Elke Grub leitete die Gruppen „Frauen im weltweiten Dialog“ und das Ökumenische Frauenforum Remagen
40 Jahre Ehrenamt in ökumenischer Frauenarbeit
Remagen. Ihre Stunden im Ehrenamt sind ungezählt. Doch wenn Elke Grub davon erzählt, klingt nichts nach Last – eher nach Bereicherung. Über vier Jahrzehnte prägte sie die ökumenische Frauenarbeit in Remagen.
1985 gründete sie die Gruppe „Frauen im weltweiten Dialog“, später führte sie ihr Engagement im Ökumenischen Frauenforum Remagen fort. Die offene Gruppe mit derzeit 28 Teilnehmerinnen trifft sich monatlich zu Vorträgen, Gesprächen, Literatur, Theologie, meditativem Tanz und Ausflügen. Am 13. April verabschiedete sich Grub nach 40 Jahren mit einem letzten, von ihr gestalteten Treffen.
1979 war sie mit ihrem Mann, dem evangelischen Pfarrer Udo Grub, und drei kleinen Kindern nach Remagen gezogen; 1983 wurde das vierte Kind geboren. Bereits 1981 gehörte sie zu den Mitbegründerinnen des ökumenischen Weltladenteams unter den Leitmotiven „Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“. Ein Jahr später rief sie mit Ellen Pfeifer eine Kindergruppe ins Leben, in der auch türkische Kinder mitwirkten, deren Väter, so Grub, in der Friedenskirche den Kinderauftritt zum Sommerfest mit Lied und Tanz erlebten – ein frühes Zeichen gelebter Integration. Ursprünglich wollte Grub Lehrerin werden. Studium und Referendariat hatte sie abgeschlossen, doch mit der Familie verschoben sich die Prioritäten. Stattdessen freute es sie, ihre Ausbildung – in Religion, Deutsch und Sport – in die ehrenamtliche Arbeit einbringen zu können.
Ein Schwerpunkt wurde die internationale Partnerschaft: 1985 entstand die Verbindung zum Kirchenkreis Agusan auf den Philippinen. Grub organisierte Aktionen gegen Frauenhandel, unter anderem gemeinsam mit Schwester Lea Ackermann, und engagierte sich für globale Gerechtigkeit. Unterstützung erhielt sie dabei auch von katholischer Seite durch Priester Klaus Birtel, nach seinem Weggang durch Professor Gottfried Bitter und Johannes-Georg Meyer.
Ihr Engagement wurde gefördert, etwa, indem die Gemeinde ihr eine Fortbildung zum Meditativen Tanzen bei den Steyler Missionaren finanzierte. Über 40 Jahre war sie zudem Mitglied der International Ecumenical Fellowship und nahm interessiert und inspiriert an Tagungen in ganz Europa teil.
1987 flog sie auf die philippinische Insel Mindanao, um im Partnerkirchenkreis Agusan vier Wochen - hygienische Härten inklusive - „wie die Armen an der Seite der Armen“ zu leben und in Deutschland davon zu berichten. 1998 nahm sie an einer Konferenz des Ökumenischen Rates der Kirchen in Harare teil – für sie ein Höhepunkt.
Trotz vielfältiger Möglichkeiten für eine berufliche Tätigkeit entschied sich Grub bewusst für das Ehrenamt: Es gab ihr die nötige Freiheit. „Die vielen Facetten haben mich bei der Stange gehalten“, sagt sie rückblickend. HG
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