufgefüllt werden. Anschließend stand die Zubereitung des Mittagessens auf dem Dienstplan. Selbstverständlich erledigten dies die Nachwuchsfeuerwehrleute in Eigenregie unter Mitwirkung ihrer Jugendwarte. Viel Zeit zur Verdauung des Mittagessens blieb den Einsatzkräften jedoch nicht. Ein weiterer Alarm forderte erneut den schnellen Einsatz der Jugendwehr. Im Bereich der Zufahrt zum RSAG-Gelände wurde eine Ölspur gemeldet, die es mit Bindemittel abzustreuen galt. Zur realitätsnahen Darstellung wurde mit Rücksicht auf die Umwelt Sonnenblumenöl verwendet. Mit der Rückkehr ins Feuerwehrhaus kam auch schon die nächste Alarmierung über den Meldeempfänger. Auf dem Dach des Bauhofs in Ludendorf wurde eine verletzte Person gemeldet. Bei Instandsetzungsarbeiten durch eine Fachfirma hatte sich ein Unfall ereignet. Die schwerverletzte Person (Dummy) wurde mittels Leitern und einer Schleifkorbtrage gerettet und dem Rettungsdienst übergeben. Auch die unter Schock stehenden Arbeitskollegen des Verletzten mussten durch die Einsatzkräfte betreut und beruhigt werden. Die nun folgende freie Zeit wurde für Spiele und Schulungen genutzt. Anschließend ging es an die Zubereitung des Abendessens, die jedoch erneut durch eine Alarmierung unterbrochen wurde. Ein PKW sollte in der Ortslage Essig brennen. Nach Eintreffen stellten die Feuerwehrleute jedoch schnell fest, dass es sich lediglich um einen Defekt am Fahrzeug handelte. Der Halter wurde daher an den Pannendienst verwiesen. Schließlich konnten sich die Jugendlichen mit ihren Betreuern dem Abendessen widmen. Nach einem anstrengenden Tag schmeckten Grillwurst und Steak umso besser. Nach dem gemeinsamen Filmabend gingen die Jungfeuerwehrleute zu Bett. Bereits nach kurzer Nachtruhe verkündete der Meldeempfänger eine vermisste Person in einem Waldstück an der Swist in der Nähe der B 56. Nach längerer Suche im strömenden Regen konnte die Person schließlich unverletzt gefunden werden. Sie hatte sich in dem weitläufigen Gelände verlaufen. Kurz vor Beginn der Morgendämmerung wurde die Nachtruhe erneut unterbrochen. Bei einem Verkehrsunfall im Bereich der Zufahrt zum Entsorgungsbetrieb Hündgen hatte sich ein Verkehrsunfall ereignet. Für die Dauer der Unfallaufnahme musste der Bereich ausgeleuchtet werden. Damit neigten sich die ereignisreichen 24 Stunden ihrem Ende entgegen. Als letzte „Übung“ hatten die Jugendwarte aus Miel und Ludendorf ein Frühstück auf den Dienstplan gesetzt, um die „Einsatzbereitschaft“ der Jungfeuerwehrleute für den Rest des Wochenendes wieder herzustellen.

Die Mitglieder der Jugendfeuerwehren hatten viele Alarmierungen zu meistern.Foto: privat

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