Allgemeine Berichte | 28.09.2020

„Schatten und Licht“ – Ausstellung in der Alten Schreinerei von Maria Laach

31 zeitgenössische Künstler präsentieren ihre beeindruckenden Werke

Bis zum 17. April 2021 jeweils Freitag, Samstag und Sonntag (außer an Feiertagen) um 13, 14, 15 und 16 Uhr

Auch der Künstler Andreas Scholz macht mit seinem im Lindenhofpark am Bodensee entstandenen Werk das Spiel von Licht und Schatten deutlich.

Maria Laach. Unter dem Titel „Schatten und Licht“ wurde am vergangenen Freitag in den Räumen der alten Schreinerei in Maria Laach wieder einmal eine Ausstellung eröffnet, die man sich unter keinen Umständen entgehen lassen sollte.

Nach den beiden hochkarätigen Ausstellungen über das Leben und Werk des Paters Theodor Bogler OSB (2018) sowie „Asche und Feuer“ (2019) dürfte auch die aktuelle Kunstschau von großem Interesse sein. Sie kann bis zum 17. April 2021 jeweils Freitag, Samstag und Sonntag (außer an Feiertagen) um 13, 14, 15 und 16 Uhr in Augenschein genommen werden. „Dies zeigt, dass Kunst im Kloster eine besondere Anziehungskraft entwickelt. Unsere Abtei ist damit sowohl ein geeigneter Ort der Kunstvermittlung als auch ein Raum, in dem Menschen die Wichtigkeit von Glaube und Kunst für ihr eigenes Leben als auch für die Gesellschaft entdecken können“, so Bruder Stephan Oppermann, der sich auch als Künstler bereits über die Region hinaus einen hervorragenden Namen gemacht hat.

„…und mein Vertrauter ist die Finsternis.“ Dieser letzte Halbsatz des Psalms 88 in der Predigt eines Mitbruders inspirierte ihn, eine Ausstellung zum Thema „Schatten und Licht“ zusammenzustellen. Gemeinsam mit Katharina Brellochs, die bereits die beiden Bogler-Ausstellungen mit vorbereitet hatte, wurden etwa zwei Jahre lang Ideen und Konzepte diskutiert, verworfen oder weiterentwickelt. Insgesamt sind in der Ausstellung 31 zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler mit ihren Werken vertreten, bei denen es sich allesamt um Weggefährten von Bruder Stephan handelt: Br. Joseph Belling, Anna Becker, Sophia Bernhardt, Joseph Beuys, Sabine Borges Teixeira, Jo Bukowski, Tony Cragg, Theo Dohmen, Felix Droese, Irmel Droese, Diodor Dure, Ettl Georg, Bert Gerresheim, Hermann Hesse, Martin Kätelhön, Br. Oswald Kettenberger, Markus Lüpertz, Heinz Mack, Gerhard Marcks, Ulrich Mekiska, Soulis Moustakidis, Br. Stephan Oppermann, Sr. Mirjam Pesch, Harry Plein, Josef Reidmacher, Haki Ritzerfeld, Br. Lukas Ruegenberg, Andreas Scholz, Katharina Sieverding, Johannes Stüttgen und Günther Uecker.

Anlässlich der offiziellen Eröffnung am Freitag, dem 25. September 2020, zu der wegen der vorgegebenen Corona-Sicherheitsmaßnahmen nur wenige Teilnehmer eingeladen waren, begrüßte Pater Petrus Nowack (Prior-Administrator) u.a. auch den Landtagsabgeordneten Marc Ruland, der seine ausgesprochen einfühlsam und überzeugend formulierte Laudatio dem Thema „Schatten und Licht“ widmete.

In seiner Begrüßungsrede sagte Pater Petrus u.a.: „In Werken zeitgenössischer Künstler machen wir uns auf einen Weg und begegnen in besonderer Weise dem Geheimnis unseres Lebens. Was dieses Geheimnis ausmacht, umschreiben wir oft in Gegensätzen. Gegensätze wollen nicht trennen, sondern ergänzen und vertiefen. Die älteste Teilung eines Ganzen, die älteste Erfahrung einer Ergänzung dürfte das Phänomen des Lichtes und des Schattens sein. Da ist der biblische Schöpfungsbericht, der auf altorientalische Vorbilder zurückgeht. Er beginnt mit der Finsternis, aus der heraus das Licht hervorgeht und geschaffen wird. Da ist das Selbstverständnis der frühen Christen, die die Taufe als Erleuchtung bezeichnen – das neue Leben, das sich abhebt von der Dunkelheit des bisherigen Lebens. Nur wo es den Schatten gibt, den dunklen Bereich, in den kein Licht fällt, kann es das Sichtbare geben, das im Licht liegt. Werden wir also auf dem Weg durch die Ausstellung zu entdeckenden Grenzgängern, die um die Vielfältigkeit und Mehrdimensionalität unseres Lebens wissen. Dafür sei Dank, dass uns dieser Einstieg in unser alltägliches Lebens geschenkt wird.“

FRE

Tony Cragg mit der von ihm geschaffenen Figur macht deutlich, wie sich eine organische, irrationale Form mit dem starren geometrischen Element verbindet.

Tony Cragg mit der von ihm geschaffenen Figur macht deutlich, wie sich eine organische, irrationale Form mit dem starren geometrischen Element verbindet.

Dieses Werk schuf Bruder Stephan im Rahmen einer Meditation zum Weihnachtsfest. Fotos: FRE

Dieses Werk schuf Bruder Stephan im Rahmen einer Meditation zum Weihnachtsfest. Fotos: FRE

Auch der Künstler Andreas Scholz macht mit seinem im Lindenhofpark am Bodensee entstandenen Werk das Spiel von Licht und Schatten deutlich.

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