Ein herrlicher Nachmittag im Seniorenheim Marienburg
3 Mol von Häzze Marienburg Helau!
Kempenich. Dass man auch mit betagten Menschen noch ausgelassen Karneval feiern kann, das stellten an den tollen Tagen die Bewohner und Bewohnerinnen der Marienburg in Kempenich unter Beweis. Wenn Rudi vom sozialen Dienst in der närrischen Zeit die Gitarre auspackte, wurden altbekannte kölsche Hits und rheinische Lieder angestimmt und kräftig mitgesungen.
Viel Spaß an der Freud bot auch die Kappensitzung . Nach einer Stärkung mit Kaffee, Berlinern und Schnittchen ging es Schlag auf Schlag. Bei der närrischen Fürbittlitanei wurden Kuriositäten und Personalitäten im Hause aufs Korn genommen, beim Lied vom „Paraplü“ wurde allerhand Nützliches lustig präsentiert.
Gelacht wurde beim Sketch von der Bananenschale, die zum Obsthändler gebracht wurde, um sie wieder aufzufüllen.
Zwischendurch sorgte Rudi immer wieder mit Potpourries von Gassenhauern und Schunkelliedern für fröhliche Stimmung. Dabei wurde hier und da sogar ein Tänzchen gewagt. Ein wahrer Augenschmaus waren die bayrischen Madl’n aus Königsfeld und die schmucken kleinen und großen Funken aus Spessart, die schmissige Tänze hinlegten und großen Applaus bekamen.
Solomariechen Svenja Schwarz, Enkelin einer Bewohnerin, begeisterte alle mit einem mitreißenden Tanz voller Akrobatik und Temperament und brachte Großmutters Augen vor Stolz zum Strahlen.
Keine echte Augenweide hingegen war die beschwipste Tanzmarie Ü 60, die sich Mut angetrunken hatte, um sich ihren Lebenstraum zu erfüllen: einmal im Leben en Danzmarie ze sein! Ihre etwas plumpe Tanzeinlage sorgte eher für Lacher, als für Bewunderung.
Kurios war auch die Balletttruppe, allen voran die graziöse Ballettmaus Rudi, die virtuos und voller Anmut den Blumenwalzer präsentierte und zum Abschluss noch einmal für große Heiterkeit sorgte.
Alle Vorträge wurden von den Mitarbeitern des sozialen Dienstes in Eigenregie mit viel Eifer und noch mehr Spaß eingeübt und vorgetragen.
Mit einem dreifach donnernden Marienburg Helau ging ein herrlicher Nachmittag in fröhlicher Stimmung zu Ende und war noch tagelang Gesprächsstoff im Hause. Eine Bewohnerin brachte ihre Begeisterung auf den Punkt:
„Suh jet Schönes kreit me noch net emol em Fernseh ze sehn!“
