20-jähriges Jubiläum der Frauenwürde Rhein-Lahn e.V.
2.530 Beratungen und Begleitungen
Lahnstein. Die Beratungsstelle von „Frauenwürde“ kann in diesem Jahr ihr 20-jähriges Jubiläum feiern. Mit mehr als 2.530 Beratungen und Begleitungen konnten die beiden Beraterinnen ratsuchende Frauen in den 20 Jahren des Bestehens informieren und in ihren Entscheidungen stärken und begleiten.
Gabi Laschet-Einig, die Vorsitzende des Trägervereins von „Frauenwürde Rhein-Lahn e.V.“: „Die Wurzeln des Vereins Frauenwürde haben wir den Frauen der Initiative ‚Kirche von unten‘ und der Kirchenvolksbewegung ‚Wir sind Kirche‘ zu verdanken. Diese riefen am Tage der Eröffnung der Frühjahrskonferenz der deutschen Bischöfe am 2. März 1998 zu einer öffentlichen Frauenkonferenz auf der Kölner Domplatte auf.“ Papst Johannes Paul II. stellte seinerzeit unter Mithilfe des damaligen Vorsitzenden der Glaubenskongregation, Kardinal Josef Ratzinger, fest, dass die Ausstellung des Beratungsscheins mit den Lehren der katholischen Kirche unvereinbar sei und bat seine ‚Brüder im Amt‘ um den Ausstieg aus dem staatlichen System, der dann im Jahr 2000 erfolgte. Laschet-Einig weiter: „Der Name Frauenwürde wurde gewählt, um deutlich zu machen, dass es uns um die Frauen und ihre Würde geht, die durch ihre Schwangerschaft in eine Konflikt- oder Notsituation geraten sind.“
Die beiden Beraterinnen, Susanne Ehses und Doris Tölkes Geißler, sind von Anfang an dabei. Die Diplom-Sozialarbeiterin Susanne Ehses: „Nicht jede Schwangerschaft ist mit einer guten Hoffnung verbunden. Eine Frau im Schwangerschaftskonflikt muss eine schnelle Entscheidung treffen. Es muss ihr zugestanden werden, dass diese Entscheidung in diesem Moment für sie die einzig richtige ist. Sie muss angenommen werden mit ihrer Gewissensentscheidung, mit ihrer möglichen Schuld und mit ihrer Trauer. Und das ist eine Frage der Anerkennung ihrer Würde.“ Die Trägervereins-Vorsitzende Laschet-Einig ergänzt: „Dank der alljährlichen Zuwendung des Landes Rheinland-Pfalz und der jährlichen Gewährung von Kreiszuschüssen, der finanziellen Unterstützung von Firmen, Privatpersonen, der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau und der Stadt Lahnstein, ist es uns als Trägerverein möglich, die Beratungsangebote aufrecht zu halten, auszuweiten und auch einen Schwerpunkt auf sexualpädagogische Präventionsarbeit zu legen.“
Die Beratungsstelle von „Frauenwürde“ befindet sich in Lahnstein, Adolfstraße 89. Terminvereinbarungen sind möglich unter Tel. (0 26 21) 62 94 03.
