Allgemeine Berichte | 11.11.2022

Landkreis unterstützt beim Wettbewerb „Grüne Stadt - Grünes Dorf“ Privatpersonen, Initiativen und Vereine, Kindertagesstätten und Schulen

28 Projekte für mehr Artenvielfalt in MYK

Eine Projektidee wurde in Alken mit der Generalüberholung eines Bestandgartens erfolgreich umgesetzt: Terrassenflächen wurden entsiegelt. Bambus, Thuja und Kirschlorbeeren wurden entfernt und durch heimische, insektenfördernde Stauden und Hecken ersetzt. Zudem wird eine Magerwiese angelegt.

KREIS MYK. Bereits zum dritten Mal hat im Landkreis Mayen-Koblenz der Wettbewerb „Grüne Stadt - Grünes Dorf“ stattgefunden. Bis zum 31. August konnten sich Privatpersonen, Initiativen und Vereine, Kitas und Schulen mit ihren Projektideen für den Erhalt und die Förderung der Artenvielfalt und die Anpassung an den Klimawandel bewerben. Der Fokus des Wettbewerbes liegt jedoch vor allem auf der Umsetzung der Ideen. Insgesamt 28 Projekte wurden als unterstützenswert erachtet und erhielten eine Zusage von Landrat Dr. Alexander Saftig.

Ein Beispiel ist die Umgestaltung eines Privatgartens in Alken an der Untermosel. Nach dem Hauskauf war es dem Paar ein Anliegen, im Garten möglichst viel Fläche zu entsiegeln und Lebensräume für Pflanzen und Tiere zu erschaffen. Der Großteil der Terrasse und weitere gepflasterte Flächen mussten weichen, ebenfalls die Thuja- und Kirschlorbeerhecken, die wenig mit Biodiversität zu tun haben. Die Dachbegrünung der Garage erfolgte bereits und aus vorhandenem Material wurde eine Trockensteinmauer gebaut. Mit der Neuanlage des naturnahen Gartens wird viel Lebensraum geschaffen und Flächen angelegt, die sich weniger stark im Sommer erhitzen. Viele andere Maßnahmen werden noch folgen. Die Ideengeber hoffen, dass ihr Garten andere inspiriert und dazu ermutigt, ihre Grundstücke ebenfalls wieder für die Natur zu öffnen.

Einige Moselorte weiter macht sich ein Arbeitskreis in Winningen auf den Weg, um die Gemeinde mit einem breiten Bepflanzungskonzept wieder zu durchgrünen. Bäume sind natürliche Schattenspender und leisten einen großen Beitrag für das Mikroklima. Zusätzlich unterstützen sie die Artenvielfalt und verschönern das Ortsbild. Pflanzaktionen und Baumpatenschaften stehen ebenfalls auf der Wunschliste.

Auch Umweltbildungsmaßnahmen waren in diesem Jahr wieder dabei. So hat die Initiative „Grün, bunt, gesund - Wir Maifelder für ein besseres Klima“ in der Verbandsgemeinde Maifeld und in der Stadt Polch neben der Anlage einer Kräuterspirale an einer Bushaltestelle jüngst mit dem Informationsabend „Was können wir tun? Der klimagerechte Garten, die klimagerechte Stadt“ für die Anlage klimagerechter Gärten geworben.

Auf die einzelnen Umsetzungen ist die Kreisverwaltung sehr gespannt. Es ist geplant, den Wettbewerb auch im nächsten Jahr wieder durchzuführen.

Für Fragen zum Wettbewerb stehen bei der Integrierten Umweltberatung der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz Lina Jaeger (lina.jaeger@kvmyk.de, 0261-108417) und Dr. Rüdiger Kape (ruediger.kape@kvmyk.de, 0261-108420), zur Verfügung.

Überblick über die Projektideen beim Wettbewerb „Grüne Stadt – Grünes Dorf“

• Weitersburger Initiative Streuobstwiesen (W.I.S.O.): Innerhalb der Aktion sollen die Streuobstwiesen gepflegt und instandgesetzt werden.

