Heimat- und Verschönerungsverein feierte am Burgweiher
30 Jahre aktiv für ein schönes Buschhoven
Swisttal-Buschhoven. Natürlich am Burgweiher, wo denn sonst! Der Heimat- und Verschönerungsverein (HVV) hatte seine Mitglieder, seine vielen Freunde und alle Buschhovener Bürgerinnen und Bürger zu einem Fest am Rande des Burgweihers eingeladen. Und da das Wetter durchaus schön war, drängten sich zahlreiche Gäste unter der „Zehntscheune“ mit dem Blick auf den Weiher und genossen die kleinen Köstlichkeiten wie etwa die leckeren Waffeln sowie die hausgemachten Liköre. Wie bei offiziellen Anlässen üblich begrüßte die Vorsitzende Renate Wolbring alle Anwesenden, wie stets hielt sie aber keine lange Rede, sondern dankte den Mitgliedern und den vielen Helfern, die sich immer wieder für ein schönes und sauberes Ortsbild einsetzen. „Buschhoven ist ein schönes und lebendiges Dorf. Dies ist das Ergebnis der Arbeit vieler Vereine und des persönlichen Einsatzes seiner Einwohner. Ohne eure Bereitschaft, immer wieder bei den Dorfreinigungen, bei der steten Pflege des Burgweihers und den vielen anderen Aktivitäten mit anzupacken, wäre dies alles nicht möglich.“ Was der Burgweiher und sein Uferbereich alles zu bieten hat, zeigte und erklärte Heidi Wolde bei einem Rundgang.
Zahlreiche Aktivitäten für den Heimatort
Ob Altbürger - das sind die Buschhovener Familien, die gefühlt seit dem Bau der römischen Wasserleitung im 1. Jahrhundert. n. Chr., zumindest aber seit der Franzosenzeit (1792 - 1815) hier wohnen, oder die „Immis“ - das sind die Neubürger, die hauptsächlich als Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg oder im Zuge des Ausbaus Bonns zum Regierungssitz dazukamen, alle fühlen sich in Buschhoven am Rande des Kottenforstes wohl. Ziel des Heimat- und Verschönerungsvereins ist es, dieses Wohlgefühl für alle zu erhalten. Dazu wird von April bis November einmal im Monat der Burgweiher mit dem Ufergelände gereinigt. Im April findet jährlich die große Dorfreinigung statt. Dazu kommen die Pflege des Quesnoy-sur Deûle-Platzes, des Brunnenplatzes, des Bereichs um den Aufschluss des Römerkanals in der Ville sowie der diversen Hinweisschilder und der etwa 15 HVV-Ruhebänke. Besonders verbunden fühlt sich der HVV der Erhaltung des Ortsbildes und seiner näheren Umgebung, der Schaffung und Pflege der Erholungsmöglichkeiten, dem Denkmal-, Natur- und Landschaftsschutz sowie der Bewahrung und Vermittlung der Heimatgeschichte.
Mit Toni Steinwartz fing es an
Für den 18. April 1985 hatte der seinerzeitige Ortsvorsteher Toni Steinwartz alle Bürger zu einer Gründungsversammlung in das katholische Pfarrheim eingeladen. „Es ist die Erörterung eines Satzungsentwurfs und die Wahl eines Vorstandes vorgesehen“, hieß es in der Einladung zur „Gründung eines Buschhovener Heimat- und Verschönerungsvereins“. Kurz zuvor hatte sich ein Gruppe Gleichgesinnter in der Gaststätte „Zum Schlagbaum“ getroffen, um die Gründung vorzubereiten. Man hatte sich die Satzung des bereits in Morenhoven existierenden Heimat- und Verschönerungsvereins geben lassen und diese zur Grundlage für Buschhoven genommen. Überwiegend aus der „Schlagbaumgruppe“ setzte sich dann auch der erste Vorstand und Beirat des Buschhovener HVV zusammen: Zum Vorsitzenden wurde Toni Steinwartz gewählt, dazu Franz Dolff, Inge Volkmer, Dr. Jürgen Danne, Marianne van de Sandt, Heinz-Dieter Jüsgen, Bernhard Krämer und Karl-Heinz Rüther. Mit die ersten Aktivitäten waren die Wiedererrichtung des Lindenkreuzes am Waldrand Richtung Dünstekoven, die Aufstellung des restaurierten Rheindorf-Meller-Gedenksteins auf dem Friedhof sowie die Herrichtung des Mellerkreuzes am Noel. Mit der offiziellen Übernahme der Patenschaft über den Burgweiher 1998 hat der HVV eine zentrale Aufgabe, für die er im Jahr 2002 im Rahmen des Agenda-Wettbewerbs des Rhein-Sieg-Kreises mit dem 2. Preis ausgezeichnet wurde. Weitere Infos über den HVV gibt es unter www.HVV-Buschhoven.de.
Die Vorsitzende Renate Wolbring bewirtet höchstpersönlich die Gäste.
Heidi Wolde erklärt das kleine Burgweiherbiotop. Fotos: Weigert
