Schutz der Wingertsbergwand Mendig feiert Jubiläum
30 Jahre „Geotopschutz“
Mendig. Die Wingertsbergwand ist ein erdgeschichtliches Denkmal von globalem Rang. Die mehr als 30 Meter hohen Ablagerungen des rund 13.000 Jahre alten Laacher-See-Vulkans entstammen dem gewaltigsten Vulkanausbruchs Mitteleuropas in den letzten zwei Millionen Jahren. Zu sehen sind am Abhang des benachbarten Wingertsberg-Vulkan ( 90.000 und 170.00) die gesamte Abfolge der Ausbruchphasen in vollständiger und differenzierter Schichtabfolge. Dies kann man nirgendwo anders auf der Erde so nahe am Krater beobachten und ist deswegen ein ganz besonderer Anziehungspunkt für Wissenschaftler und Vulkanfreunde aus aller Welt! 1990 trafen sich hier deswegen 500 Wissenschaftler aus 49 Nationen! Die damalige Anregung auf Unterschutzstellung fand bei der Bezirksregierung Koblenz als Obere Naturschutzbehörde leider kein Gehör!
Ersatzweise schaffte es der damalige Leiter der Umweltschutzabteilung des Landkreises in Koblenz mit einem Antrag für den damaligen Verein „Deutsches Vulkanmuseum Mendig“ auf Ausweisung der Bimssteilwand als „Grabungsschutzgebiet“ zum 15. Juli 1994. Ein Uhu sorgte wenig später sogar für den „Biotopschutz“, wodurch der erreichte „Geotopschutz“ gestärkt wurde!