• Vereint Artenvielfalt schaffen #2, Kehrig: Als Gemeinschaftsaktion wurde eine Trockenmauer, wie auch ein Wildblumen- und Schmetterlingssaum angelegt.

• Blühendes und summendes Ochtendung: Durch verschiedene Aktionen soll die Gemeinde wieder mehr blühen und summen.

• Gartenprojekt, Alken: Ein Bestandsgarten erfährt eine Generalüberholung.

• Mehr Platz für Bäume und Sträucher in freier Natur, Bell: Pflanzung von heimischen Gehölzen.

• Obstbaumpflanzung, Löf: Auf einer Wildblumenwiese werden zehn heimische Obstbäume gepflanzt.

• Blütenzauber am Lindenbaum, Rhens: Eine kommunale Fläche mit Sitzbänken wird „entschottert“.

• Wunder-Welt-Wiese, Kehrig: Ein Multivisions-Vortrag soll die Wichtigkeit und die Faszination naturnaher Flächen vermitteln.

• Zukunftsfähige Neugestaltung, Andernach: Die Außenflächen eines Einfamilienhauses werden naturnah umgestaltet.

• Umgestaltung von Freiflächen, Polch: Neben der Entstehung eines Spielplatzes im Wohngebiet „Im Kleegarten“ sollen durch eine naturnahe Gestaltung Spiel- und Schattenräume für jedermann entstehen.

• „Green Roof Light“, Nickenich: Dachbegrünung eines Flachdach-Carports.

• Motivationsveranstaltung für mehr „grüne“ und klimafreundliche Aktivitäten auf dem Maifeld, Polch.

• Projekt Beschattung, Münstermaifeld: Eine Baumallee an einem beliebten Wanderweg bietet künftig Wind- und Sonnenschutz.

• Insektenfreundlicher Schulgarten- und Spielplatzhang für mehr Biodiversität an der Grundschule Niederfell.

• Natürlicher Schattenspender, Münstermaifeld: Ein großkroniger Baum im Spielbereich des Kita-Geländes soll Schatten spenden.

• Bienenwiese Bendorf: Errichtung einer Totholzhecke und eines Bachlaufs.

• Erweiterung des Lehrpfades im Park um interaktive Schilder, Weißenthurm.

• Ergänzungen zu einem Begrünungsprojekt auf den Flächen eines ehemaligen Bauernhofes in Niederwerth.

• Baumpflanzungen in der Ortsgemeinde und Ortsgemarkung Winningen.

• Grüner Garten am Radweg, Münstermaifeld.

• Aufwertung gefährdeter Lehmkuhlen in ein ökologisch hochwertiges Biotop, Bendorf-Stromberg.

• Bed‘n‘Breakfast für Vögel, Bendorf: Eine kommunale Fläche soll durch eine private Grünflächenpatenschaft vogelfreundlich gestaltet werden.

• Baumpflanz-Challenge, Kobern-Gondorf: Das Dorf soll durch 100 Bäume grüner werden.

• Naturnahe Umgestaltung Rutsch- & Kletterhügel der Kita Löf.

• Renaturierung, Kehrig: Auf einer nicht genutzten Wiesenfläche soll durch neue Wildblumenwiesen und Hecken neuer Lebensraum entstehen.

• Dachbegrünung eines Carports, Polch.

• Obstwiese, Münstermaifeld-Mörz: Pflanzung acht verschiedener Obstbäume.

• Naturnaher Garten - trotz Neubaugebiet, Bendorf: In einem Vorgarten soll unter anderem eine insekten- und vogelfreundliche Hecke angelegt werden.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

Eine Projektidee wurde in Alken mit der Generalüberholung eines Bestandgartens erfolgreich umgesetzt: Terrassenflächen wurden entsiegelt. Bambus, Thuja und Kirschlorbeeren wurden entfernt und durch heimische, insektenfördernde Stauden und Hecken ersetzt. Zudem wird eine Magerwiese angelegt.

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